264 von 267 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
fein gezeichnete, detailreiche Fotos, perfekte Handhabung, 10. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 50D SLR-Digitalkamera (15 Megapixel, Live-View) Gehäuse (Elektronik)
Zur 50D ist viel Positives gesagt worden, das ich hier nicht wiederholen will. Es gibt aber ein paar Aspekte, die kaufentscheidend sind und noch nicht so beleuchtet wurden:
1. Optischer Sucher: Zur wirklich kreativen Spiegelreflex-Fotografie gehört die Möglichkeit, auch manuell fokussieren zu können. Wer bei Makro-, Teleaufnahmen oder Portraits mit einem lichtstarken Objektiv gezielt mit flacher Schärfentiefe arbeiten will, kommt nicht drum herum. Dazu braucht es einen optischen Sucher, der dem Auge wirklich verlässlich zeigt, wo die Schärfe gerade sitzt. Das bieten die EOS 50D/40D mit ihren auswechselbaren Mattscheiben. Den Mini-DSLR, bei Canon sind es die EOS 500D/450D etc. (gilt aber auch für andere Hersteller) fehlt aus Helligkeitsgründen diese entscheidende Fokussierhilfe. Und Liveview mit Lupenvergrößerung zur Schärfekontrolle lässt sich nur bei unbewegten Objekten und fester Kameraunterlage (Stativ, Bohnensack etc.) einsetzen. Kurz: Wer wirklich kreativ fotografieren will, sollte sich schon wegen des Suchers für die EOS 50/40D anstatt der kleineren EOS 500/450D entscheiden.
2. Teurere 50D oder günstigere 40D?
- Wer eine Sammlung von Objektiven hat, vor allem darunter Fremdobjektive, für den ist folgendes professionelle Ausstattungsmerkmal der 50D interessant: Mit der Kamera lassen sich systematische Fehlfokussierungen des Autofokus nachjustieren. Das geht schon mit einem an die Wand gehefteten Blatt mit einem gestochen scharfen Druckbild aus einem Hochglanzmagazin (noch besser ist ein "Siemens-Stern"). Man baut die Kamera mit Stativ auf und nimmt über Liveview eine Schärfenreihe auf, bei der man Bild für Bild die Justage des AF-Schärfepunkts des Objektivs schrittweise verschiebt. Die beste Einstellung speichert man dann in der Kamera ein. Die 50D kann sich die individuellen Einstellungen von bis zu 20 Objektiven merken. Geht gut, ist allerdings leider kein Zaubermittel gegen die erratische unpräzise Arbeit mancher älterer AF-Mikromotoren.
- Bildqualität. Zur 40D habe ich keinen Vergleich, aber zur EOS 450D, mit der ich viele tausend Fotos geschossen habe. Sie ist mit ihrem brillianten 12-Megapixel-Sensor eine anspruchsvolle Referenz. Ich habe z. B. mit beiden Kameras als Test eine Vergleichsserie von einer freundlicherweise sehr geduldigen Schnee-Eule geschossen. Aus RAW entwickelt, zeigen die Aufnahmen der EOS 50D tatsächlich noch mehr Feinzeichnung in den zarten Federstrukturen. Das Resultat ist wirklich beeindruckend. Bei den JPEGs sieht man dagegen nicht viel Unterschied zwischen beiden Kameras. Leider vermatscht die JPEG-Engine der 50D wie die der 450D schon in feinster Einstellung subtilere Details, das ist der Preis der Kompression. Aber hier meckere ich auf hohem Niveau. Ein Punktabzug deswegen wäre extrem ungerecht.
- Hoch auflösender LCD-Schirm. Im Vergleich zur 450D, deren Bildschirmauflösung meines Wissens der 40D entspricht, ein Riesengewinn. Das gilt vor allem bei Fokussierung über Liveview mit Lupenvergrößerung. Nachteil: Zusammen mit dem leistungsfähigeren Prozessor (Digic 4) saugt er bei viel Benutzung den Akku schnell leer, das fällt vor allem im Vergleich zum Langstreckenläufer 450D auf. Die Anschaffung eines Zweitakkus ist unumgänglich.
3. Objektive: Wer einen Ferrari kauft, schraubt keine Polo-Reifen dran. Das gilt auch für eine 50D, deren ungeheure Sensorauflösung nach guten Objektiven verlangt, sonst nutzt man die Kamera gar nicht richtig aus. Unschärfen und chromatische Fehler sieht man beim "Pixel-Peeping", zu dem eine solche Kamera unweigerlich verführt, gnadenlos. In dieser Hinsicht würde ich zum Beispiel Megazooms wie dem als Kit zur 50D angebotenen EF-S 18-200 IS misstrauen. Canon kann erstens die Gesetze der Physik nicht aushebeln, zweitens sind nach meiner Erfahrung die billigen Kit-Objektive von Canon nicht wirklich gut (Ausnahmen bestätigen die Regel). Lieber ein gutes, lichtstarkes Objektiv mit kleinerem Zoombereich als "Immerdrauf" kaufen und nach und nach noch ein paar Spezialisten (z.B. Festbrennweiten) dazu.
Fazit:
- Anspruchsvolle Hobby-Canonisten ohne Video-Ambitionen werden an der 50D viel Freude haben, zumal das Gehäuse inzwischen deutlich unter 1000 Euro kostet. Mir scheint die 50D den Mehrpreis von derzeit 150-200 Euro gegenüber der 40D voll wert zu sein (habe aber nicht den direkten Vergleich).
- Anfänger, die die Investition nicht scheuen, sollten vor dieser halbprofessionellen Kamera keine Angst haben. Zum Einstieg bietet sie viele Automatikprogramme und schnell verstehbare Hilfen. Der Rest ist Lernen durch Herumspielen (macht Spaß :D ). Das Handbuch von Canon ist auch nicht übel.
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342 von 349 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
50d - gelungenes Upgrade für User von dreistelligen und teils auch zweistelligen Canons, 21. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 50D SLR-Digitalkamera (15 Megapixel, Live-View) Gehäuse (Elektronik)
Ich benutze mehrere Bodys gleichzeitig und einer meiner Bodys musste ausgetauscht werden, was lag also näher als mir die noch recht neue 50d einmal genauer anzusehen und deutlich durchzutesten. Gegenüber den dreistelligen Canon-DSLRs (350d, 400d, 450d) ist der Umstieg natürlich am deutlichsten zu merken aber auch selbst bei einem Umstieg von einer 30d bzw. 40d gibt es einige Punkte, die absolut für diese Kamera sprechen und sich deutlich hervorheben:
Bei einem Umstieg von der dreistelligen Canonklasse werden folgende Vorteile für die 50d verbucht:
- deutlich bessere Haptik / Verarbeitung
- deutlich grösserer und hellerer Sucher
- Verschluß ist für deutlich mehr Auslösungen vorgesehen
- LiveView (350d/400d haben diesen Modus noch gar nicht)
- spitzenmässiger Bildschirm, sehr scharf, ermöglicht verlässlich Bildbeurteilungen, weiter Einsichtwinkel, 3" (400d 2,5", 450d 3" aber schlechter aufgelöst)
- Der Autofokus ist um ganze Klassen besser, schneller und genauer und bietet auf allen Sensoren Kreuzsensoren
- sehr natürliche und sauber abgestufte Farben
- 14 Bit_RAWs (400d kann dies nicht, die 450d bietet dies an)
- starke Auflösungsvorteile, grössere Entwicklungen (oberhalb von 60x40) sind problemlos möglich
- Bedienung ist deutlich angenehmer durch diverse Direkttasten
- bedingt durch die hohe Auflösung bei gleicher Betrachtungssgröße deutliche Vorteile im Rauschverhalten, bei Entwicklungen wird dies nochmals deutlicher, da Rauschen zu einem gewissen Teil während der Entwicklung absorbiert wird vom Ausbelichter
- deutlich höhere Serienbildgeschwindigkeit (6,3 B/Sec)
- bessere Bildqualität
- deutlich mehr Reserven für Crops aus den Bildern
- auf ein Objektiv mit Front- oder Backfocus kann die 50d wie die MKIII den Fokus für das Objetiv personalisiert korrigieren!
Bei einem Umstieg von den zweistelligen Canon-DSLR's sind naturgemäß nicht mehr gar so viele Vorteile vorhanden, aber die, die bleiben haben es in sich:
- deutlich besserer Autofokus, schneller und präziser (30d ist hier deutlich im Hintertreffen, bei der 40d gibt es sich nicht viel)
- bedingt durch die hohe Auflösung bei gleicher Betrachtungssgröße deutliche Vorteile im Rauschverhalten, bei Entwicklungen wird dies nochmals deutlicher, da Rauschen zu einem gewissen Teil während der Entwicklung absorbiert wird vom Ausbelichter
- bessere Möglichkeiten für Ausschnitte aus Bildern dank der hohen Auflösung
- Farben und Farbverläufe wirken deutlich lebendiger und frischer
- starke Auflösungsvorteile, grössere Entwicklungen (oberhalb von 60x40) sind problemlos möglich
- spitzenmässiger Bildschirm, sehr scharf, ermöglicht verlässlich Bildbeurteilungen, weiterer Einsichtwinkel, 3" (30d 2,5", 40d 3" aber schlechter aufgelöst)
- 14-Bit Raws (30d kann dies nicht, die 40d hingegen schon)
Für die Umsteiger von der 30d/20d sei gesagt, daß die älteren Kameras aufgrund ihrer grösseren Pixel in der 100%-Ansicht etwas knackigere Bilder macht, dies relativiert sich durch die hohe Auflösung der 50d allerdings sehr stark und die 50d zeigt auch deutlich mehr Details bei vergleichenden Bildern. Sehr gut gelöst ist in jedem Fall auch die Möglichkeit die Rauschentfernung dementsprechend bei Bedarf weitestgehend auszuschalten und am heimischen PC die richtige Mischung aus Details/Rauschfreiheit herauszufinden. Gegenüber der 40d/30d und den dreisteligen Kameras fällt indes besonnders auf, daß die Farben und deren Verläufe auf der 50d einfach natürlicher und frischer aussehen. Ein Tipp: Nach Möglichkeit sollte man im RAW arbeiten, da man hier am meisten aus den Bildern herausholen kann. Die JPG-Engine ist etwas weicher geraten, wahrscheinlich auch um die Rauschfreiheit zu betonen. Dies ist ein Trick zu dem die meisten Hersteller greifen.
Mein Fazit: Eine wirklich sehr gut ausgestattete Kamera mit einer absolut gelungenen Bildqualität und ausreichend Reserven für großformatige Ausbelichtungen oder Cropreserven. Für Besitzer der 40d kann sich die Investition lohnen wenn einen einige der oben angeführten Punkte an der eigenen Kamera stören. Für alle, die eine ebenfalls sehr gute Bildqualität haben möchten und nicht gar so viel Geld ausgeben möchten ist die 40d nach wie vor ein sehr gutes Angebot und wird auch separat noch eine Zeit erhältlich sein. Sollte man von einer dreistelligen Kamera oder einer Zweistelligen Kamera (30d und vorherige) umsteigen wollen wird man einfach nur fasziniert sein von den neuen Möglichkeiten und den deutlich verbesserten Merkmalen dieser Kamera.
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114 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Top Kamera!, 29. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 50D SLR-Digitalkamera (15 Megapixel, Live-View) Gehäuse (Elektronik)
Ich bin vor 2 Monaten von der EOS 400D auf die 50D umgestiegen. Was einem gleich auffällt, ist die höhere Wertigkeit durch das Magnesium-Gehäuse. Außerdem ist sie etwas größer und liegt, für meinen Geschmack, etwas besser in der Hand. Die Bedienung ist einfach ein Genuß. Durch die beiden Einstellräder (Daumen- und Zeigefingerrad) lassen sich Blende und Verschlußzeit optimal einstellen. Das separate kleine Display zeigt alle Einstellungen der Kamera, so hat man auf den ersten Blick alle Infos. Ebenfalls liebgewonnen habe ich die Knöpfe oberhalb des Infodisplays mit denen man die einzelnen Funktionen schnell auswählen, und mit Daumen- oder Zeigefingerrad einstellen kann. Jeder Knopf ist doppelt belegt wobei die erste Funktion mit dem Zeigefinger- und die zweite mit dem Daumenrad eingestellt wird. Sollte es mal dunkel sein läßt sich die Infodisplay-Beleuchtung einschalten. Besser ist in dieser Situation aber der Schnelleinstellbildschirm, welcher auf dem großen Hauptdisplay angezeigt wird. Hier kann man mit dem Multicontroller eine Funktion auswählen und mit dem Daumenrad einstellen, genial.
Was mich auch überzeugt hat ist der sehr hohe Dynamikbereich. Nach mehreren hundert Fotos kann ich sagen das der Kontrastumfang und die Farbbrillanz echt spitze ist, und kein Vergleich zur 400'er. Ebenfalls erfreulich ist, daß man auch gut mit höheren ISO-Werten arbeiten kann. Wenn man RAW-Dateien mit Canon's DPP entwickelt ist das Rauschen absolut gering und bei manchen Motiven muß man, selbst bei ISO 1600, wirklich danach suchen. Hier müssen andere Software-Hersteller wie z.B. Adobe noch Erfahrungen mit dem neuen RAW-Format sammeln. Das Rauschen ist z.B. mit Lightroom nicht ganz so gut in den Griff zu bekommen, die Fotos können sich aber trotzdem sehen lassen.
Den Live-View Modus habe ich noch nicht erwähnt. Ich brauche ihn eher selten, er kann aber in manchen Situationen sehr hilfreich sein. Beispielsweise über Kopf oder in Bodennähe. Durch ein einblendbares Gitternetz kann man dann auch wunderbar freihand ausrichten.
Fazit: Ich habe den Kauf bis heute nicht bereut und bin nach wie vor begeistert von dieser sehr guten Semipro-DSLR.
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