digitalkamera.de, 15.8.2007
Kurzbeschreibung
Umschlagtext
Es ist wirklich einfach! Lassen Sie sich in die digitale Welt der Canon EOS 30D/20D/10D entführen. Mit seinem reichen Erfahrungsschatz zeigt Ihnen der Autor leicht verständlich und kompetent was in dieser Kamera steckt.
Anhand eigener Aufnahmen führt Sie der begeisterte Tier- und Naturfotograf durch die Menüs der Kamera und gibt wertvolle Anregungen für die nächste Fototour. Dabei kommt auch der DSLR-Einsteiger nicht zu kurz und erfährt detailliert alles Wissenwerte zum Thema Blende, Verschlusszeit & Co. In eigenen Kapiteln führt Sie der Autor praxisgerecht durch die populären Themen Nah- Makro- und Portraitfotografie.
Über den Autor
Auszug aus Canon EOS 30D von Harry P. Wirtz. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Fotos werden mit Licht geschaffen. Die Qualität des Lichtes ist der
wichtigste Faktor für eine Aufnahme. An zweiter Stelle steht die
Inszenierung des Motivs und die damit verbundene Beschränkung der Schärfe
und des Ausschnitts auf das Wesentliche.
Das Geheimnis der besten Fotos ist deshalb sehr einfach: Selektives und
subjektives Sehen – und Fotografieren bei einem Licht, das die
Ausstrahlung des Motivs unterstützt. Herausragende Fotos sind selten
überladen. Sie führen das Auge durch die Bildfläche zum Motiv und setzen
den Betrachter in Erstaunen, berühren ihn emotional. Um dieses Ziel zu
erreichen, ist ein gehöriges Maß an Technik notwendig. Objektive mit
verschiedenen Brennweiten und Lichtstärken geben uns die Möglichkeit, Dinge
anders abzubilden, als unser weites Gesichtsfeld sie uns präsentiert. Das
menschliche Auge hat keine variable Brennweite (Zoom), diese entsteht im
Gehirn. Denn im Gehirn wird aus einer Masse von Menschen und einem Wirrwarr
von Dingen, die wir mit unseren Augen wahrnehmen, das herausgefiltert, was
unser Interesse erweckt.
Dieser Vorgang sollte mit verschiedenen Objektivbrennweiten vom Weitwinkel-
bis zum Teleobjektiv bewusst nachempfunden werden. Wir werden so mit
Fotografien überhäuft, dass wir uns kaum noch die Mühe machen, uns länger
darauf einzulassen. Wer sucht schon noch in einem Bild das heraus, was ihn
interessiert? Wir haben uns längst daran gewöhnt, Bilder mit einer Aussage
und einer Konzentration auf ein bestimmtes Motiv vorgesetzt zu bekommen.
Und doch ist genau das, was den Fotografen vom Knipser unterscheidet, das
Selektive Sehen und Fotografieren. Und noch etwas ist unterschiedlich: die
Verwendung und Beherrschung der Technik. Kreatives Ablichten beginnt erst
mit einer Spiegelreflexkamera (mit Ausnahme einiger Messsucherkameras).
Der Grund dafür ist recht simpel: Erst das manuelle Eingreifen in die
Technik führt häufig zu herausragenden Fotos. Sicher kann ich mit einer
alten Pocketkamera auch überdurchschnittliche Fotos mit einer Aussage
machen, aber dem heutigen Standard kann ich in keiner Weise mehr gerecht
werden.