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Canon 18-200 IS oder Tamron 18-270 VC, 7. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS Objektiv (72 mm Filtergewinde, bildstabilisiert, Original Handelsverpackung) (Elektronik)
Wer ein sog. Reisezoom mit einem 11-fachen Brennweitenbereich kauft, der weiß, dass dieses nicht die gleiche Abbildungsqualität wie normale Zoomobjektive oder gar Festbrennweiten liefern kann. Chromatische Abberation und Verzeichnung sind eben zwangsläufig größer. Dafür erspart ein solches Megazoom den häufigen Objektivwechsel, der nicht nur auf Reisen sehr lästig sein kann. Interessant für mich war daher nur die Frage, welches der derzeit angebotenen Reisezooms das bessere ist? Ich habe daher das "Canon EF-S 18-200mm F/3,5-5,6 IS" und das "Tamron AF18-270mm 3,5/6,3 Di II VC" ausgiebig getestet (Testtafeln und Landschaft) und beide Objektive miteinander verglichen. Das Ergebnis ist - für mich jedenfalls - eindeutig: The winner is Canon! Insbesondere hinsichtlich Schärfe und Kontrast ist dieses über den gesamten Brennweitenbereich besser als das gerade erst lieferbare Tamron. Lediglich bei der Vignettierung schwächelt das Canon im Bereich über 100mm. Diese Randabschattung in den Ecken ist bei Offenblende 5,6 deutlich sichtbar. Bei Abblendung auf 7,1 wird sie merklich geringer. Nur in dieser Disziplin ist das Tamron also besser, obwohl es aber auch im hohen Brennweitenbereich sichtbare Abschattungen zeigt, aber eben geringere. Farbsäume (Chromatische Abberation) treten natürlich wie bei allen Reisezooms im Bildrandbereich auf. Auch beim Canon-Objektiv sind diese erkennbar und durch Abblenden nicht zu reduzieren. Sie treten jedoch nur in waagerechter Richtung auf, während das Tamron sowohl waagerechte, als auch senkrechte Farbsäume erzeugt. Die Verzeichnungen entsprechen denen anderer Megazooms, d. h. bei 18mm stark tonnenförmig, ab 35mm dann leicht kissenförmig. Für Architekturaufnahmen im kurzen Brennweitenbereich ist also möglicherweise ein Objektivwechsel erforderlich oder eine Nachbehandlung mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Fazit: Als Universal- bzw. Reisezoom ist das "Canon EF-S 18-200mm F/3,5-5,6 IS" gut geeignet. Es liefert scharfe und kontrastreiche Bilder über den gesamten Brennweitenbereich. Optimal ist ein Abblenden um ein bis zwei Stufen. Dann verschwindet auch die Vignettierung im Bereich über 100mm, die bei Landschaftsaufnahmen stören könnte. Bei stark gezoomten Personen- oder Tieraufnahmen fällt diese ohnehin nicht auf. Die Fokussierung arbeit zuverlässig, der Bildstabilisator ist eine tolle Sache. Das "Tamron AF18-270mm 3,5/6,3 Di II VC" hat einen höheren Zoombereich und durchaus akzeptable Werte. Es schneidet jedoch bei meinen Tests (an einer Canon 40D) schlechter ab. Und eines kann man auch sagen: Es ist eine Klasse besser, als das "alte" Tamron-Megazoom (ohne Stabilisator), das "AF18-200 4,5/6,3 XR Di II". Aber: Beide Objektive wurden von mir an einer Canon 40D getestet. Nur dafür gilt diese Rezension. Mag sein, dass das Tamron an einer Nikon bessere Ergebnisse liefert. Aktuelle Testberichte scheinen dies zu bestätigen. Doch leider muss zum Tamron 18-270mm noch etwas Negatives erwähnt werden. Den Konstrukteuren ist dabei ein Missgeschick passiert: Hält man das Zoom nach unten - um z. B. ein Objekt in Bodennähe zu fotografieren - so blockiert der Zoomring. Nichts geht mehr, der Zoombereich lässt sich in dieser Position nicht mehr verstellen. Eigentlich ein Unding. Da ist eine Nachbesserung nötig und hoffentlich möglich.
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78 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Solides Mehrzweck-Objektiv mit einigen Schwächen, 18. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS Objektiv (72 mm Filtergewinde, bildstabilisiert, Original Handelsverpackung) (Elektronik)
Ich besitze das Objektiv nun seit Juli 2009 und habe damit schon etliche Bilder aufgenommen. Als Kamera verwende ich die Canon EOS 30D und zur Bearbeitung DXO Optics Pro(die ideale Software zur schnellen Verarbeitung von Bildern, gerade mit Superzoom-Objektiven). Nach eher erfolglosen Versuchen mit ähnlichen Objektiven anderer Hersteller habe ich mich dann doch für das Canon entschieden - denn ich wollte nicht immer das volle Paket mitschleppen(möglichst 2 Kameras, 17-40mm L und 70-300mm IS USM). Das 18-200mm EF-S IS wirkt solide und gut verarbeitet - allerdings hat es wie so viele ähnliche Objektive das "Creeping-Problem" - immerhin hat Canon einen Feststellschalter eingebaut. An einer größeren Kamera wirkt es gut ausbalanciert. Der Autofokus ist präzise, zwar nicht rasend schnell, aber daß es kein USM ist, ist nicht so schlimm - richtiger Ring-USM ist ohnehin das einzig Wahre für Geschwindigkeit, kein "Billig"-USM. Jedenfalls hatte ich bisher keine Bilder, die fehlfokussiert waren. Die Abbildungsleistung ist recht in Ordnung, aber man sollte keine Wunder erwarten. Der Weitwinkelbereich ist halbwegs brauchbar, am äußeren Bildrand sollten aber möglichst keine wichtigen Bild-Teile sein. Im äußeren Telebereich fällt die Leistung auch leicht ab, Abblenden sei empfohlen - dann klappt das schon. So konnte ich auch recht problemlos gute Bilder von Storchen in ihrem Nest machen. Die Verzeichnung hält sich in Grenzen, naturbedingt ist sie eben vorhanden - mit Nachbearbeitung aber kein Thema mehr. Ohnehin ist Nachbearbeitung für anspruchsvolle Fotografen Pflicht - auch was andere Abbildungsfehler wie CAs etc. angeht. Der Stabi arbeitet recht gut und bietet mir auch die Möglichkeit, bei eher schlechtem Licht zu fotografieren. Selbst 1/8 im Weitwinkelbereich ist freihändig noch möglich, wenn man sich anstrengt. Die Farbwiedergabe des Objektives ist recht gut und kann durchaus mit teureren Modellen mithalten. Tendenziell sind die Farben etwas wärmer, aber dennoch neutral. Die Bildanmutung ist anders als die eines L-Objektives - aber nicht unbedingt schlechter. Man sollte beachten, daß das Objektiv nur an Canon-Kameras mit Cropfaktor 1,6 funktioniert - bedingt durch den EF-S-Anschluß. Typisch für Canon: Eine Gegenlichtblende fehlt. Diese muß extra erworben werden. Ich möchte das Objektiv auch gerne mit anderen aus meinem Besitz vergleichen - natürlich ist klar, daß solch ein Superzoom ein Kompromiß ist, aber sicher ist es gut zu wissen, wie weit dieser Kompromiß geht. Das Canon 17-40mm L USM bildet im extremen Weitwinkelbereich klar besser ab, generell ist es über seinen Brennweitenbereich klar überlegen, lediglich bei 40mm kann man ungefähren Gleichstand attestieren. Die Farbwiedergabe des L ist eher kühler, zudem bekommt es einen knallig blauen Himmel etwas satter hin. Über den Autofokus brauche ich nicht reden - hier ist das 17-40mm L mit seinem Ring-USM natürlich spürbar besser. Solange man keine kriegsentscheidenden Motive ablichtet, ist das für die Praxis nicht so bedeutsam. Das 18-55mm EF-S S bildet im Weitwinkelbereich besser ab, bis ca. 35mm ist es klar besser - erst darüber kann das 18-200mm punkten. Dafür hat das 18-200mm eine schönere Farbwiedergabe mit besserem Kontrast. Der Autofokus des 18-55mm ist einen ganz kleinen Faktor besser, aber kaum praxisrelevant. Das 70-300mm IS USM bildet über den gesamten Brennweitenbereich, den das 18-200mm auch abdeckt(also 70-200mm) meistens minimal besser ab, jedenfalls klar und deutlich bei Werten um 200mm, zudem ist die Verzerrung geringer. Bei der Fokus-Geschwindigkeit nehmen sich beide nicht viel, teils ist sogar das 18-200mm etwas flotter und treffsicherer. Bei der Farbwiedergabe ist das 18-200mm im unteren Bereich gleichwertig, am langen Ende etwas besser. Mein Fazit: Wer bereit ist, einen Kompromiß einzugehen, möglichst immer mit RAW aufnimmt und sich nicht vor Nachberarbeitung scheut und kleinere Abbildungsschwächen in Kauf nimmt, dem kann ich das 18-200mm EF-S IS nur empfehlen. Als Mehrzweck-Objektiv erfüllt es seinen Dienst gut. Wenn ich ein universelles Objektiv brauche, nehme ich es - ansonsten je nach Anwendungsbereich eher die anderen. Wenn ich z.B. hauptsächlich Motive im Weitwinkel abbilde, ist mein 17-40mm die bessere Wahl. Jedoch ist das 18-200mm natürlich weitaus flexibler. Von daher eine Empfehlung wert!
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65 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ideales Reiseobjektiv mit ein paar Schwächen, 17. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS Objektiv (72 mm Filtergewinde, bildstabilisiert, Original Handelsverpackung) (Elektronik)
Das Canon EF-S 18-200mm ist ein Super-Zoom Objektiv für Canon Digitalkameras (EF-S Verschluß). Das Objektiv bietet Autofocus (AF) und Bildstabilisierung (IS). Ich verwende das Objektiv mit der EOS 450D. Folgende Eigenschaften kann ich nach 2 Wochen Nutzung feststellen: + kompakt und akzeptables Gewicht, ideal als Reiseobjektiv + hoher Zoombereich (11x) ideal für Natur- und Tieraufnahmen + Zoom-Schärfe ausreichend um die 12MP der EOS 450D scharf auszuleuchten + guter Weitwinkelbereich mit 18mm für Panorama- oder Zimmer-Aufnahmen + Bildstabilisierung ist im Sucher bereits bei Autofocus-Aktivierung erkennbar + IS ermöglicht bis ca. 125ms freihändige Aufnahmen (wenn man ausgeschlafen hat ;-) - Bei schlechten Lichtverhältnissen funktioniert der Autofokus nicht immer - Abschattungen in den Ecken sind beim Zoom deutlich sichtbar (80-200mm) - leichte Abschattungen in den Ecken im Weitwinkelbereich (18-24mm) - Zoom rutscht wenn man die Kamera nach oben oder unten hält - Zoom-Lock ist nur in der Parkposition möglich Für höherwertige Kameras wie EOS 40D/50D ist das Objektiv meiner Meinung nach nicht gut genug (obwohl es mit der EOS 50D als Bundle verkauft wird). Die chromatischen Aberrationen die z.T. in den Tests berichtet wurden konnte ich nicht feststellen. Alles in allem das ideale Universalobjektiv für die EOS 450D mit einigen Schwächen die man für diesen extremen Zoom-Bereich (11x) wohl derzeit akzeptieren muß.
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