Ich bin seit kurzem stolzer Eigentümer des EF 70-200 mm f:2,8 L IS USM und viel muss man zu diesem Gerät ja nicht sagen, Spitzenklasse. Aber so schnell die Freude nach dem Kauf einsetzte wurde mein Enthusiasmus ausgebremst. Das Ding ist sehr, sehr schwer, 1,6 kg.
Dann war ich auf der Suche nach einer Alternative. Da böte sich in erster Linie das EF 70-200 mm f:4,0 L IS USM an. Nur eine wirkliche Alternative war es dann aber auch nicht für mich. Gewichtsreduzierung ja, aber das Volumen war doch wieder an der Grenze und preislich doch wieder recht hoch. Doch ich schielte, zwar ungern, auf ein nicht L Objektiv, doch dann wurde ich auf das EF 70-300mm 4,0-5,6 IS USM aufmerksam. Kurz bei Photozone die theoretischen Testergebnisse verglichen und gleichzeitig die "DO-Version" begutachtet, im Laden draufgeschnallt und schon war sie da, die Alternative! Letztendlich schied das EF 70-300mm 1:4,5-5,6 DO IS USM wegen des Preises aus. Doppelter Preis und für mich irrelevante Vorteile, wie z. B. nicht rotierende Frontlinse. Zu guter letzt hat sie 0,5 Blenden mehr in der Anfangsbrennweite bei 70mm. Dessen ungeachtet ein klasse Zoom!
Dann gleich raus und bei schmuddeligem hamburger Wetter ein paar Fotos gemacht, guter Autofokus, schnelles und leises zooming (bei 300 mm jedoch schon merklich langsamer). Selbstverständlich ist es kein L und irgendwo muss man immer Kompromisse eingehen. Doch Gewicht, Volumen, Qualität der Abbildungsleistung und Mikro USM (leider kein Ring) sind auch für den etwas teueren Fachhändlerpreis sehr gut. Die UD Linse ist hierbei maßgeblich dran beteiligt. Auch die 8 Blendenlamellen (gut für die Form des Bokeh), das Metallbajonett, der 2Mode IS und der Lock waren für mich Gründe es zu kaufen. Negativ aber doch preislich wiedergegeben finde ich, die zwar äußerlich ansprechende Außenhülle, doch ist sie aus Kunststoff und das mal wieder die Streulichtblende zusätzlich dazu gekauft werden muss finde ich persönlich bei diesen Preisen von Canon eine Zumutung. Streulichtblenden sind ein Muss für ambitionierte Fotografie, warum sie das sind erläutere ich in meiner Rezension zur dazugehörigen Streulichtblende.
Die Blenden gehen ca. von 70-89 f:4,0, 90-135 f:4,5, 136-225 f:5,0, 226-300 f:5,6. Kleinste Blende bei 70 mm f:32, bei 300 f:45.
Der zusätzliche Vorteil meiner Alternative ist, dass ich nun den Bereich bis 300 mm abdecke. Gut alles nicht sehr lichtstark. Doch bis ich in dem Bereich Lichtstärke wirklich benötige, habe ich auch das nötige Kleingeld um mir 2,3 bei 300mm zu leisten.
Lange Rede kurzer Sinn, für eine kleine Wanderung von mehreren Kilometer, oder auf Reisen der ideale Begleiter. Und vom Preisleistungsverhaeltnis gegenueber den vergleichbaren Objektive eine kleine Sensation; in den einschlaegigen Fotoforen wird es bei den Nutzern immer beliebter.
Technisch:
Der IS gehört zur 3. Generation, sehr effektiv und hat zwei Modi. Der Modus 1 ist fuer den horizontalen und vertikalen Bewegungsausgleich, der Modus 2 ist fuer Einbeinstative gedacht, da er nur horizontale Bewegungen ausgleicht, das macht ihn noch effektiver,weilr eine Achse ausgespart werden kann! Hat ein Metallbajonett und acht Blendenlamellen. Seine optische Abbildungsqualität entspricht denen der L-Klasse. Verändert die Länge beim zoomen und das Filtergewinde rotiert (sehr eingeschränkter Polfiltereinsatz möglich). Streulichtblende ET-65B und ggf. Lederbeutel LP1222 müssen zusätzlich gekauft werden.
Sie finden viele technische Begriffe in diesem Text, das ist meines Erachtens nach nicht zu vermeiden. Die meisten jedoch lassen sich sehr schnell bei Wikipedia nachschlagen. Sollten sie weitere Fragen haben finden sie mich in der Fotocommunity.
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