Die hilfreichsten Kundenrezensionen
99 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
hätte 6 Sterne verdient, 27. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde) (Elektronik)
Das ist die kleine, leichte, handliche und sehr empfehlenswerte Alternative zum hochgeöffneten (und teureren) 2,8er-Zoom von Canon (oder alternativ von Tamron). Ich nehme ihn gerne mit, wenn ich Flexibilität in den Telebereich hinein will ohne eine allzu schwere Ausrüstung dabei zu haben. Außerdem gehört dieser Zoom zu den zuverlässigsten Präzisionsarbeitern in meiner Objektivsammlung. Er zeigt in der Praxis keine Schwächen (und hier schreibt ein Festbrennweitenfreak!): schon bei Offenblende sehr scharf bei allen Brennweiten, Abblenden bringt noch einen Tick mehr Schärfe. Farbsäume (chromatische Aberration) und Vignettierung sind praktisch kein Thema, zumindest nicht an Kameras mit kleinerem APS-C-Sensor wie meinen EOS 50D/ 450D. Der Zoom bringt schöne vibrierende Farben, die 8-Lamellen-Blende produziert ein malerisch harmonisches Bokeh (Hintergrundunschärfe). Er ist eben ein echtes L-Objektiv.
Weitere Pluspunkte sind der enorm schnelle Ultraschallfokus, der etwa an der extrem schnellen, aber nicht immer unkritischen 50D sehr zuverlässig präzise arbeitet (an der 50D nur zentrales Autofokusfeld aktivieren, wenn's um Action geht!). Die optische Bildstabilisierung der neueren Generation ist enorm effizent: Sie bringt laut Canon bis zu vier (!!) Blendenstufen - auf jeden Fall sind in der Praxis bei unbewegten Objekten erstaunlich lange Belichtungszeiten aus der Hand drin. Falls Blitzen erlaubt ist, lässt der Zoom sich übrigens auch ganz gut in Innenräumen einsetzen - es muss dann kein 2,8er sein.
Super ist auch die geringe Nahgrenze von nur 1,2 m, die mit einer maximal 0,21-fache Bildvergrößerung schon gutes Makropotenzial bietet und den Zoom damit zu einem vielseitigen Allrounder macht.
Die Bedienung ist pures Vergnügen: die Mechanik ist sehr präzise und leichtgängig (der Zoomring schon fast zu leichtgängig), der Ultraschallantrieb erlaubt jederzeit vollen manuellen Eingriff, Haptik und Verarbeitung sind perfekt. Nur die schwarze, ziemlich plastikhafte Streulichtblende fällt optisch etwas ab. Vier Schalter haben folgende Funktionen: Umschaltung der Nahgrenze von einem Nahbereich ab 1,2 m auf einen Fernbereich ab 3 m für den jeweils optimalen Autofokus (AF)-Betrieb, Abschalten des AF, Abschalten des Stabis, Umschalten des Stabis zwischen einem Normalmodus und einem für schnelle Mitzieher (Sport, vorbeifliegende Vögel).
Einziger Kritikpunkt: Offenbar kalkuliert Canon den Preis so knapp, dass keine Stativschelle im Lieferumfang dabei ist, außerdem dürfte das mitgelieferte Säckchen in Wildlederanmutung das Objektiv wohl kaum schützen. Bei anderen L-Objektiven ist Canon da großzügiger. Als Stativschelle empfehle ich die günstige und gute Alternative von Delamax Metall-Stativschelle für Canon EF 70-200 f4 L (IS) USM, 300mm f4 L USM, 400 f5,6 L USM für Objektive mit Mount Ring A (W) - weiß, denn die originale Canon-Schelle kostet das Vierfache.
Stärken:
+ verblüffend leicht, kompakt und handlich
+ ideal für zierlich Frauenhände, trotzdem nicht zu klein für Männerhände
+ schon bei Anfangsblende sehr scharf
+ in der Praxis keine auffallenden optischen Schwächen wie zoomtypische Schärfeeinbrüche bei bestimmten Brennweiten, Verzerrungen, Farbsäume oder Vignettierung (zumindest an APS-Kameras)
+ schneller, präziser und lautloser Ultraschall-Autofokus
+ super Stabi, bringt bis 4 Blendenstufen
+ Anfangsblende von 4 für viele Situationen ausreichend
+ schönes Bokeh dank 8-Lamellen-Blende
+ Bedienung des Zoom- und manuellen Scharfstellrings leicht, präzise und feinfühlig
+ Verarbeitung L-Profi-Klasse, ideal für rauen Einsatz
+ wetterfest
+ echte Wertanlage für langen Einsatz
+ super Preis-Leistungs-Verhältnis.
Schwächen (mühsam zusammengekratzt):
- Anfangsblende 4 ist eben nicht Anfangsblende 2,8
- mitgelieferte Streulichtblende sähe in weiß statt schwarz (außen) edler aus
- 67 mm Filterdurchmesser etwas exotisch, man muss ggf. den Kauf neuer Filter einrechnen
- keine Stativschelle im Lieferumfang, untaugliches Packsäckchen.
Fazit: super Alternative zum größeren, schwereren und teureren 2,8er-Zoom in der 70-200 mm-Klasse. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die mit der geringeren Lichtstärke leben können. Ich würde diesem Zoom auch 6 Sterne geben, wenn das möglich wäre.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Objektiv, 30. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde) (Elektronik)
Kamera: EOS 550D. Objektive: EF-S 18-55 IS, EF-S 10-22 USM, EF 50 1,8II
Nun zum Canon EF 70-200mm 4L IS:
Haptik und Qualität (5 Sterne):
1a! Hochwertiger Metallgrundkörper, stabile feste Schalter und eine durchgängig präzise und saubere Verarbeitung. Die Zoomverstellung leicht gedämpft (nicht zu leicht / schwer) und auch sonst gibt es nichts zu beanstanden. Sehr gut, durch und durch.
Optische Leistung (5 Sterne):
Natürliche Farben, gute Kontraste und viele Feinheiten werden abgebildet. Sehr schön bei Landschaftsaufnahmen ist die Ebenenstaffelung, d. h. Vordergrund schön farbig, in der Mitte leicht blaugrau dunstig, und in der Ferne ein nochmals verstärkter dunstiger Effekt. Das ergibt eine schöne Tiefe bzw. plastische Darstellung. Überhaupt, die Bilder wirken sehr harmonisch, aufgeräumt bzw. in der Tiefe geordnet. Sehr gut, gefällt mir.
Autofokus (5 Sterne):
Der AF ist sehr leise, super schnell und vor allem treffsicher. Der AF-MF-Umschalter liegt ergonomisch griffgünstig für den linken Daumen, so dass man nicht vom Sucher muss.
Schärfe und IS (5 Sterne):
Ganz ehrlich, es ist gar nicht so einfach das Objektiv (insbesondere bei den langen Brennweiten) ruhig zu halten. Der IS hilft, das Bild "klebt" dann richtig fest, und man kann auslösen. Dennoch, ich hatte sehr viele minimal verwackelte Bilder (sieht man in der Vergrößerung gut). Es hat einige Zeit und Übung benötigt, um die Quote zu verbessern. Inzwischen bekomme ich aber einen Eindruck von der machbaren Schärfe und die ist mit Verlaub der Hammer. Aus großer Entfernung fotografiert und dann alle Details gestochen scharf ist schon beeindruckend.
Bokeh (5 Sterne):
Das Bokeh ist für mein Empfinden sehr souverän und schön, weich und gleichmäßig. Das EF 50 1,8 II ist dagegen oft etwas zerhackter und unruhiger.
Preis / Leistung (4,5 Sterne):
Der Preis geht für die gebotene Leistung in Ordnung. Ein hoher Werterhalt über Jahre kommt noch hinzu. Wünschenswert wäre eine Objektivtasche und Stativschelle wie beim 2,8er.
Fazit:
Top! Hervorragend verarbeitet, für die Ewigkeit gebaut. Der ultraschnelle und genaue AF sowie der Bildstabilisator (IS) sind präzise Helfer. Mit etwas Übung (od. einem Stativ) gibt es dann exzellent scharfe Abbildungen mit natürlichen Farben.
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69 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leicht genug, dass man es nicht zu Hause lässt., 1. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde) (Elektronik)
Dieses Objektiv verwende ich immer, wenn ich Flexibilität brauche. Tendenziell bin ich in den Telebrennweiten zu Hause. Für mein visuelles Empfinden sind 100mm Normalbrennweite. Üblicherweise verwende ich deshalb das EF 2,0 100mm oder das TSE 2,8 90mm (ein Traum) und üblicherweise bei Offenblende. Deshalb habe ich mir lange überlegt, den "großen Bruder" zu nehmen (eine Blende mehr Freistellen).
Nun, 700¤ Unterschied sind ein Wort und 700 Gramm Unterschied sind auch ein Wort. Eine Optik, die ich aus Gewichtsgründen nicht einpacke - tja, mit der kann ich keine Fotos machen.
Das Objektiv ist von allen Zeitschriften und allen wichtigen Internetseiten getestet worden. Was soll ich da noch sagen?
Bei mir wird es an einer 5D verwendet. Es ist faktisch verzeichnungsfrei. Bei Offenblende ist ab 140mm eine leichte Vignetierung zu erkennen - aber nix, was mit Lightroom oder Aperture oder Photoshop nicht ganz leicht zu korigieren wäre. Die Auflösung empfinde ich als gut, für ein Zoom als sehr gut (der Abstand zum EF 2,8/ 200 ist deutlich geringer als beim Vorgänger ohne IS).
Es ist mein erstes Objektiv mit IS. Was soll ich sagen: Geil! Tschuldigung, soll bedeuten: Funktioniert ganz ausgezeichnet.
Wer das 2,8er braucht, um an den 1D und 1Ds die aussermittigen Kreuzsensoren zu nutzen (funktionieren nur bis Blende 2,8 als Kreuzsensor), der sollte das 2,8er nehmen.
Sonst gibt es für mich keinen Grund, den großen Bruder zu nehmen. Nach meiner Einschätzung ist eine Blende beim Freistellen noch zu verschmerzen (ok, es ist sichtbar). Die 700 Gramm Unterschied sind nach spätestens 15 Minuten zu spüren und die 700¤ kann man schon in ein schönes Fotowochenende investieren oder in ein Ausgleichsgeschenk für den Partner.
Das Modell ohne IS habe ich nach 5 Jahren hergegeben. Dieses gebe ich erst her, wenn es einen noch beseren Nachfolger gibt. Wenn ich nur leichtes Fotogepäck mitnehme, ist genau dieses Objektiv an der Kamera.
Ich würde es jederzeit wieder kaufen.
Allzeit gut Licht!
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