Das kleine 28mm Objektiv ist ein Klassiker, was die Brennweite angeht, keine Frage. Bei 28mm fängt Landschaftsfotografie an, interessant zu werden. Canon hat mit dem 2,8/28mm auch technologisch einen Klassiker im Programm, das ist nichts aufsehenerregend Neues, was man hier in der Hand hat, aber das ist auch gut so, denn warum soll man Gutes verschlimmbessern, indem man z. B. die Lichtstärke erhöht, was bei WW-Objektiven ohnehin ein neumodischer Unsinn ist. Gottseidank gibt es also das 28er in der moderaten Lichtstärke 2,8, was dafür sorgt, dass viele Probleme außen vor bleiben und auch den Preis in moderaten Bereichen hält.
Die Abbildungsleistung ist sehr gut, abblenden ist aber auch hier ein gutes Mittel, die üblichen Fehler eines WW-Objektives abzumildern, als da wären: Vignettierung und Schärfe/Kontrast.
Für das Geld kriegt man kein besseres Objektiv, schade nur, dass die Brennweite im zeitalter der Crop-Kameras relativ uninteressant geworden ist, andererseits lässt sie sich nun auch als Standardbrennweite nutzen, denn an den üblichen Consumer-DSLRs entprechen die 28mm ja einem Seheindruck von ca. 45mm, wobei der Bildwinkel gleich bleibt.
Insegsamt eine klare Empfehlung für dieses kleine Juwel.