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Kleiner Objektiv-Vergleich für Crop-DSLR (28, 35 oder 50 mm?), 13. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 28mm/1:2,8 Objektiv (52 mm Filtergewinde) (Elektronik)
Wer ambitioniert fotografieren will, steht irgendwann sicherlich auch vor dem Kauf einer Standard-Festbrennweite. Noch immer machen Festbrennweiten die schärfsten Bilder (für weniger Geld als ausgefeilte Zooms) und fordern zugleich nicht unwesentlich (durch die Beschränkung auf eine einzige Brennweite) die Kreativität bei der Bildgestaltung. Auch ich stand schließlich vor der Qual der Wahl und habe die 3 naheliegendsten (und preisgünstigsten) Canon Objektive getestet: Das Canon 28mm f/2.8, 35mm f/2 und 50mm f/1.8 II.
In der analogen Fotografie sind 50mm der typische Standardbereich der Fotografie, hier stellt sich der dem menschlichen Auge am ehesten entsprechende Bildausschnitt ein. Und gleich vorneweg lässt sich hier auch sagen, dass das 50 f/1.8 das mit Abstand schärfste aller 3 Objektive ist. Auch Kontrast und Farbe sind hier am besten. Und schließlich ist auch die Verarbeitung nicht ganz so schlecht wie man immer hört, allerdings ist der Fokusring eine Katastrophe! Doch noch etwas spricht gegen das 50 f/1.8: An einer modernen Crop-DSLR wie einer 500D oder 50D entsprechen 50mm durch den kleinen Sensor einem Bildausschnitt von 80mm. Das ist schon eher der Tele-Bereich und beschränkt den Einsatz des 50mm Objektivs zwangsläufig auf Portraits oder eng begrenzte Landschaftsaufnahmen. Wer mit seiner DSLR nur Letzteres fotografieren will, der möge jetzt direkt zum 50 f/1.8 Objektiv gehen und hier aufhören zu lesen. Wer näher an die klassische Fotografie heran will, dem stellt sich eher die Wahl zwischen 28 oder 35mm Objektiv. (Dank des extrem günstigen Preises kann man das 50mm allerdings trotzdem zusätzlich anschaffen - ich konnte auch nicht widerstehen.)
28mm entsprechen 45mm Bildauschnitt, 35mm entsprechen 56mm. Beides entspricht eher dem klassischen Fotografie-Standard. Beide Objektive sind von außen baugleich und gleich verarbeitet - bei beiden passt auch die selbe Gegenlichtblende. Lediglich das Glas-Innenleben ist anders. Bei beiden ist der Fokusring etwas "knirschig", aber durchaus annehmbar. Der Autofokus findet bei beiden schnell und gut sein Ziel, ist allerdings überraschend laut (wirklich laut) dabei. Prinzipiell nehmen sich beide Objektive aber von außen und der Verarbeitung nichts. Beide wirken stabiler als das 50mm f/1.8 und haben ein Metallbajonett. Die Bildqualität ist schließlich verschieden: Das 28mm f/2.8 überrascht bei Offenblende zuerst mit knackiger Schärfe. Das 35mm bleibt hier deutlich zurück. Bbenso überraschend lässt die Schärfe des 28mm mit kleinerer Blende nach, um bei ca. f/4 wieder anzusteigen. Das 35mm erreicht erst hier seine maximale Leistung. Bei f/4 und kleiner hat das 35mm durchgehend dann etwas die Nase vorn in Schärfe und Farbe. Aber das 28mm liegt die ganze Zeit dicht dahinter. Beide sind sichtbar nicht so scharf oder kontrastreich wie etwa das 50mm f/1.8, aber immer noch besser oder genauso gut wie jedes Zoomobjektiv in der dreistelligen Preisklasse. Das 35mm Objektiv verzerrt praktisch überhaupt nicht, das 28mm Objektiv dagegen minimal an den Bildrändern, in der Praxis fällt dies jedoch praktisch nicht auf und dürfte kaum relevant werden.
Am Ende muss das Duell der Bildausschnitt, Verwendungszweck und vielleicht auch der Preis entscheiden. Das 35mm ist fast schon wieder etwas zu "nah" für manche Motive (wenn z.b. viele Menschen aufs Bild sollen), hier punktet das 28mm mit deutlich mehr Bildfläche. Dazu ist das 28mm prädestiniert für low-light Einsätze - seine maximale Schärfe erreicht es direkt mit Offenblende von f/2.8! Für ähnliche Schärfe muss man das 35mm auf mindestens f/4 abblenden. Auch preislich ist es schließlich gut 1/3 günstiger als das 35mm bei gleicher Verarbeitung. Wer also mit wenig Licht, in Innenräumen oder Menschenansammlungen fotografiert, der kann und soll bedenkenlos zum 28mm f/2.8 greifen. Wer jedoch auf wirklich maximale Schärfe wert legt (vom 50mm f/1.8 abgesehen) und mit einem etwas kleineren Bildausschnitt leben kann, der sollte zum 35mm greifen. Bei kleineren Blenden sind die Bilder hier überzeugender. Ihr Geld sind alle 3 Objektive allemal wert, bessere Bilder wird man in dieser Preisklasse sonst nirgends bekommen.
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77 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Klassiker!, 25. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 28mm/1:2,8 Objektiv (52 mm Filtergewinde) (Elektronik)
Das kleine 28mm Objektiv ist ein Klassiker, was die Brennweite angeht, keine Frage. Bei 28mm fängt Landschaftsfotografie an, interessant zu werden. Canon hat mit dem 2,8/28mm auch technologisch einen Klassiker im Programm, das ist nichts aufsehenerregend Neues, was man hier in der Hand hat, aber das ist auch gut so, denn warum soll man Gutes verschlimmbessern, indem man z. B. die Lichtstärke erhöht, was bei WW-Objektiven ohnehin ein neumodischer Unsinn ist. Gottseidank gibt es also das 28er in der moderaten Lichtstärke 2,8, was dafür sorgt, dass viele Probleme außen vor bleiben und auch den Preis in moderaten Bereichen hält.
Die Abbildungsleistung ist sehr gut, abblenden ist aber auch hier ein gutes Mittel, die üblichen Fehler eines WW-Objektives abzumildern, als da wären: Vignettierung und Schärfe/Kontrast.
Für das Geld kriegt man kein besseres Objektiv, schade nur, dass die Brennweite im zeitalter der Crop-Kameras relativ uninteressant geworden ist, andererseits lässt sie sich nun auch als Standardbrennweite nutzen, denn an den üblichen Consumer-DSLRs entprechen die 28mm ja einem Seheindruck von ca. 45mm, wobei der Bildwinkel gleich bleibt.
Insegsamt eine klare Empfehlung für dieses kleine Juwel.
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Es lebe die Festbrennweite, 1. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 28mm/1:2,8 Objektiv (52 mm Filtergewinde) (Elektronik)
Da ich mir jetzt den Sprung von meiner EOS 450er auf die 550er gegönnt habe, wollte ich neben dem vorhandenen 50mm 1:1,8 nochmal eine Festbrennweite dazukaufen. Grund dieser Entscheidung war, dass es gegenüber einem Zoom, egal welcher Brennweite einfach eine enorme Gewichtsersparung und auch optische Qualitätsunterschiede gibt, ich schließe mich dem ersten Artikel hier völlig an.
Ich fotografiere unglaublich gerne mit dem 50mm, es ist leicht, sehr kurz und das ewige hin und herdrehen am zoomring enfällt auch, man wird kreativer und fokussiert sich eher auf die bildaufteilung.
Dennoch ist es eher ein Portraitobjektiv und man bekommt Menschen nicht so abgebildet dass ein Gesamteindruck mit dem Hintergrund ensteht.
Ich bin seit ich das 50mm habe enfach begeistert von diesem Leichtgewicht und kann es in Punkto Optik und den oben genannten Vorteile einfach nur empfehlen.
Ich habe mich jetzt für das 28mm entschieden weil im Gegenzug das 35mm das ähnliche Abmessungen und Gewicht hat, jedoch der Bildausschnitt umgerechnet auf den kleinen Sensor der 550er doch etwas wieder im telebereich liegt.
Zudem kommt , das das 28er einfach schon bei Blende 2.8 seine volle Schärfe entwickelt und das will man ja haben bei solch einem Lichtstarcken Zwerg....
Ich habe nun schon eine Woche die beiden in Gebrauch und getestet, ich kann es nur empfehlen, zumal man sich bei dem kleinen Preis auch noch später ein weiteres zulegen kann.
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