An meiner Canon EOS 40D nutzte ich zuerst 6 Monate lang das EF-S 17-55mm/2.8, seines Zeichens auch nicht gerade ein Billigteil und bekannt für gute Bildqualität. Da ich mittelfristig voraussichtlich auf eine Vollformatkamera umsteigen werde, ersetzte ich dieses Objektiv durch das EF 24-70mm/2.8 L.
Inzwischen besitze ich das Objektiv rund 10 Wochen und habe in dieser Zeit ca. 500 Bilder damit "geschossen" - und ich bin schlichtweg begeistert. Von der hochwertigen Haptik einmal abgesehen (die man für den hohen Preis auch erwarten kann) sind die Bildresultate auf ganzer Linie überzeugend. Details werden bis in die Randbereiche hervorragend aufgelöst, und die Farbtreue ist sehr gut. Die Blende 2.8 ist als Arbeitsblende voll nutzbar. Im Weitwinkelbereich gibt es die üblichen Verzeichnungen, aber diese halten sich in Grenzen und sind mit einschlägigen Programmen zu korrigieren.
Gibt es auch Nachteile? Aus meiner Sicht keine, die mich den Kauf bereuen lassen. Mit fast 1 kg Gewicht ist das Objektiv nicht gerade leicht. Aber lieber schleppe ich 300 Gramm mehr und habe dafür ein solides Objektiv. Eine besondere Gegenlicht- oder Streulichtempfindlichkeit konnte ich bisher nicht erkennen. Im Weitwinkelbereich würde ich mir auf meiner 40D etwas größere "Reserven" wünschen (durch den Cropfaktor habe ich "nur" 38 mm nach Kleinbildmaßstäben), aber im letzten Urlaub habe ich die 17 mm (27 mm KB) des Vorgängers - trotz etlicher Landschaftsaufnahmen - nicht wirklich vermisst. Bei einer VF-Kamera gibt es hier keine nennenswerten Einbußen im WW-Bereich, dafür gibt es dann Einschränkungen am "langen" Ende.
Fazit: Den hohen Kaufpreis des EF 24-70/2.8 L habe ich bisher nicht bereut, ganz im Gegenteil. Ich würde das Objektiv wieder kaufen.
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Nachtrag vom 25.02.2009:
Inzwischen besitze ich die Canon EOS 5D Mark II, und das Objektiv macht an dieser Kamera mindestens so viel Spaß wie zuvor an der 40D. Der Sensor fordert eine hohe Auflösung, die das Objektiv auch bieten kann! Das Objektiv bleibt randscharf, obwohl im so genannten Vollformat nun der gesamte Bildkreis genutzt wird (während APS-C-Kameras nur einen mittleren Ausschnitt wählen). Klasse. Im Vollformat habe ich nun ein "richtiges" Weitwinkelobjektiv mit hoher Auflösung, und die anderen Brennweiten bleiben qualitativ nicht dahinter zurück, auch bei offener Blende. Gehäuse und Objektiv sind ein sehr gutes Gespann.