Ich besitze dieses Objektiv nun seit fast 4 Monaten, ohne überhaupt zu wissen, dass es genau das ist, wonach ich schon immer gesucht habe! Eigentlich habe ich mir die Linse damals gebraucht gekauft, weil ich ein Objektiv für den anstehenden Österreich-Urlaub brauchte und dieses gerade wirklich preiswert zu haben war. Geplant war auch, dass ich es dannach wieder weiterverkaufe - aber nichts da!
Innerhalb kürzester Zeit habe ich mich in diese Optik verliebt, das gebe ich auch gerne zu und möchte nun mal kurz schildern warum das so ist.
Meine damalige Kamera war eine 500D von Canon, also das Crop-Format. Mein "Objektivpark" bestand aus dem Sigma 10-20, dem Tamron 17-50, dem EF 60 2.8 und einem 70-200 f4. Eigentlich war ich super aufgestellt und für praktisch jede Lage gut gerüstet. Hauptsächlich fotografiere ich Landschaften und Architektur, des öfteren ist auch ein Makro dabei, hier und da ein Portrait. Ich bin selbst kein Profi-Fotograf.
Das Objektiv am Crop-Format - "untenrum" zu lang?
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Als ich das 24-105 das erste mal an der 500D hatte, viel mir gleich eine Sache am meisten auf. Wenn man wie ich bevorzugt Landschaften fotografiert, werden die 24mm am Crop-Sensor teilweise ziemlich schnell "zu lang". Das war mir natürlich schon vorher bewusst, aber dennoch erwies sich die Brennweite als gewöhnungsbedürftig, hier und da hätte ich gerne mehr Weitwinkel gehabt. In den meisten Foren liest man immer "24mm am Crop... für Landschaft?!? NEIN!!"... aber nach gut 4 Monaten mit 24mm möchte ich mal ganz klar "JA!" sagen.
Der Weitwinkel-Wahn, wie ich ihn mal nenne ist auch so eine Eigenheit in der Fotografie. Möglichst nur noch 10mm! Der Wow-Effekt!.. zugegeben - ich war auch so! Die Wirkung ist am Anfang echt ziemlich Krass, wenn man di ersten paar Male durch den Sucher schaut. Für mich hat sich aber schnell erwiesen, dass 1.) Ultra-WW auch "nur" eine Brennweite ist und man 2.) wissen muss, wie man damit umgeht. Wenn ich mir heute meine Fotos anschaue, die mit einem UWW gemacht wurden empfinde ich die meisten als schlicht und ergreifend: langweilig.
Man bekommt viel drauf, na klar. Aber dadurch gehen auch Detais verloren, das Bild wirkt sehr schnell überladen, vollgestopft. Oft gibt es keinen Anhaltspunkt mehr, zu viel unerwünschtes ist im Bild enthalten, eventuell sogar hervorgehoben. Versteht mich nicht falsch, man kann mit UWW wirklich sehr schöne Fotos zaubern,... man kann!
Die 24mm betrachte ich mitlerweile viel mehr als Herausforderung, nicht mehr als Einschränkung. Man wird "gezwungen" viel ausdrucksstärkere Bildausschnitte zu suchen. Gerade in letzter Zeit habe ich festgestellt, dass man teilweise erst am 35mm aufwärts anfängt, eine Szene wirklich einzufangen! Nach dem Motto: "Weniger ist manchmal mehr!" sind für mich PERSÖNLICH die 24mm am Crop also überhaupt kein Problem. Das muss im Endeffekt natürlich trotzdem jeder für sich entscheiden, ich hoffe trotzdem, dass ich dahingehend einige Leute hab überzeugen können :-).
Mitlerweile habe ich es übrigens an meiner 7D und bin vollstens Zufrieden - auch nachdem ich es an der 5D Mark II getestet habe ;-)!
Blende 4 oder 2.8? Beziehungsweise: 24-105 oder doch 24-70?!
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Wie viele andere auch habe ich mir natürlich die selbe Frage gestellt. Endlose Diskussionen dazu gibts in ALLEN Fotoforen.
Kurz un prägnant: Ich habe mich für das 24-105 entschieden, da Landschaften sowieso ab Blende 8 aufwärts anfangen... und mir da wieder der IS in die Hände spielt, was "aus der Hand" fotografieren angeht!
Positiver Nebeneffekt: Die Freistellung (inkl. wundervollem Bokeh!) ab 70mm aufwärts ist bei Blende 4 ebenfalls nicht zu verachten, am Kleinbild-Format sowieso nicht ;-)
Handhabung
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Wer schonmal ein "L" in der Hand gehabt hat, der wird hier auf einen sehr guten Freund stoßen. Das 24-105 ist sehr solide verarbeitet. Es liegt auf Grund seiner Größe und dem Eigengewicht sehr gut in der Hand. Bei kleineren und leichteren Objektiven, hatte ich früher oft das Gefühl, dass ich sehr schnell "verziehe" und eher wackle als bei diesem hier!
Der Zoomring dreht sich mit sehr angenehmen Widerstand, wodurch man sehr präzise und gleichmäßige Änderungen der Brennweite vornehmen kann. Angenehmer Widerstand ist in dem Fall nicht zu verwechseln mit schwerfällig oder gar "klemmt."! Das selbe gilt natürlich auch für die Scharfstellung, in die man - wie für L-Objektive mit Ring-USM üblich - auch während dem Autofokus eingreifen kann.
Die Verarbeitung bekommt von mir also die höchstmögliche Punktzahl, bin absolut zufrieden!
Schärfe und Autofokus
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Da gibt es nicht viel zu sagen. Ich hatte bisher 2 Modelle des 24-105, ein neues und ein gebrauchtes. Beide waren auch bei 100% Crops (am Crop) noch "sau-scharf"! Da ich persönlich keine Poster drucke, maximal A4, kann ich erst recht nicht meckern. Auch hier folgt das Objektiv ganz dem "L-Mythos" der Schärfe.
Der Autofokus ist dank Ring-USM rasend schnell und praktisch geräuschlos. Nie wieder ohne USM!
Farben und Objektivfehler
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Die Farbwiedergabe ist meiner Meinung nach naturgetreu, ich konnte bisher keine Abweichungen festellen, die nicht mit der Person hiner der Kamera zutun gehabt hätten ;-)
Chromatische Abberationen? Ich suche sie immernoch. Selbst wenn sie auftreten sollten, sind sie wohl immernoch so gering, dass es auch die Standard-Kamerasoftware ohne Probleme herausgerechnet bekommt!
Fazit
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Persönlich ist das 24-105 mein allerliebstes immerdrauf, der Brennweitenbereich ist genau richtig, auch am Crop! Die Verarbeitungsqualität ist klasse und die Abbildungsleistung bemerkenswert. Ich würde es immer wieder kaufen!
Für alle Unentschlossenen: Holt es euch doch ersmtal gebraucht, testet es und dann könnt ihr immernoch entscheiden! Falls euch dann doch irgendwann mal die wahnwitzige Idee kommen sollte, auf Kleinbildformat umsteigen zu wollen müsst ihr darüber hinaus das Objektiv auch nicht wechseln.. EF-Bajonett! Meiner Meinung nach kann man wirklich bedenkenlos zugreifen ohne auch nur ein einziges mal enttäuscht zu werden, danke, Canon! :-)