Ich nutze das Gehäuse für Aufnahmen unter Wasser in einer Tiefe bis ca. 30m. Schon bei geringen Tiefen nimmt die Farbintensität ab, sodass eine zusätzliche Lichtquelle unerlässlich ist, um die Farbenpracht unter Wasser adäquat einzufangen. Die G10 bietet zum Ausgleich einen U/W-Modus und einen eingebauten Blitz.
Bauartbedingt wurde das Gehäuse für die G10 um einen Aufsatz für das Objektiv erweitert. Dies hat zur Folge, dass auch die Streuscheibe weiter vorne (am Objektivrand) platziert werden musste. Leider wird die Streuscheibe jedoch nur noch mit einem dünnen Kabel am Gehäuse befestigt und dann mittels zweier Nasen auf den Objektivrand gesteckt. Dies führt in der Tauchpraxis dazu, dass die Streuscheibe immer wieder vom Gehäuse abrutscht. (zB beim Ein/Ausstieg)
Mir ist die Streuscheibe so beim Ausstieg an der Trittleiter hängen geblieben und in zwei Teile zerrissen. Eine Ersatzscheibe kostet beim von Canon authorisierten Fachhändler (ganze zwei in Deutschland) zwischen 16 und 20 Euro netto.
Frühere Gehäuse hatten eine massivere Halterung für die Streuscheibe. Offenbar hat Canon sich dazu entschlossen, hierauf genauso zu verzichten, wie auf ein integriertes Bleistück (nur als Zubehör erhältlich). Denn das Gehäuse hat einen leichten Auftrieb. Bei älteren Gehäuse war das Blei bereits im Gehäuse integriert und so bot das Gehäuse einen neutralen Auftrieb (Das Gehäuse schwebte an gleichbleibender Position im Wasser).
Ansonsten ist die Bedienung des Gehäuses handelsüblich: Alle Knöpfe an der Kamera haben eine entsprechende Bedienung am Gehäuse. Der Druckpunkt ist ob der veränderten Technik an der Kamera unter Wasser leichter zu handhaben.
Dennoch: Aus meiner Sicht ist dieses Gehäuse konzeptionell ein Schritt in die falsche Richtung und eine klare Fehlkonstruktion...