Meines Erachtens ist der Konvertereinsatz bei schmalem Budget der Hauptgrund für den Kauf dieses Objektivs. Ein günstigeres Tele, das konvertertauglich ist, gibts von Canon nicht. Das Objektiv arbeitet mit 1,4 oder 1,5-Konvertern (bei mir Kenko) astrein zusammen, die Bildqualität ist auch bei gehobeneren Ansprüchen mit etwas softwareseitigem Nachschärfen bei Teleaufnahmen noch akzeptabel.
Makrofotografie mit Nahlinsen sind allerdings bei dieser Linse kaum drin, wenn man auch noch den Autofocus benutzen will. Dieser ist dabei regelmäßig überfordert. Hier besser ein Stativ und manuelle Fokussierung wählen.
Das Preis-/Leistungsverhältnis ist für mich insgesamt bei diesem Metallbajonett-Objektiv ausgezeichnet. Bisher haben mich das Fehlen von USM und Bildstabilisator nicht wesentlich gestört, dafür punktet das Objektiv mit dem vergleichsweise geringen Gewicht und guter Handlichkeit. Es lässt sich auch mal bequem in der Tasche verstauen.
Wer keinen Konverter benötigt, sollte zum 55-250 EF-S greifen (mein persönliches Lieblingstele von Canon). Das liefert für ein paar Euro mehr die deutlich bessere Bildqualität und größere Schärfe im Telebereich inklusive Stabi, für deutlich mehr Geld gibt's mit dem 70-300 USM eine vergleichbare Brennweite mit Bildstabilisator und ebenfalls deutlich besserer Teleschärfe, aber auch deutlich mehr Gewicht und Sperrigkeit.
Profis greifen eh zum 70-200, aber das ist dann nochmel ne andere Preisklasse.