202 von 204 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einsteigerkamera mit professionellem Charakter, 14. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 400D SLR-Digitalkamera (10 Megapixel) nur Gehäuse (Elektronik)
+ + + Jetzt mit Nachtrag vom August 2008 am Ende des Artikels! + + +
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Ich möchte hier keine technischen Details erläutern, sondern meinen Eindruck über die EOS 400D, die ich seit April 2007 besitze, kurz darstellen.
Ich fotografiere schon etliche Jahre und habe mir vor einigen Monaten die EOS 400D zugelegt.
Ich muss dazu sagen, ich bin sehr kritisch, was Qualität und insbesondere die Schärfe angeht.
Aus diesem Grund habe ich auf das Kitobjektiv verzichtet und mir eine 50mm f/1.8 Festbrennweite für die ersten Versuche zugelegt. Es folgten später ein Weitwinkel und ein Teleobjektiv.
Sicherlich haben Sie bereits negative Berichte über mangelnde Belichtungen, fehlende Schärfe oder andere Qualitätsmerkmale, die im Automatikmodus entstehen, gelesen.
Mit meiner vorherigen digitalen Kompaktkamera habe ich bereits immer nur im RAW Modus fotografiert.
Das gilt für eine digitale Spiegelreflexkamera nach meiner Auffassung erst recht! Denn so ist es Ihnen überlassen, wie kontrastreich, scharf oder farbig das Bild im Endeffekt sein soll, zumindest wenn Sie Qualitätsbilder bis in das A3-Format haben wollen.
Natürlich kann man auch im Automatikmodus bzw. in den Motivprogrammen ansprechende Bilder erzeugen. Dazu sollte man aber unbedingt alle Einstellungen in der Kamera ausprobieren. Sie sollten sich aber auch dann im Klaren darüber sein, mit einigen Kompromissen zu leben. In entsprechenden Foren wird darüber zur Genüge diskutiert.
Nach über 4000 Bildern und einigen Shootings im Studio- und Outdoorbereich mit der EOS 400D bin ich von der Qualität dieser Kamera überzeugt!
Das Spielen im Kreativmodus macht unheimlich Spaß. Wer richtig lernen möchte zu fotografieren und das Zusammenspiel von Belichtungszeit, Blende und Schärfentiefe verstehen will, wird nicht nur in der Kamera den idealen Partner finden, sondern auch mit dieser zu kreativen und qualitativ hochwertigen Bildern gelangen.
Und wenn sie überwiegend nur 13x18 Fotos entwickeln lassen, verzeiht Ihnen diese Größe dank des 10,1 Megapixel-Sensors auch einmal weniger scharfe Bilder, als es die 100% Ansicht zeigt.
Über das EOS Integrated Cleaning System konnte ich bisher nicht klagen. Wer sorgsam beim Objektivwechsel umgeht (zum Beispiel die Öffnung immer nach unten halten), der wird es auch mit wenig oder fast keinem Staub zu tun bekommen. Der Handel bietet zudem einige Werkzeuge und Materialien an, den Sensor selbst bei Bedarf zu reinigen.
Der Sucher ist für meine Ansprüche völlig ausreichend. Wer vorher mit Kompaktkameras gearbeitet hat, weiß den Unterschied zu würdigen. Es ist eine Wohltat, das Motiv durch den Sucher anzuvisieren, als eine Kamera in einem Meter Abstand von sich zu halten und ein Motiv über das Display anzupeilen.
Apropos Display: Klar und deutlich, bei direkter Sonneneinstrahlung jedoch relativ schwer erkennbar. Aber die Fotos werden sowieso zu Hause begutachtet. Wer nähere Informationen zum Bild benötigt, kann sich jederzeit über das Histogramm informieren.
Den präzisen 9-Punkt-Autofokus habe ich umgestellt auf den alleinigen mittigen Kreuzfeldsensor. Der ist viel exakter und ich lege selbst fest, wo genau die Schärfe sitzen soll.
Wenn Sie nicht vorher mit großen Spiegelreflexkameras fotografiert haben, dann wird Ihnen die Größe vermutlich relativ angenehm vorkommen. Sie ist nicht zu groß und zu schwer. Ich selbst habe relativ große Hände und komme mit dem Body und der Bedienung wunderbar zurecht. Wer mag, kann sich den Batteriegriff zulegen, um die Kamera etwas größer und handlicher zu machen, mal abgesehen von der längeren Betriebslaufzeit.
Die Akkulaufzeit ist sehr gut. Sie hält bei mir ca. 350 Bilder. Da ich ein externes Blitzgerät mit eigener Stromversorgung verwende, habe ich die Anzahl der Bilder in etwa auch bei Blitzlicht. Auf längeren Fototouren sollte man sowieso immer einen zweiten Akku dabei haben.
Die Plastik des Bodys ist sicherlich nicht so wertig, wie ein Aluminiumgehäuse. Doch mich hat das nie gestört, da ich mit jeder Kamera sorgsam umgehe. Dafür würde ich nicht unbedingt wesentlich mehr Geld ausgeben.
Zur mitgelieferten Software kann ich nichts sagen, da ich sie nicht verwende. Ich setze lieber andere Software bzw. RAW- Konverter ein.
Fazit: Eine rundherum gelungene digitale Spiegelreflexkamera für den Einsteiger, mit der professionelle Fotos gelingen, die richtige Bedienung und ein gutes Objektiv vorausgesetzt.
Die Bilder aus der Kamera sollten nach Möglichkeit immer am PC etwas bearbeitet werden. (Sie sind jetzt das Entwicklungslabor!)
Tipp: Verzichten Sie auf das angebotene Kitobjektiv EF-S 18-55mm, wenn Sie Qualität erwarten wollen! Steigen Sie lieber mit der preisgünstigen 50mm Festbrennweite ein und lernen Sie, (wieder) zu fotografieren!
Nachtrag im August 2008:
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Inzwischen gibt es einige Nachfolgegeräte von Canon auf dem Markt. Und die 400D wird zum "alten Eisen".
Ich habe nun fast 10.000 Aufnahmen mit der Kamera getätigt und bin immer noch sehr zufrieden. Für den Einsteiger und Amateur gleichermaßen geeignet. Lediglich die Objektive zeigen die Grenzen. Es ist wirklich ein qualitativer Unterschied, ob mit dem Kit-Objektiv fotografiert wird, oder ein einem hochwertigen Objektiv bzw. einem Objektiv aus der L-Serie.
Ich habe viele Bilder im A3- Format belichten lassen, die mit Objektiven aus der "Mittelklasse" entstanden sind, wo weder Rauschen oder Unschärfe zu sehen sind, die mir manchmal in der 100%- Ansicht aufgefallen sind.
Mit ein wenig Bildbearbeitung erhalten die Fotos professionellen Charakter.
Fazit: Die Kamera jetzt günstig kaufen und in gute Objektive investieren!
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