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Diese Sache könnte lauten: Nicht in allen muslimischen Familien geht es hierzulande so multikulti, ja fast schon laizistisch zu. Bilder von ermordeten jungen Frauen, die von den eigenen Angehörigen förmlich hingerichtet wurden, nur weil sie es wagten, den Kandidaten ihrer Wahl zu heiraten, drängen sich in das muntere Familientohuwabohu. Weder bei Frau Sevindim noch bei Frau Akyün findet diese Problematik nennenswerte Erwähnung -- und doch könnten beide, bei aller Leichtgewichtigkeit, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, ihren türkischen Schwestern den Weg zur längst fälligen Emanzipation zu ebnen. Ein Aspekt, der den Einfluss ihrer Bücher fast schon wieder gewichtig erscheinen lässt!
Asli Sevindim führt uns durch den üblich lustigen Kulturkampf. Deutscher Schweinebauch kämpft da gegen Kebab, türkische Discos gegen bajuwarische Trampelbuden, anatolisch feurige Jungs werden intellektuellen deutschen Sabbeltaschen gegenübergestellt. Auch hier arbeitet das Scherzniveau beider Bücher eng zusammen. Heißen die steifleinenen Deutschen in Akyüns Familie Hans und Helga, so kennt man sie bei den Sevindims als Kartoffeln, Inbegriff der Blässe und Fadheit. Nach Art eines Jungmädchen-Tagebuchs -- ähnlich entzückend ist auch die Aufmachung des Büchleins mit seinen putzigen Karikaturen -- werden wir mit viel lautmalerischem Gequieke in den türkisch-deutschen Alltag eingeführt und schließlich zum Candlelight Döner gebeten. Aber bitte, immer light! Dies alles ist amüsant, allein die oben genannten Gründe könnten schwerer wiegen. -Ravi Unger
So in etwa stellt man sich "Candlelight Döner" vor, wenn man den Klappentext liest, der zugegebenermaßen wirklich neugierig macht. Es wird den Erwartungen jedoch leider überhaupt nicht gerecht und bereits nach 3 Seiten wird man das Gefühl nicht los, dass es einfach nicht mehr besser wird und damit sollte mein Gefühl mich auch nicht täuschen.
Asli Sevindim erzählt hierbei von ihrer türkischen Verwandschaft und wie ihr deutscher Ehemann sich in die Familie eingefügt hat.
Es ist jedoch leider eine Aneinanderreihung von ähnlichen Ereignissen wie das erste Buch von Jan Weiler (Urlaub im fremden Land, Hochzeit...), selbst die sprachlichen Anekdoten in türkischer Sprache kommen nicht zu kurz und für das Cover wurde sich auch nicht allzu viel Mühe gegeben - wer nicht genau hinsieht, könnte die Bücher doch tatsächlich verwechseln...
Wer sich nicht langweilen möchte, der sollte seine Zeit lieber mit einem guten Buch verbringen.
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