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Candlelight Döner: Geschichten über meine deutsch-türkische Familie Taschenbuch – November 2005

3.5 von 5 Sternen 33 Kundenrezensionen

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Kennt die Journalistin Asli Sevindim die Journalistin Hatice Akyün? Die Frage darf doch wohl erlaubt sein, entstammen doch beide anatolischen Familien, die sich Anfang der 70er-Jahre in Duisburg niederließen. In beiden Chaotenfamilien sind die „Herrschaftsverhältnisse“ klar, eine deutsch radebrechende Mutter schwingt den Kochlöffel, respektive das Familienzepter, während der Vater als brummelnder Ruhepol auf dem Sofa residiert und die Kids dem westlichen Lifestyle frönen. Hatice Akyün betitelt ihr deutsch-türkisches Tagebuch Einmal Hans mit scharfer Soße, nach dem deutschen Wunschheirats-Hansl (den sie noch sucht). Die 33-jährige Asli hat ihn bereits gefunden und zieht nun auch im Buchtitel kulinarisch nach. Eine heimliche literarische Duisburg-Connection? Gut, wenns der Sache dient!

Diese „Sache“ könnte lauten: Nicht in allen muslimischen Familien geht es hierzulande so multikulti, ja fast schon laizistisch zu. Bilder von ermordeten jungen Frauen, die von den eigenen Angehörigen förmlich hingerichtet wurden, nur weil sie es wagten, den Kandidaten ihrer Wahl zu heiraten, drängen sich in das muntere Familientohuwabohu. Weder bei Frau Sevindim noch bei Frau Akyün findet diese Problematik nennenswerte Erwähnung -- und doch könnten beide, bei aller Leichtgewichtigkeit, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, ihren türkischen Schwestern den Weg zur längst fälligen Emanzipation zu ebnen. Ein Aspekt, der den Einfluss ihrer Bücher fast schon wieder gewichtig erscheinen lässt!

Asli Sevindim führt uns durch den üblich lustigen Kulturkampf. Deutscher Schweinebauch kämpft da gegen Kebab, türkische Discos gegen bajuwarische Trampelbuden, anatolisch feurige Jungs werden intellektuellen deutschen Sabbeltaschen gegenübergestellt. Auch hier arbeitet das Scherzniveau beider Bücher eng zusammen. Heißen die steifleinenen Deutschen in Akyüns Familie „Hans und Helga“, so kennt man sie bei den Sevindims als „Kartoffeln“, Inbegriff der Blässe und Fadheit. Nach Art eines Jungmädchen-Tagebuchs -- ähnlich entzückend ist auch die Aufmachung des Büchleins mit seinen putzigen Karikaturen -- werden wir mit viel lautmalerischem Gequieke in den türkisch-deutschen Alltag eingeführt und schließlich zum „Candlelight Döner“ gebeten. Aber bitte, immer light! Dies alles ist amüsant, allein die oben genannten Gründe könnten schwerer wiegen. -–Ravi Unger

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kurz nachdem ihre Eltern Anfang der 70er Jahre Westanatolien verließen, um in Deutschland als Gastarbeiter einen Neuanfang zu wagen, erblickte Asli Sevindim das kohlengetrübte, aber wärmende Licht des Ruhrpotts. Sie wuchs im türkischen Arbeiterviertel Duisburg- Marxloh auf, schrieb als Schülerin erste Radiobeiträge und arbeitet inzwischen als Reporterin und TV-Moderatorin beim WDR.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Die letzten Bewertungen ließen auf ein sehr humorvolles Buch hoffen.
Hier wird die Geschichte einer türkischen Familie erzählt, die ganz nett zu lesen ist und hier und da mal wieder einen Blick in deren Alltag wirft (wobei das nicht unbedingt so spannend klingt). Allerdings ist dies nicht unbedingt sehr humorvoll und wenn man ein wirklich gutes Buch lesen will, welches einen in den Bann zieht und einen wirklichen türkischen Eindruck vermitteln soll, dann kann ich eher "Einmal Hans mit scharfer Soße empfehlen"! Zwischen den Büchern liegen Welten! Schade, daß es so wenig interessante und unterhaltsame Bücher in Deusch über "Türken" gibt!
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Format: Taschenbuch
Ich fand das Buch ganz unterhaltsam, wenngleich die Idee ähnlich wie Jan Weilers "Mama ihm schmeckts nicht" ist (was mir jedoch deutlich besser gefiel). Ich fand es insgesamt witzig und leicht zu lesen, aber letztlich ein wenig zu leicht und zu einfach gestrickt. Ich glaube auch nicht, dass es in vielen Familien so glatt und lustig zugeht, wenn ein Ausländer einheiratet. Also: wer kurzweilig unterhalten werden will und zumindest ein weeeenig Einblick in türkische Familiengepflogenheiten bekommen will, der ist sicher gut bedient. Wer mehr als ganz leichte Kost sucht, sollte Abstand nehmen.
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Format: Taschenbuch
Hallo,
das Buch ist in der Tat leicht zu lesen und die Witze halten sich in Grenzen. Ich musste mich ehrlich gesagt regelrecht zum Weiterlesen zwingen, da ich es als sehr langweilig empfand. Erzählt wird der ganz normale Alltag wie er auch in jeder deutsch-deutschen Familie vorkommt.
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Format: Taschenbuch
Für mich war es nur ein Versuch den Erfolg von "Maria ihm schmecktŽs nicht" zu wiederholen, eben auf türkisch. Sicher sind einige Passagen ganz nett geschrieben, man muss schon mal schmunzeln, aber mehr auch nicht. Im Gegensatz zu anderen Büchern dieses Genres wurden die Personen für mich nicht wirklich lebendig, dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass die türkischen Sätze für einen Deutschen in der Regel völlig unverständlich sind. Zudem fehlte für mich der Tiefgang hinter der bemühten Witzigkeit. Ich kann dieses Buch leider nicht weiter empfehlen.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Wer kennt nicht die herzerfrischenden Geschichten von Jan Weiler, der das Leben seiner angeheirateten italienischen Verwandschaft zum Besten gibt?
So in etwa stellt man sich "Candlelight Döner" vor, wenn man den Klappentext liest, der zugegebenermaßen wirklich neugierig macht. Es wird den Erwartungen jedoch leider überhaupt nicht gerecht und bereits nach 3 Seiten wird man das Gefühl nicht los, dass es einfach nicht mehr besser wird und damit sollte mein Gefühl mich auch nicht täuschen.
Asli Sevindim erzählt hierbei von ihrer türkischen Verwandschaft und wie ihr deutscher Ehemann sich in die Familie eingefügt hat.
Es ist jedoch leider eine Aneinanderreihung von ähnlichen Ereignissen wie das erste Buch von Jan Weiler (Urlaub im fremden Land, Hochzeit...), selbst die sprachlichen Anekdoten in türkischer Sprache kommen nicht zu kurz und für das Cover wurde sich auch nicht allzu viel Mühe gegeben - wer nicht genau hinsieht, könnte die Bücher doch tatsächlich verwechseln...
Wer sich nicht langweilen möchte, der sollte seine Zeit lieber mit einem guten Buch verbringen.
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Format: Taschenbuch
Kann mich den Äpfel mit Birnen Vergleiche der Vorschreiber nicht anschließen. Das Buch ist schön zu lesen und bringt auf einfache, sehr witzige Art, und vor allem: ohne erhobenen Zeigefinger!
die Verschiedenheit Deutsch/Türkischer Kultur und Denkweise auf den Punkt. Asli versteht es auch aufzuzeigen, dass die Liebe zwischen zwei Menschen jede kulturelle Hürde und jeden festgemauerten Vorurteil überwinden kann. Wenn man nur will und -genug Humor mitbringt. Asli scheint von beiden jede Menge zu haben.
Freue mich auf die Fortsetzung.
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Format: Taschenbuch
Nachdem Jan Weiler mit "Maria, ihm schmeckt's nicht" einen wirklich witzigen Roman über das Leben in einer deutsch-italienischen Familie geschrieben hat, ist Candlelight Döner im direkten Vergleich leider nur als schlechter Abklatsch zu beurteilen.
Der Vergleich scheint ja durchaus beabsichtigt, da das Buchcover sowie die Inhaltsangabe dem "Vorbild" sehr ähnlich sind.
Allerdings entpuppt sich der Roman schlichtweg als"Trittbrettfahrer", der auf der Erfolgswelle Jan Weilers mitreiten will.
Hat mich nicht wirklich überzeugt.
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Format: Taschenbuch
Das Buch liest sich gut und ist halbwegs amüsant. Der Humor ist nicht so gequält konstruiert wie bei den beiden Büchern von Moritz Netenjakob, die ich parallel gelesen habe. Teilweise ist der Sprachstil sehr nah an einer Unterhaltung mit den Lesern und hat mich deshalb gestört. Über das türkische Leben in Deutschland erfährt man ein bisschen etwas, aber nicht unbedingt etwas neues. Insgesamt eine leichte Unterhaltung für zwischendurch.

Spoiler/

Was mich sehr irritiert hat, ist, dass auf den ersten paar Seiten darauf hingewiesen wurde, dass die Protagonistin hellere Haut hat als ihre Geschwister. Dann wird auch noch einmal erwähnt, ihre Mutter hätte eine Affäre mit einem Deutschen gehabt, worüber in der Familie nicht gesprochen werde. So habe ich dann über 200 Seiten darauf gewartet, dass endlich einmal rauskommt, dass die Erzählerin unehelich von einem Deutschen stammt, aber entweder habe ich die große Enthüllung schlicht überlesen, oder die zwei Hinweise hatten schlichtweg nichts zu bedeuten (eventuell wurde das rausgeschrieben, aber die Hinweise noch gelassen) Dies fand ich als Leser sehr unbefriedigend.
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