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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Scharfsinnige Satire,
Von
Rezension bezieht sich auf: Candide: oder Der Optimismus (Taschenbuch)
Der sympathische, junge "Held" dieses Romans, Candide, glaubt an die Lehren seines Hauslehrers Pangloß, der darüber doziert, dass diese Welt die beste aller möglichen sei und hier alles den besten Sinn hat. Doch gleich im ersten von dreißig episodenhaft kurzen Kapiteln muss Candide feststellen, dass dies so eigentlich nicht stimmen kann, denn hier wird er gleich, nur wegen eines hamrlosen Küsschens, vom Baron per Fußtritt aus dem Schloß gejagt. Doch Candide wäre nicht Candide, wenn er nicht seinen Optimismus seine Geliebte Kunigunde irgendwann wiederzusehen und sogar zu ehelichen strikt beibehalten würde und so macht er sich auf den Weg die Welt zu erkunden. Allerdings muss er erkennen das diese, so wie sie ist, ganz bestimmt nicht die beste aller Welten ist. Er erlebt Naturkatastrophen, Morde, Vergewaltigungen, Kriege, Betrug, Schiffbruch, einmal wird er fast gegrillt und verspeist usw.
Voltaire lässt seinen Protagonisten auf den knapp 170 Seiten eine unglaubliche Vielzahl an Übeln und Schlechtigkeiten erleben, dass dem Leser kaum Zeit für Mitgefühl bleibt. Und das alles unter dem Deckmantel eines humoristischen Romans, mit Anzeichen eines barocken Schelmen- und/oder Abenteurromans. Zu lachen gibt es hier wirklich viel, zumindest aber zu schmunzeln. Und auch die Überraschungsmomente jagen sich, wenn noch nicht mal der Tod manchen Figuren etwas anhaben kann. Trotzdem weiß der Leser aber, das es unter besagtem Deckmantel um Kritik an Politik und Gesellschaft geht. Hervorragend! Kritik gepaart mit viel Witz und Ironie in einem wirklich temporeichen, Spass machenden, gut zu lesenden Roman. Die Überschrift des wirklich interessanten Nachwortes sagt schon einiges: "Weltironie im Taschenformat". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
das schlechteste aller möglichen Lektorate,
Von Albion Friedlos (New Canaan, Ct.) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Candide: oder Der Optimismus (Taschenbuch)
Zuallererst: meine Kritik zielt keineswegs auf Voltaires fulminante Erzählung oder das bei Harald Weinrich zu erwartende souveräne und aufschlußreiche Nachwort, sondern die miserable Qualität, in der der Deutsche Taschenbuchverlag den Text im Rahmen seiner Reihe "Kleine Bibliothek der Weltweisheit" vorlegt.
Unzumutbar wird der Text allein durch die zahllosen (!) , z.T. sinnentstellenden Druckfehler; der Lektürefluß wird beständig erheblich beeinträchtigt, das Vergnügen nimmt stetig ab. Nach dem zwanzigsten Druckfehler habe ich das Buch verärgert zur Seite gelegt. Und so rate ich allen potentiellen (bibliophilen) Käufern, es gar nicht erst zur Hand zu nehmen, sich das Geld zu sparen und sich die wunderbare Übersetzung Ilse Lehmanns, die der dtv hier von der in der Sammlung Dieterich zuerst erschienenen Voltaire-Ausgabe übernommen hat, stattdessen antiquarisch zu besorgen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Candide und der Glaube an das Märchenland,
Rezension bezieht sich auf: Candide: oder Der Optimismus (Taschenbuch)
In Candide oder der Optimismus wird der Held nachdem er sich unsterblich in seine angebetete Kunigunde verliebt, von deren Familie rücksichtslos vom Schloss gejagt und muss sich alleine durch die Welt schlagen. Sein Lehrer Panglos gibt ihm mit auf den Weg, alle Zeit an das Gute in der Welt und vor allem in den Menschen zu glauben, an dem er lange Zeit ganz ganz doll festhält. Er lernt, halb zu Tode geprügelt, noch in Frankreich die Schrecken des Krieges kennen und duchreist später mehrere Länder wie Portugal, in dem skrupelose Plünderer sich nach einem Erdbeben die Taschen mit Diebesgut vollstopfen, um sie postwendend mit leichten Mädels innerhalb kürzester Zeit wieder durchzubringen. Nach einem kurzen Aufenthalt als Slave in Afrika, immer auf der Suche nach seinem Schatz Kunigunde, die inzwischen mehr als nur einmal von Verbrechern geschändet wurde; zieht es ihn nach Südamerika, wo ihm nach langen Wirrnisen letztendlich als Konquistador unermessliche Schätze zufallen. Er lernt einen anderen Philosophen namens Martin kennen, der ihn von der Schlechtigkeit und fortwährenden Qualen des Daseins berichtet und mit dem er nachdem er mit seinem Lehrer Panglos vereint in Europa zurück gekehrt ist, nach Kunigunde bei den Türken ausschau hält. Es gelingt ihm, nachdem er den Großteil seines Vermögens wieder verloren hat, die nicht mehr ganz so taufrische Kunigunde freizukaufen und trotz des Wiederstandes der Angehörigen zu ehelichen und sich gemeinsam mit Frau und Freunden auf ein kleines Landgut zurückzuziehen. Voltaires Werk ist durchzogen von beißender Komik, ist elegant geschrieben und nutzt das Stilmittel der Provokation; um den gutgläubigen Helden nach und nach von den eher kärlichen Gegenbenheiten der Realität zu überzeugen. Ein Riesenspaß und Lesevergnügen für jeden Literaturinteressierten! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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