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Candide: oder Der Optimismus [Taschenbuch]

Voltaire , Ilse Lehmann
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. November 2005
Mit viel Witz und Ironie entlarvt der französische Philosoph Voltaire (1694 – 1778) in diesem Klassiker der Aufklärung jedes Paradies auf Erden als Illusion. Ein phantastisches Lehrstück über die Grausamkeiten der Welt und die einfachen Wege zum Glück. In Voltaires scharfsinniger Satire werden Utopien, Heilslehren und jedes Paradies auf Erden als Illusionen entlarvt. Das Buch wurde nach Erscheinen 1759 in Genf öffentlich verbrannt und vom Vatikan auf den Index gesetzt. Mit einem Nachwort von Harald Weinrich.

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Candide: oder Der Optimismus + Ecce homo: Wie man wird, was man ist.
Preis für beide: EUR 14,00

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423342528
  • ISBN-13: 978-3423342520
  • Originaltitel: Candide, ou L'optimisme
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.697 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Candide
OT Candide ou L’optimisme OA 1759 DE 1776Form Roman Epoche Aufklärung
In seinem philosophischen Roman Candide oder Der Optimismus kehrt Voltaire die von Gottfried Wilhelm R Leibniz aufgestellte These von »dieser Welt als der besten aller möglichen« ins Ironische um, indem er die Welt als eine in sich fragwürdige Konstruktion darstellt. Der Roman ist eines der wichtigsten Werke der französischen Aufklärung.
Entstehung: Voltaires Grundüberzeugungen von einer vernünftigen Einrichtung der Welt waren durch die Beendigung seiner Freundschaft mit König Friedrich II. von Preußen (1712–86), durch Berichte über den Siebenjährigen Krieg (1756–63) sowie durch das Erdbeben von Lissabon (1755) erschüttert worden. Seine daraus entstehenden Zweifel an einem optimistischen Weltbild der Metaphysik nahm Voltaire zum Anlass, diese in einem Roman auszudrücken.
Inhalt: Candide (von latein. canditus, aufrichtig), ein neugieriger Beobachter der Geschehnisse seiner Zeit, sieht sich mit den Lebensanschauungen seines Lehrers, Maître Pangloss, konfrontiert, die besagt, dass alles, was in der Welt passiere, den Menschen nur zum Besten gereiche, auch die Katastrophen.
Die Suche nach seiner geliebten Cunégonde führt Candide quer durch Europa, über Südamerika nach Portugal, wo er das Erdbeben von Lissabon miterlebt. Schließlich trifft er Cunégonde wieder: Sie wurde aus ihrer Heimat vertrieben, von Soldaten geschändet und befindet sich unter der Kontrolle eines Großinquisitors sowie eines Juden. Um weiteres Unheil zu verhindern, bringt Candide beide Gegner um. Immer wieder begegnet er seiner Geliebten, er gerät in die Hände von Kannibalen und Seeräubern, kann sich aber beide Male befreien.
Als Candide den Gelehrten Martin trifft, erklärt ihm dieser, dass in der Welt nicht alles aufs Beste ausgerichtet sei, sondern dass neben einem guten auch ein böses Prinzip existiere. In Venedig versucht der Edelmann Pococurante dem lernbegierigen Candide zu vermitteln, die einzige Freude in dieser Welt sei zu akzeptieren, dass man an nichts Freude finden könne.
Zuletzt gelangt Candide nach Konstantinopel, wo er Cunégonde wieder begegnet und die inzwischen zur Xanthippe Gewordene heiratet. Nach dem Erwerb eines kleinen Landgutes entdeckt er eine befriedigende Beschäftigung darin, »seinen Garten zu bestellen«.
Aufbau: Voltaires Roman weist viele Elemente des Barockromans auf: Schiffbruch, Trennung und Wiederbegegnung der Liebenden, Katastrophen, Erkundung fremder Länder etc. Diese werden episodenartig miteinander verwoben, sodass Candide Schritt für Schritt zu der Einsicht gelangt, dass die Lehren seines Lehrers Pangloss nicht aufrecht zu erhalten sind.
Hinter zahlreichen satirischen Elementen, die sich vordergründig zu einer humoristischen Erzählung fügen, verbirgt sich zum einen die nachdrückliche Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der Zeit; zum anderen wird auf diese Weise der Sinn des Lebens bzw. die Existenz eines alles zum Guten lenkenden Gottes angezweifelt. Die wirkliche Welt bringt Candide dazu, die theoretische Welt, die Welt der Ideale zu ignorieren.
Die Episodenhaftigkeit des Romans beruht nicht nur auf einzelnen Motiven, sondern auch auf einer Vielzahl an geschilderten Utopien und Lehren, die darin münden, dass die tägliche Arbeit die beste Möglichkeit darstellt, das Leben in seiner Komplexität zu bewältigen.
Wirkung: Candide war Vorbild für Werke verschiedenster Kunstrichtungen. Er eignete sich für Parodien und für Gegenschriften, so etwa der Anti-Candide von Justus Möser (1720–94).
Der französische Komponist Jean-Benjamin de La Borde (1734–94) schrieb 1768 eine Oper mit dem Titel Candide. Im 20. Jahrhundert bildet Leonard Bernsteins (1918–90) Candide-Musical (1956) einen der Höhepunkte der modernen Candide-Rezeption. In den 1960er Jahren begann sich auch der Film für den Stoff zu interessieren. In der Malerei war es Paul Klee (1879–1940), den Voltaires Roman zu zahlreichen Illustrationen inspirierte. C. V. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

»Ein ironisches und sarkastisches Meisterwerk der Weltliteratur.« contentment.at -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scharfsinnige Satire 18. April 2007
Format:Taschenbuch
Der sympathische, junge "Held" dieses Romans, Candide, glaubt an die Lehren seines Hauslehrers Pangloß, der darüber doziert, dass diese Welt die beste aller möglichen sei und hier alles den besten Sinn hat. Doch gleich im ersten von dreißig episodenhaft kurzen Kapiteln muss Candide feststellen, dass dies so eigentlich nicht stimmen kann, denn hier wird er gleich, nur wegen eines hamrlosen Küsschens, vom Baron per Fußtritt aus dem Schloß gejagt. Doch Candide wäre nicht Candide, wenn er nicht seinen Optimismus seine Geliebte Kunigunde irgendwann wiederzusehen und sogar zu ehelichen strikt beibehalten würde und so macht er sich auf den Weg die Welt zu erkunden. Allerdings muss er erkennen das diese, so wie sie ist, ganz bestimmt nicht die beste aller Welten ist. Er erlebt Naturkatastrophen, Morde, Vergewaltigungen, Kriege, Betrug, Schiffbruch, einmal wird er fast gegrillt und verspeist usw.

Voltaire lässt seinen Protagonisten auf den knapp 170 Seiten eine unglaubliche Vielzahl an Übeln und Schlechtigkeiten erleben, dass dem Leser kaum Zeit für Mitgefühl bleibt. Und das alles unter dem Deckmantel eines humoristischen Romans, mit Anzeichen eines barocken Schelmen- und/oder Abenteurromans. Zu lachen gibt es hier wirklich viel, zumindest aber zu schmunzeln. Und auch die Überraschungsmomente jagen sich, wenn noch nicht mal der Tod manchen Figuren etwas anhaben kann.

Trotzdem weiß der Leser aber, das es unter besagtem Deckmantel um Kritik an Politik und Gesellschaft geht. Hervorragend! Kritik gepaart mit viel Witz und Ironie in einem wirklich temporeichen, Spass machenden, gut zu lesenden Roman. Die Überschrift des wirklich interessanten Nachwortes sagt schon einiges: "Weltironie im Taschenformat".
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen das schlechteste aller möglichen Lektorate 1. Juli 2009
Format:Taschenbuch
Zuallererst: meine Kritik zielt keineswegs auf Voltaires fulminante Erzählung oder das bei Harald Weinrich zu erwartende souveräne und aufschlußreiche Nachwort, sondern die miserable Qualität, in der der Deutsche Taschenbuchverlag den Text im Rahmen seiner Reihe "Kleine Bibliothek der Weltweisheit" vorlegt.
Unzumutbar wird der Text allein durch die zahllosen (!) , z.T. sinnentstellenden Druckfehler; der Lektürefluß wird beständig erheblich beeinträchtigt, das Vergnügen nimmt stetig ab. Nach dem zwanzigsten Druckfehler habe ich das Buch verärgert zur Seite gelegt.
Und so rate ich allen potentiellen (bibliophilen) Käufern, es gar nicht erst zur Hand zu nehmen, sich das Geld zu sparen und sich die wunderbare Übersetzung Ilse Lehmanns, die der dtv hier von der in der Sammlung Dieterich zuerst erschienenen Voltaire-Ausgabe übernommen hat, stattdessen antiquarisch zu besorgen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Melville
Format:Gebundene Ausgabe
Voltaires bekanntestes und wichtigstes Werk entstand als Reaktion auf das Lissaboner Erdbeben, das Zehntausende Opfer forderte, und die infolge dessen aufkommenden Zweifel über Gott, Kirche und nicht zuletzt die damals sehr weit verbreitete Theorie aus der Schule Leibniz', die besagt, daß diese unsere Welt die beste aller möglichen Welten ist, daß alles so wie es ist eben auch gut ist.

Voltaire, dem diese höchst optimistische Weltanschauung zuwider war, nahm sich ihrer mit seinem Roman "Candid" an, übersteigert sie, konfrontiert sie mit der wirklichen Welt und zeigt so schonungslos und doch immer amüsant und klug ihre Grenzen auf.

Candid, der titelgebende Held des Romans, ist naiv, gutgläubig, erzogen im Hause eines Barons, unterrichtet von Pangloß, dem "größten Philosophen des Landes", einem Verfechter der beste aller Welten-Anschauung.

Nach einem Kuss mit der schönen Kunigunde wirft man Candid hinaus. Aller Reichtümer, seiner Unterkunft und jeglicher Nahrung beraubt, zieht er gezwungenermaßen in die Welt hinaus. Sein Ziel ist klar: Kunigunde wiederfinden.

Es folgt eine Odyssey, durch halb Europa, hinein in die arabischen Länder. Voltaire setzt seinen Figuren hierbei sehr zu. Nahezu jedes Leid, jedes Unglück, das einem zustoßen kann, widerfährt im Laufe der Handlung Candid, Kunigunde, Pangloß und all den anderen. Sie erleben die Welt, wie sie wirklich ist, fernab aller Utopien wie sie Pangloß beschwört. Die Menschen, auf die sie treffen, sind Mörder, Vergewaltiger, Diebe und Strolche, nahezu alle moralisch verkommen.
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5.0 von 5 Sternen Best of all possible editions... 9. März 2006
Format:Taschenbuch
According to many scholars, Voltaire (pen name for Francois Marie Arouet) was the embodiment of the Enlightenment. Born in Paris is 1694, he was well educated by the Jesuits, studying law prior to turning to writing as a profession. His lampoons and satires won him fame and infamy; he was imprisoned and exiled at various times for his writing. He was forced into exile from France to England; later, he was invited to work for Frederick the Great in Berlin (politics and his reputation blew rapidly in the ever-changing winds of Europe). Voltaire wrote 'Candide' shortly after this period, when he had moved to Geneva. In 1778, the year of his death, he returned to Paris, a triumphant celebrity -- many of his ideas served to strengthen the movements that would eventually culminate in the French Revolution.
The story of 'Candide', the primary character in the Voltaire's novel, is the story of the search for answers. It is hard to classify 'Candide' solely as a political satire, or indeed in any other genre where it might find similarities. Voltaire explores religious and theological ideas, social and political situations, personal and intellectual issues, and the general strand of history. How could an omnipotent and benevolent God permit the world to be as it is? How can human beings, supposedly rational beings, treat each other as they do? How can rational beings act, feel and believe so irrationally?
The Enlightenment brought the ideas of Deism forward as important, and began to explore in earnest intellectual and political freedoms for people. The acquisition of knowledge, both pure theory and experiential/applied, was of high value. Candide was a student more than anything else, although in the course of the story, he holds many roles.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Unikat und ein wahres Vergnügen!
Ja in der Tat, es war ein wahres Vergnügen dieses Buch lesen zu dürfen. So viel versteckter Witz, das man es heutzutage locker in eine Komödie verwandeln... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von VPA-Studio veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Candide
alles o.k.
a b c d e f g h i j k l m n o p q r
Vor 18 Monaten von Lola Hambrecht veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aktueller denn je
Der letzte Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz propagierte die Thematik der Theodizee, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, da "Gott" mit dem Kosmos... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2012 von Niemand Namenlos
5.0 von 5 Sternen Candide und der Glaube an das Märchenland
In Candide oder der Optimismus wird der Held nachdem er sich unsterblich in seine angebetete Kunigunde verliebt, von deren Familie rücksichtslos vom Schloss gejagt und muss... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2011 von Jens Triebel
5.0 von 5 Sternen Herrlich wider dem frommen Starrsinn
Das Buch ist eine einzige Freude, es liest sich unglaublich flüssig, hab es an 2 Tagen durchgelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. November 2011 von Fabian
4.0 von 5 Sternen Voltaire einmalig
Der Roman Candide von Voltaire ist zwar etwas grausam aber die Zeit

früher war auch brutal. Der Roman ist sehr spannend.
Veröffentlicht am 11. September 2010 von Werner Paul
4.0 von 5 Sternen Aufklärung der zynischen Vernunft
Natürlich fällt es schwer, eine zeitkritische Erzählung aus einem anderen Jahrhundert nachzuvollziehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2010 von Thomas Holtbernd
5.0 von 5 Sternen Candide oder der Optimismus
Voltaires Candide ist ein herrlich unterhaltsames und auch sehr lebensnahes Werk, das man immer wieder lesen und bei dem man immer wieder lachen kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2010 von Leseratte
4.0 von 5 Sternen Candide weiß wo es lang geht
Das nenne ich Lebensweisheit. Eigentlich benötigt man nur dieses Werk und man hat alle Weisheit zusammen gefasst.
Veröffentlicht am 21. April 2009 von Heidrun Abels
4.0 von 5 Sternen Münchhausen
Diese Übersetzung ist besonders zu empfehlen, da sie sprachlich der ursprünglichen Version wohl am nächsten kommt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2009 von Renate Müller
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