Klischee reiht sich an Klischee - hier die rationalen Finnen, deren Kaffeetassen anständig große Henkel haben, dort die bürokratisch-chaotischen Italiener mit ihren zerbrechlichen Tässchen - und das mit Absicht.
"Canal Grande" ist Comedy in Prosa-Form, die handelnden Personen entsprechend angelegt: der Ingenieur Marrasjärvi ist ein bierernster, gutmütiger Narr, Dozent Heikila eine dampfplaudernde geballte Ladung abendländisches Bildungsgut, die Snell die traurige Fleischwerdung moderner Kulturbürokratie usw. und so fort.
Nebenbei geht es um die Invasion in Jugoslawien, Drogen, norditalienische Separatisten, zwei merkwürdige Amis und zwei undurchsichtige venezianische Jünglinge mit Booten, die Reinigungskosten für Taubenkot an öffentlichen Gebäuden, Lösungsvorschläge zur Arbeitslosigkeit in Deutschland.
Grotesk, komisch, grandios !