>>Story: 'Hallo? Kannst du meine Stimme hören?' Eines Tages klingelt das 'Telefon im Kopf' der einsamen Schülerin Ryo. Ihr Gesprächspartner ist Shinya, der genauso wie sie ein imaginäres Handy besitzt. Seit diesem Tag kommunizieren die beiden mit dem Handy, das nur in ihren Köpfen existiert. Doch dann, als Ryo Shinya endlich auch einmal persönlich kennen lernen will und auf ein Treffen drängt, erfährt sie die grausame Wahrheit ...<<
Wer ein eingeschworener Otsuichi-Fan ist, wird bemerkt haben, dass die Geschichte schon einmal, unter dem Titel "Calling You"(gezeichnet von Setsuri Tsuzuki), adaptiert wurde.
Ich habe beide Adaptionen gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese neue Version (gezeichnet von Hiro Kyohara) eindeutig besser ist, als die erste.
Zum ersten wäre da die Länge. Diese neue Version ist länger und mit viel mehr Details versehen, die es einem einfacher machen, sich in die Geschichte hinein zu versetzen.
Zum zweiten ist da Kyoharas wunderschöner Zeichenstil der einfach magisch auf den Leser einwirkt, weil er die Emotionen der handelnden Charaktere schon fast spürbar verdeutlicht.
Auch die Story ist natürlich wieder spitze. Wer sowieso schon ein Liebhaber von Otsuichi Mangas ist, der wird von der nicht sofort durchschaubaren Handlung keineswegs enttäuscht werden. Die Geschichte verzaubert.
Ebenfalls zeichnet sich auch diese Adaption dadurch aus, dass sie einen ernsten, manchmal leicht träumerischen und auch ein wenig traurigen Inhalt hat.
Natürlich gibt es auch etwas, das als störend empfunden werden könnte.
Es gibt da einige Details, die vom ersten Manga abweichen.
Gleich zum Beginn, beispielsweise, kommt es zu solch einer Abweichung, als die Protagonistin sich in der Schule befindet (Kyohara), wogegen sie sich in der alten Version in einem Bus befand (Tsuzuki).
Aber, wer sich dadurch nicht beirren lässt, dem verspreche ich mit "Can you hear me" einen wundervollen Manga.