das ist eine spannende kammerjazzplatte. schon die besetzung mit diesen beiden gegensätzlichen gitarristen, dem auch unvergleichlichen steve swallow am bass und bill stewart an dezenten aber soundprägenden drums verspricht einiges.
metheny ist ja eher für ruhigen schönjazz mit ausufernden solis berühmt oder berüchtigt. scofield ist der eckigere, agressivere gitarrist und es ist schön zu hören, wie er metheny hier von zeit zu zeit mitzieht, ja ihn dazu bringt, seine gitarre auch mal etwas jaulen zu lassen oder deftiger in die saiten zu hauen. bereits im zweiten stück spornen sich die beiden zu kreativen soloduellen an und werden, ja, ein klein wenig funky.
trotzdem ist die musik eher vom pat-metheny-sound geprägt, wenn auch mit ungewohnten zwischentönen. die stücke stammen ausschliesslich von scofield (6) und metheny (5).
die langsamen stücke sind von grüblerischer schönheit - selten wird auch mal zur akkustik-klampfe gewechselt - geprägt, bevorzugen tu ich aber in dieser besetzung die kantigeren und agressiveren. die mischung macht's und eintönig wird das bis zum ende nicht.
die gitarristen sind leicht auseinanderzuhalten, da bei jedem stück scofield links und metheny rechts agiert. überhaupt ist der klang dieser aufnahme, wie fast immer bei produktionen des bluenote-labels, konsequent auf die formation abgestimmt. das schlagzeug und der hochtonbereich sind ein klein wenig unterbelichtet, was aber nicht weiter stört. fazit: gute vier sterne für den sound.
schon auf grund der ungewöhnlichen besetzung eine aussergewöhnliche und interessante produktion. für fans von anspruchsvollem gitarrenjazz fast ein muss!