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Camus: Das Ideal der Einfachheit. Eine Biographie
 
 

Camus: Das Ideal der Einfachheit. Eine Biographie [Kindle Edition]

Iris Radisch
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

?Eine fulminante Biographie (Deutschlandfunk)

?Elegant (die tageszeitung)

?Wer wissen will, warum er sich auch heute noch mit Camus beschäftigen soll, der sollte diese Biographie lesen (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

?Iris Radischs mit Temperament und stilistischem Schliff geschriebene Biographie zieht einen sofort in den Bann (Deutschlandradio Kultur)

?Sprachgewandt, spannend und elegant (Die Welt am Sonntag)

?Ein exzellentes Buch (Der Tagespiegel)

Kurzbeschreibung

Unterm Strich – Camus, wie ihn kaum jemand kennt

Ein Mann, der zum Mörder wird, weil ihn die Sonne blendet – bis heute ist Der Fremde eine der berühmtesten literarischen Figuren der Welt. Albert Camus, sein Schöpfer, ist der Philosoph des Absurden, in das der Mensch hineingestellt ist, der Denker der Revolte, die den Menschen ausmacht – und immer der Anwalt der Einfachheit, die dem Algerienfranzosen das Grundgegebene unter der Sonne und zugleich das am stärksten Gefährdete war.
«Aktueller denn je», lautet der Befund von Iris Radisch, einer der führenden deutschsprachigen Literaturkritikerinnen, die uns aus Anlass seines 100. Geburtstages auf eine faszinierende Reise mitnimmt: von Belcourt, dem ärmlichen Viertel Algiers, in dem Camus mit einer stummen Mutter aufwächst, in das graue Paris, das unter deutscher Besatzung die Moral der jungen Existenzialisten herausfordert. Vom konkurrierenden Großbürger Sartre als «algerischer Gassenjunge» abgetan, ist Camus, der erklärte Antifaschist, Antikommunist und Europäer, selbst ein Fremder – und hellsichtiger als alle.
Emphatisch vermittelt uns Iris Radisch diesen von karger mittelmeerischer Landschaft geprägten Mann in allen seinen Lebenskämpfen, als Liebhaber der Frauen und eines Denkens, das sich engagiert.

«Iris Radisch beherrscht die große und seltene Kunst, ihren Gegenstand angemessen, genau und differenziert darzustellen und zu bewerten, und ihre Sprache zeichnet sich durch eine kreative Wortwahl, durch Originalität und Witz aus.»
Klaus Harpprecht

«Eloquent, schlagfertig und ohne jede ideologiebelastete Besserwisserei.»
Süddeutsche Zeitung

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt" 7. November 2013
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Hohes Lob kam vom Gegner: „Er stellt in unserem Jahrhundert, und zwar gegen die Geschichte, den wahren Erben jener langen Ahnenreihe von Moralisten dar, deren Werke vielleicht das Echteste und Ursprünglichste an der ganzen französischen Literatur sind." So Jean-Paul Sartre über Albert Camus. Über den Mann, der sein Erzfeind war und den Sartre, der eine äußerst unrühmliche Rolle im politisch-philosophischen Streit dieser französischen Intellektuellen in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gespielt hat, einmal als „algerischen Gassenjungen" bezeichnet hat.
Dieser Albert Camus, ein Philosoph, der er nicht sein wollte, ein Mann, der die Frauen liebte, ein außergewöhnlicher Schriftsteller und der Literatur-Nobelpreisträger von 1957, wurde am 7. November 1913 im algerischen Mondovi geboren. Sein Leben und Werk waren ein Leben und ein Werk voller Widersprüche, die es für ihn allerdings auszuhalten galt. Denn wie sein Sisyphos hat Camus den Stein gewälzt – immer und immer wieder, sich der Absurdität des Seins bewusst. Sisyphos muss man sich deshalb, so Camus, als einen „glücklichen Menschen vorstellen". War Albert Camus ein glücklicher Mensch? „Sich entscheiden, ob das Leben es wert ist, gelebt zu werden, oder nicht, heißt auf die Grundfrage der Philosophie antworten." Seine Antworten sind sein Werk. Allerdings: „Ich glaube, dass unserer Welt kein tieferer Sinn innewohnt. Aber ich weiß, dass etwas in ihr Sinn hat, und das ist der Mensch – denn er ist das einzige Wesen, das Sinn fordert. Die Welt hat keine anderen Seinsgründe als den Menschen, und ihn muss man retten, wenn man die Vorstellung retten will, die man sich vom Leben macht." (Brief an einen deutschen Freund).
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "kleine Hemingway des Montparnasse" 28. November 2013
Von Heike G. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Für seine bedeutungsvolle Verfasserschaft, die mit scharfsichtigem Ernst menschliche Gewissensprobleme in unserer Zeit beleuchtet", wurde 1957 dem damals 43-Jährigen der Literaturnobelpreis verliehen. Am 7. November 2013 wäre Albert Camus 100 Jahre alt geworden. Doch er schaffte nicht einmal die Hälfte. Nur zwei Jahre nach der höchsten literarischen Ehrung war er tot. Umgekommen auf der Landstraße nahe Villeblevin bei einem tragischen Verkehrsunfall. Iris Radisch hat 57 Jahre nach der schwedischen eine deutsche "Laudatio" verfasst. Sie würdigt den in der Nähe von Algier, in Mondovi, Algerien, geborenen Schriftsteller, Bühnenautor und "Philosoph des Absurden" auf ihre ganz persönliche Art: eine Biografie, die in allen Belangen seinem Sujet würdig wird.

"Camus hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass es für ihn undenkbar war, die Literatur von den elementaren Erfahrungen der Menschen zu lösen, von dem großen Schmerz und dem großen Glück, die ein Leben bestimmen.", schreibt die Autorin. Und genau dieser Satz bestimmt auch den Duktus ihrer zu Papier gebrachten, ausgezeichneten Recherchen. Im Gegensatz zu der "Gleichgültigkeit der Mutter, die irgendwo im Abseits des Autismus ihr Leben verbracht hat" und Camus sowie all seine literarischen Figuren, die "von einer ähnlichen Aura der Kälte umgeben sind und niemals die seelische Nähe anderer Menschen suchen", prägte, zeichnet Iris Radisch ein unglaublich lebhaftes und emotionales Bild des Franzosen. Denn trotz aller menschlicher Kühle sind Camus' Romane und Erzählungen lichtdurchflutete "Sommerbücher", "elektrisiert von der Hitze des Mittags, der nie zu enden scheint (...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Albert Camus war einer der schillerndsten und wirkungsmächtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Von seinem späteren Rivalen Jean-Paul Sartre als algerischer Gassenjunge verspottet, heiratete sich der in der französischen Kolonie geborene und aufgewachsene ambitionierte Schriftsteller gesellschaftlich nach oben und landete so im Großstadtdschungel von Paris, wo er zu einer intellektuellen Ikone heranreifte und zuerst gemeinsam und später dann in bitterer Feindschaft zu Sartre das Bild des Existentialismus prägte. Anlässlich seines 100. Geburtstages veröffentlichte die Zeit-Journalistin Iris Radisch 2013 diese hervorragend geschriebene Biografie über einen Denker, Träumer, Frauenhelden, Grübler und Kämpfer, dessen Leben und früher Tod ihn zu einer fast schon mythischen Gestalt haben werden lassen.

Radisch strukturiert ihr Buch anhand von Camus' legendärer Antwort auf die Frage nach seinen Lieblingsworten: die Mutter, der Sommer, der Schmerz, das Meer, das Elend, die Welt, die Ehre, die Menschen, die Erde, die Wüste. Wie hat sich Camus' Leben auf sein Denken und sein Schreiben ausgewirkt? Was kam zuerst? Das Leben und dann die Ideen oder doch erst die Gedankenwelt, anhand welcher Camus dann die für sein Leben maßgeblichen Entscheidungen getroffen hat? Iris Radisch beschreibt in den einzelnen Kapiteln den Lebensweg von Albert Camus und kontrastiert diesen mit den von ihm in dieser Zeit jeweils verfassten Schriften. So interpretiert sie Camus' vielleicht wichtigstes Werk, "Der Fremde", folgendermaßen: "Getrennt in zwei beinahe unverbundene Teile, in deren Mitte sich ein Schuss löst und ein Mensch stirbt, zwei Teile wie die beiden unverbundenen Leben Camus'.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Biographie vs. Kommentar
Eine gute Biographie, gute Gliederung der Kapitel, gute Einbettung in den geschichtlichen Gesamtzusammenhang, gute Auswahl textlicher Zitate. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von apocalyptischerreiter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch verschenkt,
Beschenkte Leserin lernte Iris Radisch im FS, in dem Literarischen Zirkel von Reich Ranicki kennen, und wurde durch das Buch nun auch für Camus begestert
Vor 17 Tagen von Kurment veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "James Dean" der Literatur?
Der Schriftsteller und Philosoph Albert Camus und die Literaturjournalistin Iris Radisch, Ressortchefin der Wochenzeitung „Die Zeit“, die ihre Popularität nicht zuletzt auch... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Trend Kurrent veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Camus - Das Ideal der Einfachheit
Dies ist eine sehr empfehlenswerte Biografie, sein Leben und sein Werk sowie sein Umfeld sind sehr liebevoll zusammengetragen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Ägypten 10 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen herausfordernde und bestechende Struktur
„Die Ewigkeit der Welt ist flüchtig (…).“ (S.301) – Es sind diese leicht dahin geschriebenen Sätze Camus, die so lange im Leser nachhallen und die den Bann ausmachen, in... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Krenberger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Danke Frau Radisch
Unter allen Veröffentlichungen über die Person Camus' nimmt diese Biographie sicher einen hervorragenden Platz ein. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Wilhelm Kesting veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Es gibt kein Schicksal, das nicht durch Verachtung überwunden...
Diese von Iris Radisch zitierte Bemerkung Camus, die er anlässlich des bevorstehenden Einmarsch der Deutschen in Paris gemacht habe, erfasst für mich, was ich in meiner... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Thomas Brasch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Camus Biographie
Frau Radisch hat sehr gut recherchiert. Es macht große Freude, ihren Ausführungen und den eingebrachten Bildern zu folgen. Sehr lesenswert m.E.
Vor 7 Monaten von Gunda Homburg veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Iris Radisch: Camus Das Ideal der Einfachheit
Iris Radisch hat eine sehr gute Biographie über Camus geschrieben. Mir persönlich sind es zu viele Originalquellen, auf welche sie sich bezieht, man muss sich zu sehr mit... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von NONNA veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen kenntnisreich und gut geschrieben
Es gibt nicht viele Figuren der jüngeren Geistesgeschichte, für die eine Kenntnis des biographischen Hintergrunds so erhelltend ist, wie bei Camus. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Ralf Kellermann veröffentlicht
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