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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
He is the man,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Campus: Roman (Taschenbuch)
Hanno Hackmann ist Professor am soziologischen Institut der Universität. Er hat wirklich alles was ein Herz nur begehrt kann; ein großes Haus, eine findige Tochter und eine übergeschnappte Ehefrau - wäre da nicht die Studentin namens Babara, die kurzgesagt die Rolle seiner Geliebten einnimmt. Als nun diese Geliebte in ihrer Theatergruppe zusammen bricht, gerät Hanno in ein dichtes Geflecht aus Intrigen und ein dunkler Teppich breitet sich über die Unsiversität aus. Leichte Klänge der 68er erschallen.Also mal ehrlich, dieses Buch ist wirklich so schreiend komisch, dass es mir fast das Zwerchfell zerissen hätte. Ich lese seine Bücher gerne, weil sie meistens in verständlicher Sprache geschrieben sind. Für alle ist was dabei und dabei immer saftig gesellschaftskritisch, wie es überhaupt noch geht heutzutage. Dietrich Schwanitz nimmt jede Randgruppe auf süffisante und doch urkomische Weise sanft auf's Korn. Sogar die Bayern bleiben hier nicht verschont. Schwanitz bricht so, das geheimnisvolle Gehabe der Universitäten und deckt für den sterblichen Mopp auf, was in den Akademikerbüros doch immer so verborgen blieb. Es bleibt ein Buch in dem Schwanitz den Stoff zu einem netten Gesellschaftsroman verknotet. Eine nette Fibrille, aus der menschlichen Komödie und nach Art der Lindenstraße. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Realsatire über den Universitätsbetrieb,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Campus: Roman (Taschenbuch)
Es ist schon einige Jahre her, dass ich dieses Buch erstmals gelesen habe. Gewiss, man darf sich fragen, was Schwanitz mit dieser "Universitätssatire" erreichen wollte. Der ganze Roman ist eine Kritik an Filz und Korruption Hamburger Universitätsprofessoren. De mortes nil nise bene - Schwanitz war gleichwohl von seinem gesamten Duktus her ein Unzufriedener mit dem Bestehenden - denken wir nur an sein Buch über Bildung.Nach Schiller stellt die Satire die mangelbehaftete Wirklichkeit einem Ideal gegenüber. Schwanitz tut das in diesem Buch auf humorvolle Weise. Auch wenn manche Leser und Rezensenten sich an den Stereotypen stören, die Schwanitz hier über den Universitätsalltag produziert, dürfen wir davon ausgehen, dass immer ein Stückchen Realität in der Überzeichnung steckt. Natürlich hat er als gelernter Anglist stilistisch ein wenig bei Autoren wie Kurt Vonnegut "gekupfert" und ist es kein Wunder, dass das ganze Buch von einem gewissen "englischen Humor" geprägt ist (ich könnte mir John Cleese sehr gut als Hanno Hackmann vorstellen). Zwar weiß ich nicht, wie es heute an unseren Universitäten zugeht, doch für die 70er Jahre bin ich gerne bereit, jede eidesstattliche Erklärung abzugeben, dass die von Schwanitz beschriebenen und vom Leser belächelten Verhältnisse zumindest an einer anderen norddeutschen Universität durchaus Realität waren. Ich habe den Umgang und Untergang einiger Professoren mit deren Studentinnen "live" erleben dürfen. So mancher Schein wurde mit Tränen oder gar Dienstangeboten erkämpft. Auch die Intrigen unter den Kollegen waren teilweise unerträglich. Wer viel veröffentlichte war ein "Vielschreiber", wer wenig publizierte, war eine wissenschaftliche Null. Stellenbesetzungskommissionen knickten lange Jahre vor der Gleichstellungs- (früher "Frauen-") Beauftragten ein. Und genau deshalb habe ich dieses Buch in vollen Zügen genießen können. Denn eine Untergattung der Satire ist die Realsatire. Und genau das ist Dieter Schwanitz mit diesem Werk gelungen. Fazit: Gute Unterhaltung zum ansonsten ehrwürdigen Universitätsbetrieb. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine Satire auf den Alltag an der Uni,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Campus: Roman (Taschenbuch)
An der Uni braut sich was zusammen. Hanno Hackmann, Professor für Soziologie, ist in einen Skandal verwickelt. Er soll Studentin Barbara Clauditz vergewaltigt haben. Eine Kolonne Bauarbeiter hat ihn durch ein Fenster beobachtet. Aus einer Affäre wird ein Fall für den Staatsanwalt.Dietrich Schwanitz beschreibt und überzeichnet die Verhältnisse an der Uni, wie es nur einem Insider möglich ist. Er kreiert eine Atmosphäre, die beim Lesen spürbar wird. Hierzu gehören markante Charaktere, gestelzte Dialoge und das Intrigenspiel in den Sitzungen verschiedener Ausschüsse. Es handelt sich um eine humorvolle Persiflage auf den Betrieb einer Universität. Allerdings werden die Protagonisten dermaßen klischeehaft dargestellt, dass es schon ein wenig nervt. Das gilt für die Arbeiter, die Professoren, die Gleichstellungsbeauftragte, die Mitarbeiter der Presse, Hackmanns Ehefrau und letztlich auch für die Studenten. Das gelungene Ende der Geschichte entschädigt für diesen Mangel. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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