Der Film ist langweilig, oberflächlich, klischeebehaftet bis zum geht nicht mehr und einseitig.
Nun muss ich zu geben, dass ich mittlerweile schon etwas (betonung liegt auf etwas) aus dem Disney- Movie Alter heraus bin, was bedeutet, dass mich keine der jugendlichen Schauspieler so begeistern, dass ich mir mit ihren Postern das Zimmer zukleister, mir säntliche Filme auf DVD kaufe und die Jonas Brothers mit ihremn Mainstream- Pop anhimmle als wären sie junge Götter.
Aber ich schätze trotzdem Filme mit guten Storys und schöner Musik, selbst wenn sie von der Klischeefabrik Disney stammen. Deswegen fand ich Camp Rock Teil eins immer sehr schön. Die Musik war wirklich erstklassig (vor allem die Lieder "Who will I be", "This is me" und "We Rock" waren bahnbrechend!)und die Charaktere, trotz üblicher Klischees, sehr einfallsreich. Mitchie war ein sehr lieber und sympatischer Charakter, man konnte sich in sie hinein versetzen und mit ihr auch identifizieren.
Ich bin also ohne Vorbehalte an den Film herangegangen,ich war weder in euphorischer Erwartung, dass dies eine grandiose Fortsetzung vom besten "Disney Streifen alle Zeiten", noch ein "absoluter Flop" sei. Und habe ihn mir schließlich angekugt.
Nach den ersten zehn Minuten dachte ich mir :"Okay, das ist erst der Anfang des Films. Es kann ja nur besser werden."
Nach der ersten dreivirtelstunde fragte ich mich ernsthaft, was aus Mitchi für ein einfallsloser, arroganter, oberflächlicher Charakter geworden ist.
Nach einer Stunde schaltete ich den Film aus.
So ein langweiliger, dösiger und klischee- überzogener Film ist mir vorher noch nie unter die Augen gekommen. Wirklich. Und wir sprechen hier von Disney, der zuckersüßen Klischeefabrik Nummer 1.
Die Story ist so was von einfallslos und einfach gestrickt, dass es schon weh tut.
Plötzlich macht ein gegnerisches Camp auf, der Betreiber ist fies und skrupellos und plötzlich laufen alle Camp Rock Begeisterten zum Camp Star über- allen voran natürlich die blonde Zicke aus Teil eins, die sich trotz aller inneren Wandlungen zu den 'Bösen' ziehen lässt.
Und so ist der Film aufgebaut:
Alle im Camp Rock sind vernünftige, nette Leute.
Alle im Camp Star sind fies und eingebildet.
Mitchi bekommt darauf einen Rammel und will es dem anderen Camp unbedingt zeigen. Aus dem lieben, schüchternen Charakter Mitchi ist eine überehrgeizige, viel zu selbstbewusste Anführerin geworden. Die Entwicklung scheint nicht glaubwürdig: Im ersten Film noch zurückhaltend, ist sie im zweiten Film DIE Anführerin, die immer einen Spruch auf Lager hat... -.-
Ich habe wie gesagt irgendwann in der Mitte aufgehört ihn mir anzusehen, weil ich so was von gelangweilt war... außerdem konnte ich bei dieser Handlung nur noch mit dem Kopf gegen die Wand schlagen.
Wirklich, das ganze erscheint wie'mal eben hingefilmt', um noch mehr Profit zu schlagen. Beim ersten Teil war wenigstens noch ein wenig Mühe dabei, beim zweiten Teil kann ich davon jedoch nichts mehr erkennen. Disney hat wohl darauf gezielt, möglichst viele Teenager mit gutaussehenden Typen und einer einfach gestrickten Handlung in die Kreischmaschine einzufangen. Leider scheint ihnen das wohl auch gelungen zu sein. Ich jedenfalls konnte dem Film wirklich gar nichts abgewinnen. Nicht einmal die Musik hat mich angesprochen. Was auffiel: Im ersten Teil wurde nur Musik gemacht, wenn man wirklich auf der Bühne stand oder zumindest ein Instrument in der Hand hatte, da fingen die Leute nicht mitten in der Szene eines Streites an, sich gegenseitig mit Liedern 'wegzubatteln', so wie in Teil zwei. Die Musik an sich erschien mir ziemlich hölzern, hohl und einfach. Nichts, was ich mir gerne zwischendurch anhören würde. Die oben genannten drei Lieder dagegen aus dem ersten Film höre ich heute noch regelmäßig, weil sie einfach super sind und der Text einfach nur grandios (besonders bei "This is Me")ist.
Einfach nur ein Film, bei dem ich persönlich nur noch gähnen konnte.
Natürlich mag es Teenager und Leute geben, die so etwas mögen, aber ich kann es nicht nachvollziehen.