wer hat sich das nicht schon einmal vorgestellt ? Von Anbeginn der Zeiten unterwegs, Beoabachter von Krieg und Frieden, von Erfindungen, Entwicklungen und auch Rückschritten, ohne Angst vor Alter und Tod?
Genauso ergeht es unseren beiden "Fremden", die sich nicht mehr daran erinnern können, wie und wann sie auf Erden kamen - ob sie vielleicht sogar irdischen Ursprungs sind oder doch Außerirdische.
Das Chamäleon kann nur männliche Gestalt annehmen und ist seit der Steinzeit als brutaler Krieger unterwegs. Der Changeling kann sowohl Tier- als auch Menschenform annehmen - und sich auch als Gegenstand tarnen.
Da wird ein merkwürdiger Gegenstand aus sehr großer Tiefe ausdem Südpazifik geborgen - ist es das Mutterschiff - wird es seine Geheimnisse preisgeben?
Die Ausgangslage ist sehr reizvoll, die Geschichte wirklich originell und die Charaktere sind sehr gut geschildert, man lebt und leidet mit den Protagonisten richtig mit.
Warum dann nur vier Sterne? Zum einen ist es die rein amerikanische hurrapatriotische Sicht der Dinge, die ich schon bei "The Coming" bemängelte: Bei der Reise durch die Zeit wird der zweite Weltkrieg thematisiert sowie der Kriegseinsatz der USA im Pazifik. Die Japaner sind natürlich die furchtbar bösen und brutalen Mörder und Menschenschinder, Pearl Habour und der Verlust von amerikanischen Soldaten wird auf mehreren Seiten ausgeschlachtet.
Europa kommt nicht weiter vor, außer der Anmerkung, dass man in Europa mit "Eurodollars" zahlt. Aha!
Dazu kommt dann noch das zuckersüße Hollywoodreife Ende - das war bißchen zuviel des Guten.
Nichtdestotrotz: Ein spannender, sehr gut geschriebener Science Fiction der bißchen anderen Art - absolut empfehlenswert!