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Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache
 
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Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache [Taschenbuch]

David Crystal , Ariane Böckler , Manfred Jansen , Stefan Röhrich
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 478 Seiten
  • Verlag: ZWEITAUSENDEINS Versand- Dienst GmbH; Auflage: 3., Aufl. (15. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861507056
  • ISBN-13: 978-3861507055
  • Größe und/oder Gewicht: 27 x 21,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 608.574 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sprache ist die Grundlage für das Zusammenleben der Menschen und wichtiger Teil unserer kulturellen Identität.

Sprache und Schrift gehören zu den bedeutendsten Errungenschaften der Menschheit und sind die Basis für Kultur und Wissenschaft. Die moderne Sprachforschung analysiert daher inzwischen nicht nur Satzbau und zählt Wörter aus, sondern betrachtet Sprache als eines von vielen Zeichensystemen (neben Gebärdensprache, Körpersprache der Tiere etc.) mit universaler Auswirkung auf gesellschaftliche Vorgänge.

„Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache“, die der englische Linguist David Crystal mit Unterstützung von 13 Fachkollegen zusammengestellt hat, stellt den aktuellen Wissensstand der modernen Linguistik in denkbar größter Vielseitigkeit dar. Crystal und seine Kollegen verfolgen den Weg der Sprachentstehung in den verschiedenen Regionen des Gehirns, beobachten ausführlich die Sprachentwicklung bei Kindern und geben einen umfassenden Überblick über die Sprachfamilien der Welt (im Anhang werden fast 1.000 Sprachen mit ihrem Verbreitungsgebiet und der Zahl ihrer Sprecher/innen alphabetisch aufgeführt, dazu Extrakapitel über Geheimsprachen, die Sprache der Comics etc.).

Sie gehen der Frage nach, ob es eine gemeinsame Ursprache gibt, zeigen, wie sich mit Hilfe von Computerprogrammen der Sprecher hinter der Stimme ermitteln lässt (hilfreich bei der Tätersuche anhand einer Telefonstimme), analysieren die unterschiedlichen Gesprächsstrategien von Männern und Frauen, machen die Möglichkeiten politischer Beeinflussung durch Sprache deutlich, untersuchen, wie sich die Bedeutungsgrenzen der Sprache in Witzen, Wortspielen, Rätseln, Grafittis erweitern lassen und wie Worte in Klängen, Rhythmen und Flüchen magische Bedeutung erlangen können.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses - auch optisch/layouttechnisch - äußerst ansprechende Buch gibt einen Einblick in (fast) alle Bereiche, die mit Sprache zu tun haben. Es lässt sich ohne jegliche Anstrengung durcharbeiten, der Leser nimmt sich einfach das Kapitel vor, das ihm gerade am meisten Spaß macht, auf das er gerade neugierig ist: Die Arbeit der Übersetzer und Dolmetscher im Multisprachen-Europa, die Ursache von Verständigungsschwierigkeiten auf Grund unterschiedlicher sozialer Herkunft, die Bedeutung von Spanisch als Fremdsprache in den USA, Strategien des Fremdsprachenerwerbs, die Herkunft der finnougrischen Sprachen, das Nebeneinander von Amts- und Eingeborenensprachen in afrikanischen Staaten, Ursachen physischer Sprachstörungen, Entstehung von Fachsprachen und und und. Alle Felder der Sprachwissenschaft werden mit diesem Werk abgedeckt. Die Texte machen den Eindruck, von einem Kenner mit gewaltigem Fachwissen geschrieben worden zu sein - es macht dennoch Spaß, sie zu lesen. Das Bild- und Grafikmaterial lässt den Leser endgültig in die wundervolle Welt der Sprache versinken.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Sprechen kann doch jeder, also kann auch jeder frei von der Leber weg drüber mitreden... Dass dem nicht so ist, merkt man spätestens, wenn man kopfschüttelnd so manchen selbsternannten Spezialisten lauscht. Also eine weitere Frage: Wozu eine "Enzyklopädie der Sprache" von beeindruckendem Umfang und Gewicht und in nicht minder beeindruckender Aufmachung? Wozu also all diese Kapitel über all diese Aspekte der Sprachwissenschaft, über die Theorie und Praxis der Sprache? Der Leser wird sich's bereits denken: Das sind rhetorische Fragen. David Crystals nicht nur physisch, sondern auch in ihrem Inhalt schwergewichtige "Cambridge Enzyklopädie der Sprache" ist nämlich wahrlich keine akademische Spielerei.

In Kürze: Der sachkundig aus dem Englischen übersetzte Klassiker ist nicht nur fürs Wissenschaftlervolk interessant, sondern auch für den interessanten Laien (Gute Übersetzer soll man nennen; hier sind das: Stefan Röhrich, Ariane Böckler, Manfred Jansen). Die Artikel sind ganz nach Art angelsächsischer wissenschaftlicher Tradition bei aller Wissensfülle verständlich formuliert; die Lektüre erfordert vom Leser nichts als Interesse und einen halben Quadratmeter freigeschaufelten Schreibtisch.

Was das Interesse betrifft, so umfasst der Begriff "Sprache" mehr, als man im ersten Moment denkt: Ist damit nun die einzelne Sprache gemeint, etwa das Deutsche oder das Ungarische; ist damit ein Zeichensystem gemeint, das irgendwie irgendeiner Kommunikation dienen soll? Es kommt noch dicker: Sprachen sind nicht einfach irgendwie zusammengewurschtelte Wörter (wobei es alles andere als trivial ist zu fragen, was denn eigentlich ein Wort ist und wodurch es vom nächsten Wort abgegrenzt wird), sondern ihre Sprecher tun das nach bestimmten Regeln, die dermaßen ausgefuchst sind, dass schon ihre Grundlagen jeden Computer die Haare raufen ließen, hätten sie denn welche. Aber jedes kleine Kind hat diese Fieselei mühelos im Griff, ohne lange drüber nachdenken zu müssen... Diese Gehirne aber auch mit ihren Synapsen und Sprachzentren!
Überhaupt: Wo hört das Gegrummel auf, und wo beginnt das Sprechen? Es gibt mehr bedeutungsrelevante Kriterien, nach denen bereits Laute unterschieden werden können, als wir dumme Sprecher einer indoeuropäischen Sprache uns das so vorstellen können.
Weiter im Text: Im Gegensatz zu Herrn Lohse beim Einkaufen haben wir da von Sprache zu Sprache nicht nur zwei Möglichkeiten, um einen banalen Sachverhalt auszudrücken, sondern fast ebenso viele Möglichkeiten, wie es Sprachen gibt... Und wieviele Sprachen gibt es? Und wo hört die Sprache auf, und wo fängt der Dialekt an? (Merke: "a schprach is a dialekt mit an armej un flot" -- Max Weinreich)... Was die eine Sprache mit schwindelerregender Wortakrobatik ausdrückt, erledigt die andere mit einem grammatischem Kuriositätenkabinett (schau sich mal einer an, wie kurios das Deutsche ist!), und wieder die nächste unterscheidet z.B. streng in der Verbform, ob die Oma spricht, oder der Opa, oder die Tante Waltraud... Und so weiter. Es gibt da nichts, was es nicht gibt. Kein Wunder, dass Sprache identitätsstiftend ist, oder dass Sprachpolitik ebenso ein Volk erst definieren bzw. sogar erfinden kann, ebenso wie sie es auch verschwinden lassen kann.
Schriftlich festhalten oder sonstwie verewigen lässt sich Sprache ja auch noch, und zwar auf mehr Arten und mit mehr Konsequenzen, als man sich das im ersten Moment ausmalen kann. Und da Sprechen und Verstehen und Schreiben und Lesen ohne ein halbwegs funktionstüchtiges Gehirn nicht möglich ist, kommt auch gleich noch die Neurologie ins Spiel, natürlich auch die zugehörige Pathologie.
All diese und noch viele weitere Aspekte -- man halte da nichts für unmöglich! -- lassen sich obendrein nicht sauber auseinanderhalten; die Schubladen haben zahlreiche Unterabteilungen, die Expeditionen ins Schubladen-Universum haben ihre Pioniere und ihre Forschungsgeschichte samt dahinter steckender Weltanschauung... Natürlich haben sich da auch unausrottbare Mythen und Legenden ausgebreitet, etwa die über die x Bezeichnungen der Inuit für "Schnee", die Überlegenheit mancher Sprachen über andere... Auch im Sprachenuniversum robuster Unfug, wohin man nicht schaut. Gut, wenn man nach der Lektüre dieser Enzyklopädie nachvollziehen kann, wie er aufkommen konnte.

Aber nicht erschrecken: In Crystals "Cambridge Enzyklopädie der Sprache" wird das Thema "Sprache" nach den wichtigsten Aspekten sachkundig und obendrein gut lesbar aufbereitet in den jeweils nochmals sinnvoll untergliederten Kapiteln
Landläufige Ansichten über Sprache
Sprache und Identität
Struktur der Sprache
Sprechen und Sprache
Schreiben und Lesen
Gebärden und Sehen
Kindlicher Spracherwerb
Sprache, Gehirn und Sprachstörungen
Die Sprachen der Welt
Sprache in der Welt
Sprache und Kommunikation

Gesondert hervorgehoben werden sollte der Anhang, der weit übers Branchenübliche hinausgeht. Vor allem das Glossar beweist, dass sich Sachkunde und Verständlichkeit sehr wohl verbinden lassen. Die tabellarische Übersicht über die Sprachen der Welt ist ganz einfach eine Fundgrube nicht nur für Sprachfexe; das thematisch gegliederte Literaturverzeichnis enthält, soweit zumindest ich das beurteilen kann, oft noch einiges mehr als die Standardwerke; das Register ist sinnvollerweise in Sprach-, Namen- und Sachregister unterteilt.

Sieht jedenfalls ganz nach einem Sprachen-Augiasstall aus, was David Crystal da vorfand, als er ans Verfassen der Cambridge-Enzyklopädie ging. Da seine Enzyklopädie aber umwerfend aussieht, und zwar nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich, haben wir's hier ganz klar mit einem Herakles der Sprachwissenschaft zu tun, der obendrein einen guten Tag (bzw. viele gute Tage) hatte.
Ich behaupte ganz frech, dass auch Leser, die zunächst nur am Rande interessiert sind, bereits beim ersten Durchblättern irgendwo hängenbleiben und weiterlesen. Nicht, dass sie dann gleich die ganze Enzyklopädie durcharbeiten; das ist eh nicht Sinn der Sache. Aber so ab und an reinschauen und irgendwo hängenbleiben, soviel wage ich zu behaupten, das werden die meisten.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
informativ und ansprechend 29. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser fast 2 kg schwere mehr als 470 Seiten umfassene Wissenschafts-Wälzer ist ein wirkliches Schnäppchen für Fans der Sprachwissenschaft - und solche, die es werden wollen. Der englische Linguistik-Professor David Crystal schafft es in seiner 65 Kapitel umfassenden Cambridge Enzyklopädie der Sprache, (fast) jede Frage zum Phänomen Sprache auf eine höchst informative und zugleich sehr ansprechende Art und Weise zu beantworten. Dabei reicht der Rahmen von allgemeinen philosophischen Ansichten über Sprache bis zu neurologisch-biologischen Grundlagen des Sprechens beim Menschen und Forschungen etwa zum kindlichen Spracherwerb. Gut gemachte Grafiken, viele Fotos und Tabellen verhelfen nicht nur zu einem besseren Verständnis der gesamten Materie, sondern lassen das ganze Buch schon optisch sehr überzeugend wirken. Die insgesamt drei Register (Sprachen-, Personen- und Sachregister) helfen dabei, den Inhalt der Enzyklopädie wirklich gut aufzuschlüsseln. Eine umfassende Literaturliste meist englischsprachiger Fachliteratur rundet das Buch ab. Die Herausgeber der deutschen Ausgabe haben hier noch eine Liste deutschsprachiger Titel - nach Themengebieten geordnet - hinzugefügt. Das fast 20 Seiten lange Glossar der Fachtermini (mit Verweisen auf die entsprechenden Kapitel der Enzyklopädie) kann alleine fast schon als ein verkürztes Lexikon zur Sprachwissenschaft betrachtet werden. Das Buch ist auch angesichts des recht günstigen Preises unbedingt zu empfehlen und kann nicht nur als erste Informationsquelle für sprachwissenschaftliche Fragestellungen (etwa im Studium) wirklich weiter helfen, sondern ist auch eine wahre Fundgrube für alle, die einfach mehr über das Phänomen Sprache erfahren wollen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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