Der Neukirchener Verlag hat mit dieser Reihe auch eine sehr gute Würdigung des Werkes von Johannes Calvin zustande gebracht. Ganz besonders auch ein Lob an die Herausgeber. Band 5 hat aus Calvins Auslegung der Heiligen Schrift" den Brief an die Römer zum Thema.
In Teilband 2 finden sich die Kapitel 8 bis 15. Ohne weitere Einleitung (siehe Band 5.1) beginnt dieser Teilband sofort mit Kapitel 8. Wie im Teilband 1 gibt es zu jedem Kapitel Verweise auf Bibelstellen bzw. sonstige weiterführende Literatur aber auch Kurzerläute-rungen in den Fußnoten. Danach folgen jeweils auf der linken Seite der Text lateinischen Originals und auf der rechten Seite der Text der deutschen Übersetzung.
Kapitel und Bearbeiter
- Kapitel 8 - Christian Link
- Kapitel 9 - Eberhard und Nathanael Busch
- Kapitel 10 - Eberhard Busch
- Kapitel 11 - Eberhard Busch
- Kapitel 12 - Christian Link
- Kapitel 13 - Christian Link
- Kapitel 14 - Heiner Faulenbach
- Kapitel 15 - Matthias Freudenberg
- Kapitel 16 - Mattias Freudenberg
- Register
Calvins Stil und Polemik entspricht der damaligen Zeit und charakterisiert auch das Ringen Calvins für die Reformierten um das rechte Verständnis der Heiligen Schrift. Ebenso sieht man auch die Auseinandersetzung mit der Römischen Kirche. Sein Kommentar des Römerbriefes, erstmals erschienen 1540 ist in der jetzigen Zeit, 470 Jahre später, immer noch aktuell und für den professionellen Theologen wie auch für die Gemeinde nicht nur eine Hilfe sondern vor allem Rüstzeug zum Verständnis nicht nur des paulinischen Briefes, sondern auch der Heiligen Schrift und somit auch konfessionsübergreifend zu empfehlen. Natürlich sollten auch evangelische Hauskreise eben diesen Kommentar in ihre Arbeit aufnehmen. Wie auch in den vorigen Bänden gewinnt man Einblick, wie Calvin in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts überzeugend darlegte, was christlicher Glaube und Christentum auf der Basis des Evangeliums waren, ist und auch zukünftig sein wird, wobei er hier kein unfehlbares Dogma aufrichtet, weil der interessierte Leser die Bestätigung aus dem Bibeltext erfahren kann. Für lutherische Theologen zeigt es auch die Nähe zwischen Luther und Calvin. Wer ihn aufmerksam liest wird erkennen, warum Calvin einer der größten Lehrer der gesamten Kirchengeschichte ist, und auch bleiben wird.