Man kann es kurz machen: "Call of Duty 4: Modern Warfare" ist eines der besten, intensivsten und originellsten Action-Spiele der letzten Jahre. Schon immer gelang es den Machern, durch clevere Skriptsequenzen Spannung zu erzeugen. Das wird diesmal auf die Spitze getrieben.
Ganz unüblich für die Reihe spielt "Modern Warfare", der Titel lässt es erahnen, in einem gegenwärtigen Szenario. Man begibt sich auf die Jagd nach einem russischen und einem arabischen Terroristen. Dazu schlüpft man gleich in zwei Rollen: Als US-Soldat Paul Jackson und als britischer Soldat Soap McTavish. Doch das ist nicht alles: Zunächst erblickt man die Welt von "Modern Warfare" aus den Augen des Präsidenten eines arabischen Staates, kurz vor und während seiner Exekution. Wer also allzu schwache Nerven hat, sollte vielleicht zwischendurch mal einen Kaffee trinken gehen, denn machen kann man während dieser Sequenz nichts. Es soll übrigens nicht die einzige Szene sein, die unter die Haut geht.
Den Entwicklern von Infinity Ward ist ein äußerst abwechslungsreiches, fesselndes Spiel gelungen. In einer der coolsten Missionen sitzt man als Bordschütze in einem Flugzeug und beharkt aus der Luft bei Nacht Fahrzeuge und Soldaten des Feindes. Dann wiederum gibt es einen Zeitsprung und man spielt seinen eigenen Captain, der als Scharfschütze schon einmal versuchte, den russischen Terroristen auszuschalten. Natürlich gibt es auch die üblichen "Kill them all"-Missionen im Wald, in Gebäuden und auf Schiffen. Halt alles, was ein gutes Action-Spiel ausmacht. Dass nach weniger als zehn Stunden die Hatz vorbei ist, ist da egal. Ein gutes Spiel ist ein gutes Spiel.