Der California Sunbounce Mini wird in einer armdicken, etwa 130 cm langen Tasche verpackt. Heraus komen vier daumendicken Aluminiumrohren mit Kunststoffzapfen und eine Bespannung.
Um den Rahmen zusammen zu setzen, werden die beiden langen Rohre durch die schwarzen Schlaufen auf der langen Seite der Bespannung gesteckt. Sehr hilfreich ist dabei, dass die Eckschlaufen geschlitzt sind, damit sich die Rohre durch das Ende durchschieben lassen. Dadurch ist keine Kraft notwendig für diesen Schritt der Montage.
Als nächstes werden die beiden kurzen, gewinkelten Rohre in die Kunststoffzapfen des einen langen Rohres gesteckt. Ich lege dazu das lange Rohr auf den Boden und stecke im Stehen die kurzen Rohre auf.
Der letzte Schritt erfordert etwas Kraft: jetzt müssen die kurzen Rohre auf in die Zapfen des anderen langen Rohres gesteckt werden. Ich steige dazu mit dem Fuß auf das liegende lange Rohr (im Stoff gibt es eine praktische Aussparung, die gerade groß genug ist) und ziehe das obere lange Rohr hoch um genügend Spielraum zum Stecken zu erhalten.
Das Ganze hört sich kompliziert an, lässt sich aber in ca. 90 Sekunden erledigen.
Jetzt ist der Stoff der Bespannung glatt und faltenfrei gespannt und kann als Reflektor verwendet werden. Die eine Seite ist weiß, was für ein weiches Licht sorgt, die andere gold/silber im Zebra- bzw. Zick-Zack-Muster, was für ein minimal härteres, etwas wärmeres Licht sorgt. (Der Effekt ist lang nicht so stark wie bei einem rein goldenen Reflektor).
Der Reflektor ist sehr leicht (knapp unter 1 kg) und angenehm zu halten. Und er ist sehr stabil und gibt kaum nach. Deshalb wird er bei Wind ganz schnell zum Segel. Da gibt eher das Stativ oder der Assistent als der Sunbounce nach ... also gut befestigen!
Mit dem Sunbounce zu arbeiten macht wirklich Spaß: das Licht läßt sich leicht dahin bringen wo man es haben will und dann bleibt es auch da. Vor allem draußen kein Vergleich mit windigen Faltreflektoren.
Nachteilig ist neben der Kraft, die beim Aufbau benötigt wird, vor allem, dass in der Hülle kaum Platz für die Bespannung ist. Ich wickele sie um die Stangen und schiebe das ganze dann in die Hülle. Eleganter wäre es, den Stoff einzeln in einem Kunststoffbeutel gegen Schmutz geschützt in die Hülle packen. Dazu ist die Hülle jedoch etwas zu eng.
Und dann ist da noch der Preis ... sagen wir das mal so: man bekommt Profi-Qualität zum Profi-Preis. Bezahlt macht sich das beim ersten Schooting unter freiem Himmel. Wer Geld sparen möchte, findet für einen Bruchteil des Preises Faltreflektoren, die ebenso schönes Licht machen, aber in der Handhabung bei Wind Kompromisse erfordern.
Eine klare Kaufempfehlung für jeden, der Geld mit Photoshootings unter freiem Himmel verdient oder für den das Beste gerade gut genug ist. Für diese Qualität gibt es auch fünf Sterne. Trotzdem gilt: man kann auch wesentlich günstiger schönes Licht bekommen.