Cal ist Katholik und lebt mit seinem Vater im protestantischen Nordirland. Sein Kumpel Crilly und Skeffington veranlassen ihn immerzu als Fahrer bei Terroreinsätzen zu fungieren. Cal will aussteigen, doch er wird von seinen Freunden unter Druck gesetzt und begeht Anschlag um Anschlag. Er trifft auf die Bücherhändlerin Marcella, die er nach einem Jahr des Attentats auf ihren Gatten wiedererkennt. Bald verliebt er sich in sie und dennoch bleibt die Schranke irgendwo...
Das Buch setzt einen guten Einblick in die Problematik des immerwährenden Konflikts zwischen beiden Staaten und hebt den Schwerpunkt nicht auf Politik, sondern gibt die Perspektive des Alltags in Nordirland wieder, mit Cal als Hauptfigur. Thema sind natürlich die Differenzen zwischen den Konfessionen, Anschläge der Katholiken auf öffentliche Einrichtungen und natürlich die Liebesgeschichte zwischen Cal und Marcella. Es ist sehr flüssig zu lesen, manchmal jedoch etwas zu langatmig, zu viele unnötige Details werden genannt (ständig werden Zigaretten geraucht/angezündet/hervorgeholt; eine Tasse Tee ausgegeben/getrunken/serviert usw.). Manchmal vermisst man die Spannung, vor allem wenn man speziell dieses Buch anfängt zu lesen und langsam in den Genuss kommt, glaubt man, es würde bald etwas Großartiges passieren, irgendein besonderer Anschlag, aber denkste. Die Handlung zieht sich hin, bis vielleicht zwei oder drei Überraschungsmomente im Buch auftauchen. Gefallen haben mir aber die farbigen Charaktere, also z.B. Cals lahme, verträumte, beeinflussbare Art oder Crillys aggressives, entschlossenes und unberechenbares Verhalten. Alles in allem kann ich diesen Roman trotzdem empfehlen, es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, jedoch nicht sehr anspruchsvoll.
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.