Die Platte ist ein Zusammenschnitt aus zwei Konzerten, die der große Tenorist Stan Getz mit Kenny Barron am Piano in Kopenhagen gegeben hat - einmal als Quartett-Besetzung und einmal zu zweit. Es sind 9 ruhige, intime, introvertierte Stücke. Im Kopf muss man dabei immer behalten, dass Stan Getz nur 3 Monate nach dem späteren der beiden Konzerte - dem Duokonzert - gestorben ist. Hört man seine Duo-Einspielungen auf der Platte, wird man das Gefühl nicht los, dass dieses Konzert sein Schwanengesang sein sollte. Trotzdem sind die Stücke nicht todtraurig - nur eben sehr gefühlvoll und intensiv, andererseits aber smooth und cool wie immer. Man hört förmlich, wei Stan Getz seine ganze Seele in jede Note hineinlegt, im Wissen, dass er nicht mehr allzu viele spielen können wird. Kenny Barron ist eher zurückhaltend, blüht in seinen Soli aber auch richtig auf. Niemand will dabei irgendjemandem was musikalisch beweisen oder angeben - nein, man macht einfach Musik, bei der ich angesichts einzelner Phrasen immer wieder nicht anders kann als "wie schön!" zu denken.
Die Welt wird durch diese Platte nicht neu erfunden - aber man bekommt liebliche, aber auch anspruchsvolle Musik geboten