Produktinformation
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Zwischenzeitlich bei einem Major Label untergebracht, wird Café Del Mar seit der letzten Ausgabe wieder am Ursprungsort, auf Ibiza, zusammengestellt und das macht sich deutlich in der Trackauswahl von CDM-Resident-DJ Bruno Lepetre bemerkbar. Keine aufgezwängten Titel eines Musikkonzerns, sondern liebevoll kredenzte Perlen für den perfekten Sonnenuntergang am Meer oder zu Hause. Dass sich der Ambientmix von Blank & Jones "The Hardest Heart" auch auf der Compilation befindet, mag zwar auf dem ersten Blick etwas befremdlich sein, doch hat der Track alles, was einen Chill/Ambient-Track ausmacht.
Mediterrane Takte kommen von Terra Del Sol und Rue De Soleil, die nicht nur die Sonne im Namen haben, sondern auch gleichzeitig den Sonnenuntergang im Beat: klassische Akustikgitarren, sanft gehauchte Vocals und melodiöse Flächen zum Wegschmelzen kitzeln das gewisse Etwas aus den Lautsprechern heraus. Lepetre selbst hat sich mit "On Your Skin" vereweigt, einem Gitarren-Zurücklehntrack ohne jegliche hektische Zutraten. Auch "My Movie Is Like Life" der allgegenwärtigen Future Loop Foundation hat angenehmes Loungefeeling im Rhythmus, erinnert an De-Phazz. Hingerissen von Meer, sanften Chill-out-Träumen und dem nächsten Sonnenurlaub ziehen Vargos "The Moment" und Lovers Lanes "Face Of Beauty" im Zeitlupentempo an einem vorbei -- zu schön, um nicht noch mal den Play-Knopf zu betätigen und die 14 Tracks erneut zu genießen. --Mark Hartmann
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Seit einem guten Jahr bin ich absoluter Fan von guter Chill-Out Musik. Um so mehr war ich begeistert, als ich in meiner Lieblingskneipe die CD Café de Mar 4 hörte.
Es war Liebe auf den ersten Ton... Somit war ich auf den Plan gebracht, und habe mich so nach und nach durch alle Café del Mar's durchgehört. Und ich muss sagen: Das Niveau des Volume 4 haben die Macher von Café del Mar (bis heute) nie mehr ereicht. Als ich schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, ist mir das 9te Volume in die Hände gefallen: Zweifellos der zweite Höhepunkt. Wie auch die 4te Café del Mar zeichnet sich auch die 9te durch eine sehr angenehme Vielfalt aus. Jeder Track klingt anders, ist nahe zu etwas Besonderes, ohne aber unangenehm aus der Reihe zu fallen: Beide CDs sind durch und durch herrlich chillig, ohne nur einen Störfaktor.
So, und jetzt komme ich endlich zum 10ten Album... Nachdem No.9 so unerwartet gut war, habe ich in einem Anfall von Leichtsinn einfach so, ohne mal 'reinzuhören das Album 10 bestellt. Ich ging davon aus, dass sich die Café del Mar Macher wieder auf ihre alten Tugenden zurückbesonnen haben, und ein Album, dass den Abschluss einer Decade darstellt, von höchster Qualität abliefern.
Leider wurde ich herb enttäuscht... Die ersten 3-4 Tracks beginnen relativ angenehm chillig, sind aber nichts Besonderes (mal verglichen mit José Padillas "Que Bonito" - Das ist 'was Besonderes!).
Doch okay... Es ist nicht leicht, wirklich gute Chillout Musik zu finden. Doch ganz zu meinem Erstaunen, wurde es ab der Mitte der CD überhaupt nicht mehr entspannend. Ganz im Gegenteil: Viele, laute und dominante Drum-and-Base-Beats machen nervös und verleihen (zumindst mir) keinen Hauch von Chillout. Auch störend auffälig sind die vielen gesungenen Parts in einem Großteil der Tacks dieser CD.
Da helfen dann auch Ausflüge, die stark an Jazz und südamerikanische Klänge erinnern gar nicht; ganz im Gegenteil: auch diese wirken befremdent und geben den entsätzlichen Eindruck eines unsensibel zusammengebastelten Samplers.
Nichts erinnert an den Glanz und die Harmonie der Volumes 4 und 9.
Und, was mir auch sehr fehlt, ist wenigstens ein Track, denn ich mindestens fünf mal am Tag hören muss, weil ich nicht genug davon bekommen kann. (Siehe z.B. "Haunted Dancehall" von Sabres auf Pardise, oder "Many Rivers to Cross" von CDM...)
Um zu einem Schluß zu kommen:
Ein normal guter Chillout-Sampler. Aber leider, keine CD, die
würdig ist den Namen Café del Mar zu tragen. Diese Serie steht, zumindest für mich, für Perfektion in Punkto Chillout. Und egal was man über dieses Album sagt. Perfekt ist es nicht annähernd. Es gibt für weniger Geld bessere Sampler dieses Genres.
Würde von einem "blinden" Kauf dringend abraten. Zumindest mal vorher reinhören, und vor allem vorher mal Volume 4 und 9 anhören, falls noch nicht geschehen.
Schade... - Aber ich hoffe auf Volume 11 ;)
Obendrein ist die vorliegende CD kopiergeschützt, worauf aber weder, auf dem Cover, noch auf der CD selbst hingewiesen wird. Frecherweise prangt dann noch das "Compact-Disc - Digital Audio"-Emblem auf der CD, was vorgaukelt, dass es sich um eine "Red Book"-konforme CD handelt.
An solchen Maßnahmen und an der minderwertigen Qualität der Stücke zeigt sich, dass CdM nun zu einem großen Label gehört. Alles geht mal vorbei. Schade eigentlich.
Als namenloser "Chill Out"-Sampler wäre CdM 10 gar noch höher zu bewerten. Doch von Platten mit dem Markenzeichen "CdM" erwarte ich einfach mehr. Wie habe ich mal in einer Rezension zu CdM 4 gelesen: "... den Sommer authentisch klingen lassen."
Nämlich genau das konnte José Padilla auf den alten CdMs (ganz besonders auf 3, 4 und 5): Er konnte den Sommer erklingen lassen, das Gefühl dieser Insel Ibiza ins heimische Wohnzimmer bringen. Vielleicht auch gerade deswegen, weil er aus einem viel breiteren Fundus schöpfte, als es sein Nachfolger Bruno macht. Da gab es eben auch spanisch oder orientalisch angehauchte Stücke oder auch jazzige Sachen. Stücke, die auch nach dem 500sten Hören nicht langweilig werden wollen.
Diese musikalische Bandbreite kann Bruno nicht vorweisen, was jedoch letztendlich nicht stört, denn ein Großteil der in den letzten Jahren neu hinzu gekommenen CdM-Hörer hat diese nämlich auch nicht. Ordentlich vor sich hin blubbern muss es. Viel mehr zählt nicht, wenn man mit Oakley-Brille und Drink am Strand, in Café oder Bar sitzt. Und diesen Zweck erfüllt CdM 10 ganz hervorragend.
Aber was soll man herum jammern? Die Zeit steht nicht still. Früher oder später verändert sich eben alles. Auch Ibiza, auch das Café Del Mar. Das hat auch José Padilla eingesehen und hat deswegen nicht nur seinen langjährigen Arbeitgeber sondern auch Ibiza verlassen ... doch nicht vergebens, denn JP hat beidem unvergesslich seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt.
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