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Caesar.
 
 
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Caesar. [Taschenbuch]

Christian Meier
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 601 Seiten
  • Verlag: Dtv; Auflage: 5. A. (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423305932
  • ISBN-13: 978-3423305938
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 778.373 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Meier
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Kurzbeschreibung

Der römische Diktator Gaius Julius Caesar, zu seiner Zeit wie in späteren Jahrhunderten umstritten, übt heute noch eine große Faszination aus. Er birgt viele Widersprüche in sich: ruchloser Demagoge und Mann von Ehre, verwöhnter Dandy und Spartaner, Literat und Welteroberer, Frauenheld und soldatisches Vorbild seiner Legionen, rachsüchtig bis zur Grausamkeit und gerühmt wegen seiner "clementia" (Milde). Er überschreitet den Rubicon und beginnt den Bürgerkrieg, nicht um die Krankheiten Roms zu heilen, die er auch gar nicht sieht, sondern um seiner "dignitas", seiner Ehre und Würde willen.
Dieses Buch ist weit mehr als bloß die Biographie eines bedeutenden Mannes. Der Autor sieht in dem Phänomen Caesar "eine eigentümliche Ausformung des Allgemeinen im Besonderen . . . und zudem eine durchaus aktuelle Problematik". Es geht um die Bedeutung, die Technik und die Grenzen politischer Macht; um die Einsamkeit eines Außenseiters in den besonderen Umständen seiner Zeit - und um ein gerade in se iner Außerordentlichkeit, in seiner Gratwanderung an den Grenzen des Möglichen bemerkenswertes Exemplum menschlichen Lebens.

Klappentext

"Christian Meiers Caesar-Biographie darf ein intellektuelles Ereignis genannt werden."
Nürnberger Nachrichten

"Christian Meier kann sehr gut erzählen, überaus lebendig beschreiben. Ein schönes, ideenreiches Buch."
Golo Mann, Spiegel

"Es handelt sich um eine historiographische Leistung, auf die unsere Zeit stolz sein kann."
Viktor Pöschl, Die Presse -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Benjamin
Den Rubicon überschreiten" ist ein geflügelter Satz. Doch als Gaius Julius Caesar dies mit seinen gallischen Legionen im Jahre 49 v. Chr. tatsächich tat, bedeutete dies den Anfang vom Ende der bereits seit einem Jahrhundert dahin sichenden römischen Republik. Innerhalb weniger Jahre besiegte er die republikanischen Heere, die unter Führung seines ehemaligen Freundes und Schwiegersohnes Pompeius kämpften. Am Ende hätte Caesar es fast geschafft aus Rom eine Monarchie zu machen. Doch bevor es dazu kam, ermordete Ihn eine Gruppe von republikanischen Verschwörern an den Iden des März (15.3.) 44 v. Chr. Erst sein Neffe Octavianus sollte 15 Jahre später sein Erbe antreten. Wir kennen ihn unter seinem Beinamen: Augustus.
Christian Meier, einer der bekanntesten populär-wissenschaftlichen Althistoriker Deutschlands, beschreibt in seiner Cäsar-Biographie das Leben dieses Mannes, dessen Name auch heute noch einen gewissen Klang hat. Und welcher Lateinschüler kennt nicht seinen "De Bello Gallico"? Caesar war ein Mann voller Widersprüche. Konservativer, aber doch Revolutionär. Asket, führte er doch teils ein ausschweifendes Leben (Stichwort Cleopatra). Aus altadliger Familie stammend, aber doch Führer der Popularen, der römischen "Volkspartei" (wobei nicht Partei im heutigen Sinne gemeint ist). Komprimiert beschreibt Meier Caesars Flucht vor dem Diktator Sulla, seine Jahre im gallischen Krieg, die Zeiten des Triumvirats und der Alleinherrschaft. Dabei kann sich Meier auf die Studien seiner berühmten Studie "Res Publica amissa", in der Meier schon einmal den Niedergang der römischen Republik beschrieben hat. Die Wirren der Revolutionszeit seit den Gracchen und die Fortsetzung des Kampfes zwischen "Optimaten" und "Popularen". Dabei zeigte Meier die Ausformung des Allgemeinen im Individuums auf. Denn vor Caesar gab es einen Sulla, Marius und Pompeius. Der Niedergang der Republik war bereits vorgezeichnet.

Höchst informativ, dennoch präsentiert in einer ansprechenden Form. So kann man das Buch von Meier zusammenfassen. Meiers zweites großes Werk "Athen - ein Neubeginn der Weltgeschichte" ist ebenfalls zu empfehlen. Auch dort wird ein ähnlich angenehmer Stil gepflegt. Problematisch ist Meiers wissenschaftlicher Bezug. Man kann ihm kaum Vorwürfe machhen, auch wenn manche Forschungsberichte nicht integriert wurden. Aber gerade der Verzicht auf eine Bibliographie und wenigstens rudimentäre Anmerkungen fallen unangenehm auf. Hier hätte man mehr tun können, ja müssen, ohne das es der lesbarkeit einen Abbruch getan hätte. Dennoch: wer sich über die Spätzeit der römischen Republik und den Menschen Caesar informieren will, ist hier richtig.

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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Der Autor selbst bewertet seine Darstellung zu Beginn des Nachwortes als "wissenschaftliche Biographie in erzählerischer Absicht" zu der jeder Leser, sei es der interessierte Laie ohne jedwegige Vorkenntnisse oder aber der bereits in der Geschichte der späten römischen Republik Bewanderte, Zugang haben solle. Diesen Anspruch hat Christian Meier voll erfüllt!

Die zuerst 1982 erschienende Biographie beweist, dass historische Forschung nicht, wie oftmals behaupet, per se in trockener steifer Sprache daherkommen muss. "Caesar" hingegen mutet stellenweise fast schon wie ein historischer Roman, mit einem antiken Superhelden in all seinen positiven wie negativen Eigenschaften, an.

Dabei ist das Buch zuerst der Versuch einer hermeneutischen Rekonstruktion von Caesars Intentionen sowie der Quelle seiner, auch heute noch schier unmenschlich anmutenden, Energie und Durchsetzungskraft. Da jedoch für die Wirkungskraft der Person Caesar die institutionellen Gegebenheiten der späten römischen Republik den Rahmen bildeten, wirft Meier auch einen ausführlichen Blick auf die Struktur von Politik und Macht in dieser Zeit. Diese Passagen sind teils wörtlich aus Meiers eigner Analyse "Res publica amissa" (1966) übernommen, bis Heute das Standarswerk überhaupt über die Verfassung der römischen Republik.

Doch wer war Caesar denn nun eigentlich? Ein genialer Feldherr und Staatsmann, dem der Respekt der Nachwelt gebührt, oder ein brutalere Kriegstreiber, der 50 Feldzüge mit annäherungsweise zwei Millionen Opfer nur seiner Ehre, seiner dignitas, wegen führte und damit der res publica, ob gewollt oder ungewollt, den finalen Todesstoß gab. Die Antwort auf diese Frage, so Meier, dürfe nicht nach modernen Maßstäben und Wertekriterien erfolgen. Vielmehr müsse sich der heutige Betrachter "der Fremdheit und der Distanz einer fernen Zeit ganz bewußt" werden, um sie dann in "seiner Gegenwart verständlich [zu] machen" (580).

Demzufolge versucht Meier das Politikverständniss sowie das Weltbild von Caesar und seinen Zeitgenossen zu rekonstruieren. Dabei kommt er zu dem Ergebniss, dass die res publica von ausnahmslos allen Schichten, und auch von Caesar selbst, als alternativlos betrachtet wurde, obwohl deren Institutionen offensichtlich nicht mehr zur Beherrschung eines Weltreiches in der Lage waren. In dieser "Krise ohne Alternative" nun schuf sich Caesar durch seine Begabung und seine Energie eine Sonderrolle, basierend auf der Macht seiner Legionen, die das Prinzip der aristokratischen Gleichheit bedrohten. Das Paradoxe dieser Zeit liege nämlich darin, dass Caesar seine Eroberungen in Spanien, Africa und (ganz) Gallien wohl hauptsächlich wegen der aristokratischen Kardinltugend, der dignitas, führte und das dann sein unheimlicher Erfolg die auf der dignitas beruhenden Gesellschaft in ihrer Existenz bedroht.

Ein Außenseiter sei er gewesen, ein enfant terrible, ein Mensch von wahrer Größe (wobei dieser Begriff bei Meier wertneutral gebraucht wird), welcher die Schwäche der alten Institutionen wohl erkannt und auch auch vielfach ignoriert habe, ohne aber ein gesellschaftliches Alternativmodell zu entwickeln. So wurde Caesar an den Iden des Märzes (15. März) 44 v. Chr. im Senat niedergestochen, um die res publica von dem Tyrannen zu befreien. Sein Stiefsohn Octavius, der spätere Augustus, stellte dann tatsächlich offiziell die Republik wiederher. Doch de facto war die Staatsform ab 27 v. Chr. die einer Monarchie, der von Caesar der Weg geebnet worden war.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Mittlerweile gibt es viele neuere, detaillierte Biographien über den römischen Feldherren und Politiker. Was jedoch dieses Werk aus den frühen 80er Jahren auszeichnet, das ist die Wahl des Schwerpunktes. Es geht um die Nacherzählung einer Lebensgeschichte, die wie ein Scharnier zwischen dem Aufstieg Roms als Republik und seinem Höhepunkt und der späteren Stagnation als Kaiserreich zu stehen scheint. Vor Caesar gab es den permanenten Konflikt zwischen Optimaten und Popularen. Nach Caesar gab es Augustus und seine Nachfolger.

Die politische Dynamik dieser Zeit ist von Meier mit ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen sehr klar und meistens auch spannend beschrieben. So setzt das Buch auch bereits mit der Erzählung früherer Konflikte und der Genese der Vorgänger von Caesar ein, die auf der Basis von Militärgewalt in die Konflikte der Republik gewaltsam eingriffen. Wie Augustus ohne Caesar nicht denkbar ist, ist es wohl Caesar nicht ohne Marius und Sulla. Der Machtverlust - besser: Der Verlust an intellektuellem Potential und gesellschaftlicher Autorität - des römischen Senats wird gut beschrieben. Und so lernt der Leser, dass die Geschichte dieser Welt eben nicht immer in Form einer Entwicklung von autoritären Systemen in Richtung einer demokratischen Mitbestimmung von freien Bürgern verläuft. Möglicherweise hatte der Autor dann doch eine kleine Warnung im Hinterkopf: Wenn ein demokratisches System (und sei es auch nur eine Adelsrepublik) seine Probleme nicht mehr lösen kann, dann führt das erzwungenermaßen in die Diktatur.

Schlüsselpunkt nach Meier scheint es hier gewesen zu sein, dass es dem Senat nicht mehr gelang, unterschiedliche Persönlichkeiten in die Gesellschaft zu integrieren. Möglicherweise war das Problem aber auch, dass durch die besondere Geschichte Roms Persönlichkeiten entstanden, die einfach nicht mehr integrierbar waren. Ceasar scheint ein Mann gewesen zu sein, der persönliche Leistungsfähigkeit, Überlegenheit, Klugheit, Mut, Heldentum usw. weit mehr schätzte als das Funktionieren einer Gemeinschaft. Nicht zuletzt dieses Ethos war dann einer der Hintergründe seiner Verachtung der Institutionen des alten Roms.

Man muss allerdings sagen, dass die Persönlichkeit Caesars einem doch beim Lesen oft etwas fremd bleibt. Zwar sind auch von ihm selbst Texte überliefert geblieben. Diese stellen jedoch einen eher kalten Machtmenschen dar, so dass man meint, auf den Menschen hinter der für die Nachwelt geschaffenen Oberfläche nicht wirklich erkennen zu können. Dies mag aber wohl kein Fehler von Meier sein, sondern zeigt eher, wie sehr man auch in der Antike die Kunst der Selbstdarstellung beherrschte. So bleibt das Bild eines Menschen, dem bis zu seinem Tod praktisch alles gelungen ist, was er sich vorgenommen hat, und der die kurzen Krisen in seinem Leben nicht als Bruch sondern nur als temporäre Herausforderung erfahren hat.

Nur an den Iden des März stellte sich dann doch heraus, dass seine Mitmenschen dieses Maß an Erfolg nicht ertragen konnten.
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Vor 20 Monaten von Frank veröffentlicht
schwache biographie von caesar
Das buch hat zwar einen umfang von ca 600 seiten aba irgendwie steht da nix drin was ich für mein spezialgebiet in latein gebrauchen könnte. Lesen Sie weiter...
Am 7. Mai 2005 veröffentlicht
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