Die Lebenszeit Caesars (100 bis 44 v. Chr.) fällt in jene Epoche römischer Geschichte, in der die Widersprüche der Sklavenhaltergesellschaft am schärfsten hervortraten. Großes zu vollbringen, und mit den nötigen Talenten dazu ausgestattet, hat er den Machtkämpfen der herrschenden Klasse die entscheidende Wendung gegeben. Indem Caesar die tödliche Engstirnigkeit des alten Senats durchstieß und militärischen, politischen und ökonomischen Maßnahmen das römische Weltreich festigte, wies er seiner Gesellschaft einen Weg aus der Krise. Die gesellschaftlichen Erschütterungen jener Jahrzehnte, die ihn emportrugen und fällten, die klangvollen Namen der Gegenspieler, die dramatischen Schlachten, die geschundenen Legionäre und die unterdrückten Völker, die aufbegehrenden Sklaven und das durch Kornspenden und Gladiatorenspiele manipulierte Volk Roms geben den Stoff für Waltraud Lewin, der Wirklichkeit jener über zweitausend Jahre zurückliegenden Ereignisse nahezukommen..
Gaius Julius Caesar - Feldherr, Politiker, Literat, Abenteurer, Tyrann - ist nie aus dem Bewusstsein der Nachwelt geschwunden. Hat sich sein Bild auch im Urteil der Epochen verändert, wurde sein Genie gepriesen oder Bestritten, die Jahrhunderte überdauernde Wirkung seiner Taten hat jeder Nachrede widerrstanden.