Nun ja, eigentlich läuft die nunmehr achte Staffel von C.S.I. Las Vegas noch jedem Tatort im deutschen Fernsehen den Rang ab.
Sie ist aber doch eher eine außerordentlich durchschnittliche Staffel geworden, was (wie ich jetzt einfach mal so vermute) an dem Autorenstreik liegen dürfte, welcher über diese Staffel eingebrochen ist.
Sicherlich, es wird gleich die Frage geklärt, wie es mit Sara weitergeht und auch ihr Burn-Out-Syndrom macht Sinn, um die darauf folgende Konsequenz ihres Handelns dem Zuschauer logisch zu erklären.
Das wars dann aber schon. Erst gegen Ende, ich will mal sagen, so die letzten 4-5 Folgen bekommt die Serie wieder den Biss, welchen ich zu Anfang doch erheblich vermisst habe. Da helfen auch die seltsam komischen Folgen, die nicht wirklich komisch sind, darüber hinweg dass mit einigen Lückenfüllerfolgen gearbeitet wurde, um zu kaschieren, dass die CSI Autoren streikten und man etlichen freie Autoren verpflichten musste um die Serie fortzuführen. Anders ist es nicht zu erklären dass solche Gurkenfolgen wie, "Bullen kommen teuer" oder Ronnie Lake im Filmstudio des Todes" entstanden sind.
Was bleibt sind Folgen wie "Ungeziefer", "Noch mehr Ungeziefer" und "Tot, ist nur, wer vergessen wird" die im Gedächtnis bleiben, da sie eine eigene Geschichte erzählen und das radikale Ende dieser 8. Staffel einläuten.
17 Folgen von denen ich etwa 5 als gut bezeichnen würde sind ein klares Fazit für eine eher durchschnittliche Staffel von CSI. Bisher war Staffel 4 für mich eine schwache Staffel, welche aber einige hammerharte Morde aufweisen konnte und dies wurde jetzt durch die 8. Staffel traurigerweise überholt.
Auserdem sollte William Petersen sich in Zukunft entscheiden, ob er Grissom jetzt mit oder ohne Bart spielt.
Und wer denkt, dass die Folge unter Regie von William Friedkin was besonderes ist, der irrt gewaltig.
Ich hoffe auf eine bessere 9. Staffel, befürchte aber beinahe, dass die Qualitäten der anfäglichen Staffeln nicht mehr erreicht werden können.
Man hat einfach schon alles gesehen.
Noch etwas zur Blu-ray:
Die 17 Folgen wurden in ordentlicher Qualität auf die 3 Scheiben gepresst und sind auch gelegentlich schön scharf. Durch Verfremdungseffekte der Serie schwankt die Qualität manchmal bei Nahaufnahmen der Gesichter etwas, was aber auch Stilmitel sein könnte.
Positiv auch die Bonusfolge von "Without a Trace" die leider nicht Synchronisiert wurde, sondern nur mit deutschem Untertitel läuft. Hier hätte man wirklich die Synchro auch noch draufpacken können.
Sound war mir nicht so wichtig, ist aber eher durch die Dialoge Frontlastig und hört sich sauber an.
Was bleibt ist, dass ich mir noch weitere Veröffentlichungen dieser Art auf Blu-ray wünsche.
Wohlgemerkt mit einer ganzen Staffel und nicht zweigeteilt.