Kurz zum Inhalt:
Forscher finden im Jahr 2014 auf der Erde eine verborgene Maya-Stadt, deren Ursprung sich Stück für Stück als außerirdisch erweist. Die Entdeckung aktiviert einen Sender, der ein tausende von Lichtjahren entfernt liegendes Sternenreich kontaktiert. Die Meldung alarmiert dabei die beiden größten, miteinander konkurrierenden Fraktionen - zum einen die sog. Gilde, zum anderen die 7 Königreiche (7K) - die sich daraufhin mit kleinen Expeditionseinheiten auf den Weg zur Erde machen. Beide verfolgen unterschiedliche, widerstreitende Ziele, so dass es auf der Erde letztlich zu einem Aufeinanderprallen der Interessen kommt.
Die Geschehnisse werden dabei sowohl aus der Ich-Perspektive der drei Hauptprotagonisten (Erde - Uni-Professor, Gilde - Militäroffizierin, 7K - Mitglied der königlichen Exekutive) als auch aus der Dritte-Person-Perspektive einer Vielzahl begleitender Akteure geschildert.
Wie auch schon in anderen Rezensionen beschrieben, ist die Erzählung aufgrund der verschiedenen Handlungsstränge und der vielen Protagonisten sehr komplex und fordert den Leser insbesondere in Sachen Namensgedächtnis und Zuordnung von Personen (leider hat der Autor erst im zweiten Band ein Namensverzeichnis eingefügt).
Nichts desto trotz ist die Story gerade wegen dieser verwobenen Handlung in meinen Augen einfach klasse. Die Erzählweise des Autors ist sehr gradlinig und spannend, unnötige Längen habe ich nicht feststellen können. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven der Akteure belebt die Erzählung - so führen die Wechsel in die Ich-Perspektive dazu, dass man plötzlich mitten im Geschehen ist und dieses quasi direkt miterlebt.
Obwohl die Romane unter dem Genre der SF laufen, halten sich die technischen Beschreibungen doch in Grenzen. Natürlich gibt es Raumschiffe, futuristische Waffen etc., dennoch verzichtet der Autor auf seitenfüllende, pseudowissenschaftliche Erklärungen, warum welches Teil wie funktioniert. Ebenso gibt es keine Aliens (zumindest in Band 1), alle Beteiligten sind Menschen. Gerade die Geschehnisse auf der Erde und die Frage nach den Ursprüngen der versunkenen Stadt erinnern eher an einen Abenteuerroman.
Im Ergebnis bietet der Roman eine tolle Mischung verschiedener Zutaten und hat mir ausgesprochen gut gefallen, Band 2 liegt bereits auf meinem Schreibtisch.