Eine Schachserie mit den Charakteren eigener Serien zu machen, ist an sich schon mal keine schlechte Idee und erfüllt einen Nutzen. Zwar glaube ich, dass die Zielgruppe dieser Serie ehr weniger Interesse an Schach hat, was mich persönlich aber nicht stört, da ich die Figuren sicher das ein oder andere Mal gegen mein liebes Erbstück aus Holz eintauschen werde.
Die Figuren sind auch allesamt sehr hübsch gestaltet und machen sich gut, wenn auch nur zur Zierde.
Als die Hefte vor vielen Jahren erschienen sind, war die Begeisterung bei mir ziemlich groß, nachdem ich dann den Preis gesehen hab, verging mir dann der Spaß. Etwa 17 halte ich für Übertrieben - denn, es ist ja keine Einmalzahlung. 12 Hefte à 17 und da ist das Schachbrett noch nicht mit eingerechnet!
In einem normalen Schachspiel ist nur Verwendung für 32 Figuren, CLAMP liefert 36, was heißt 4 Figuren Sind doppelt und schon mal nicht Spielrelevant (oder Schachbrettdekorelevant). Finde ich schon mal groben Unsinn. Da hätte man in Ausgabe 1 doch lieber das Schachbrett anbieten können.
Die oft angesprochene Limitierung der Zeitschriftenexemplare war wohl vom Verlag zu hoch angesetzt (oder lag es doch am Preis?), denn jetzt nach Jahren hat u.a. sogar ein großer Textildiscounter alle Ausgaben für je 3 Angeboten. Ein Preis über den ich mich als Käufer sehr gefreut habe, den ich aber dennoch für unangemessen billig halte.
Es bestand im Dez. 2006 die Möglichkeit, wenn man unter den 200 ersten Einsender der Sammeleckenaktion mit dabei war, zwei Figuren und eine Sammelbox für 10 zu erwerben.
Ein nettes Extra, aber für ausgesprochen Sammlungsrelevant halte ich die Figuren nicht. Warum die simple Aufbewahrungsbox der Figuren allerdings auch limitiert ist, ist mir ein Rätsel. Diese hätte man doch mit dem Sammelschuber zusammen anbieten können.
Mein Fazit:
Schöne, liebevolle und interessante Aufmachung aber überteuert und mit dem Thema vielleicht am Publikum etwas vorbei.