Das Vorwort ist ziemlich langweilig. Richtig interessant wird es erst im dritten Kapitel über die CIA, die 1947 gegründet wurde, um den USA eine Möglichkeit zu geben, Katastrophen wie Pearl Harbour vorauszusehen und zu verhindern. Die CIA verhinderte in Chile die Präsidentschaft des sozialistischen Allende, bewirkte aber, dass eine rechtsextreme Diktatur die Macht im Land übernahm. Die CIA wollte unbedingt verhindern, dass der Kommunismus in Südamerika Fuß fasst und ignorierte dabei völlig das Völkerrecht, das besagt, dass die Menschen in einem Staat selbst entscheiden können, was für ein politisches System sie haben wollen, wenn es denn in fairen Wahlen an die Macht kommt. Ich kann zwar verstehen, dass die USA den Kommunismus eindämmen wollten, aber ich weiß nicht, ob es legitim ist, dabei Gewalt anzuwenden. Im eigenen Land führte das FBI in den 1950er Jahren eine schlimme Hexenjagd gegen echte und vermeintliche Kommunisten durch. Darunter waren Schriftsteller wie Ernest Hemingway, der eigentlich Rassist war, denn er hasste Schwarze. Also konnte er bestimmt nicht Kommunist sein. Da er aber mit dem spanischen Bürgerkrieg zu tun hatte, wo die Kommunisten gegen die Faschisten kämpften, war er für das FBI automatisch ein Kommunist. Ein Ehepaar wurde hingerichtet, weil es als kommunistisch bezeichnet wurde. Der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King, der gegen den Rassismus in den USA kämpfte, wurde auch als Kommunist angesehen, obwohl er mit ihm absolut nichts zu tun hatte. In Wirklichkeit wollte das FBI verhindern, dass der Rassismus in den USA bekämpft wird. Leider schreiben die Autoren im letzten Kapitel nichts darüber, dass die CIA muslimische Männer in Europa entführt und in Guantánamo festhält und teilweise foltert. Deshalb gibt es einen Punktabzug. Ansonsten ist das Buch gut.