Das Buch „CBT und WBT..." beschreibt praxisnah, wie man didaktisch anspruchsvolle Lernsoftware erstellt. Man benötigt keinerlei Vorkenntnisse. Der Autor schreibt sehr anschaulich und verzichtet weitestgehend auf „Fachchinesisch".
Das Buch besteht aus drei Teilen:
Teil 1 („Lernen am Computer") ist ein Crash-Kurs in Mediendidaktik. Der Autor zeigt anhand reichlich bebilderter Fallbeispiele, worauf es bei der Wissensvermittlung durch E-Learning-Programme ankommt.
Teil 2 („Bauplan für ein Lernprogramm") enthält einen Leitfaden zur Konzeption von E-Learning-Anwendungen. Der Schwerpunkt liegt auf „best practice"-Lösungen (ebenfalls reichlich illustriert).
Teil 3 („Workshop") ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Entwicklung eines interaktiven Lernspiels im Projektmanagement-Bereich. In 25 Arbeitschritten zeigt der Autor, wie man die Anwendung konzipiert, gestaltet und entwickelt (inkl. Programmierkonzept, aber ohne fertige Skripte). Das fertige Lernspiel liegt auf CD-ROM bei.
Das Buch selbst ist schön aufgemacht: Der neonorangefarbene Umschlag (im Buchhandelregal nicht zu übersehen ;-)) ist ein echter Hingucker, der Text ist in blaugrau gedruckt und bietet einen erfrischenden Kontrast zum sonst üblichen Einheitsschwarz. Sehr arbeitsfreundlich ist das Layout, eine breite Marginalspalte bietet viel Raum für eigene Notizen (für meine Arbeitsweise ein Segen ;-)). Der Broschur-Umschlag ist nahezu unzerstörbar, ich habe das Buch schon zig-mal in Händen gehabt und es sieht immer noch fast aus wie neu.
Einziges Manko: Die Abbildungen (Screenshots etc.) sind nicht vierfarbig, sondern im gleichen Blaugrau-Duoton gehalten wie der Text. Das sieht zwar auch gut aus, aber im Vierfarbdruck wären die grafisch teilweise sehr ansprechenden Abbildungen noch besser herausgekommen.
Fazit: Wer ein Lernprogramm erstellen möchte und dazu ein gutes Fachbuch sucht, ist mit dem Praxisbuch von Matthias Wendt bestens bedient. Es hat mir persönlich mehr geboten als vergleichbare oder teurere Komkurrenzprodukte.