Der Canon LBP7010C ist ein Farblaserdrucker der Einstiegsklasse. Er bietet keine Sonderfunktionen und ist eher minimalistisch konstruiert. Der Handhabung und auch den Druckergebnissen tut das aber keinen Abbruch.
Äußeres
Das Gerät ist zwar für einen Farblaserdrucker sehr kompakt, aber immer noch deutlich größer (vor allem höher) als ein typischer A4-Tintendrucker. Es ist zudem erheblich schwerer, d.h. es sollte an seinem Platz möglichst dauerhaft stehen bleiben können. Der Drucker macht einen soliden Eindruck, und die Verarbeitung ist gut. Äußerlich kommt er schlicht und büromäßig unspektakulär daher. Mir persönlich gefallen die geraden Linien besser als die knubbeligen Designs der meisten Tintendrucker. Handfeste Vorteile hat das Design beim Reinigen, denn das Gerät lässt sich sehr leicht und schnell von Staub befreien. Papiervorrat und Innereien des Druckers sind zudem gut vor Staub geschützt. Also alles ok hier.
Am Gerät selbst gibt es an Anzeigen außer der Betriebs-LED nur jeweils eine Warn-LED für die Zustände der vier Tonerkartuschen sowie für die Papierzufuhr. Letztere LED ist in einen Taster integriert, der zugleich außer dem Einschalttaster das einzige elektronische Bedienelement am Gerät selbst ist (u.a. für die Wiederaufnahme des Druckvorgangs, wenn neues Papier eingelegt werden musste).
Installation
Die Inbetriebnahme gestaltet sich problemlos, auch wenn es erstmal etliche Klebestreifen zur Transportsicherung zu entfernen gilt. Ein USB-Kabel liegt übrigens nicht bei, sollte also bei Bedarf gleich mitbestellt werden.
Windows erkennt den Drucker sofort, findet aber erst einmal keine passende Software (auch online nicht). Diese ist von der mitgelieferten CD zu installieren und wird dank Signatur auch klaglos akzeptiert (hier jeweils getestet mit Windows 7 32 Bit und 64 Bit).
Betrieb und Funktion
Das Betriebsgeräusch ist für einen Laserdrucker in Ordnung. Natürlich ist das Gerät nicht wohnzimmertauglich, der Geräuschpegel aber auch nicht ohrenbetäubend. Nach dem Einschalten klappert und surrt der LBP7010C ein Weilchen vor sich hin. Im Standby ist der Drucker aber völlig geräuschlos, ohne die gelegentlichen Klapperattacken manch anderer Geräte. Angenehm ist, dass der LBP7010C nur kurz vor dem Druck anläuft und danach relativ schnell wieder still ist.
Text- und Grafikausdrucke aus dem LBP7010C sehen exzellent aus, wie man es von einem Laserdrucker erwartet. Auch der Fotodruck ist für einen Laserdrucker absolut in Ordnung - neben dem typischen Raster (wie bei einer Zeitschrift) werden Fotos lediglich mit einem minimalen Rotstich versehen und kommen ein bisschen zu blass aufs Papier.
Aufwärmphase und Druckaufbereitung gehen sehr zügig, selbst großflächige Fotos werden relativ schnell ausgedruckt.
In der Nutzung habe ich bisher keine Probleme feststellen können. Das Einlegen neuer Blätter in den Papiervorrat geht leicht von der Hand, und auch Probleme mit dem Papiereinzug hatte ich bisher keine.
Laufende Kosten
Zu beachten ist, dass ein kompletter Satz von vier Tonerkartuschen (Typ 729 in Schwarz, Cyan, Magenta, Gelb) aktuell deutlich mehr kostet als der Drucker selbst. Die Reichweite der mitgelieferten "Starter"-Kartuschen bei 5% Deckung wird mit 550 Seiten (Schwarz) bzw. je 500 Seiten (Cyan, Magenta, Gelb) angegeben. Mit vollflächigen Ausdrucken, etwa großformatigen Fotos, geht der Toner natürlich wesentlich schneller zur Neige. Die nachzukaufenden Kartuschen sind mit einer nominellen Reichweite von nur 1200 Seiten (Schwarz) bzw. 1000 Seiten (Cyan, Magenta, Gelb) gerade einmal doppelt so groß. Würde man die Kartuschen gleichmäßig aufbrauchen, könnte man rein vom finanziellen Standpunkt aus fast überlegen, gleich einen neuen Drucker zu kaufen...
Ausgeschaltet oder auch im Standby-Modus, in den das Gerät bereits nach kurzer Nichtbenutzung übergeht, liegt der Stromverbrauch tatsächlich unter der Messgrenze meines einfachen Stromverbrauchs-Messgerätes (vom Hersteller angegeben: 1,1 Watt). Sehr löblich. Während des Ausdrucks wird natürlich kurzfristig sehr viel Strom gezogen (in Spitzen einige Hundert Watt) - auf der Stromrechnung wird sich das aber praktisch nicht niederschlagen, da diese Leistung bei normalen Ausdrucken nur für einige Sekunden benötigt wird.
Fazit
Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Hersteller (ähnlich wie bei den meisten Tintendruckern) dieses Grundgerät relativ günstig zur Verfügung stellt, um dann beim Verbrauchsmaterial (hier: Toner) den eigentlichen Gewinn einzufahren. Selbst wenn die angegebenen Reichweiten nicht übertrieben sind, ist das Drucken mit den LBP7010C nämlich keine günstige Angelegenheit.
Sinnvoll kann der Einsatz dieses Farblaserdruckers dank des niedrigen Anschaffungspreises aber allemal sein, insbesondere wenn nur selten gedruckt wird und die Ansprüche an die Qualität besonders im Text- und Grafikbereich hoch sind.
Der Canon LBP7010C liefert aus meiner Sicht eine überzeugende Vorstellung ab, und seine Leistung ist dem Kaufpreis allemal angemessen. Da ich ansonsten nichts zu meckern gefunden habe, gebe ich gerne eine Kaufempfehlung und fünf Sterne *****.