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Cézanne gesucht!: Roman
 
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Cézanne gesucht!: Roman [Taschenbuch]

Peter Mayle , Ursula Bischoff
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Unser Held, der glamouröse Fotograf André Kelly, arbeitet im Auftrag des glamourösen DQ-Magazins -- geleitet von der glamourösen Camilla Porter -- in Cap Ferrat an der (Sie haben's erraten) glamourösen Côte d'Azur. Beim Herumschnüffeln für ein paar Schnappschüsse am Stammsitz der steinreichen Denoyers beobachtet er zufällig wie Claude, das alte Faktotum der Familie, den Familien-Cézanne in einen Sanitärdienst-Kleinbus lädt. Verblüfft beginnt André nachzuforschen, und schon ist das Spiel im Gange. Peter Mayles jüngstes Unterfangen, Cezanne gesucht, ist ein Krimi, der gute Sitten und tadellosen Geschmack vorführt. Er führt seine Figuren -- selbstverständlich Absolventen der besten Schulen -- zu einigen der vornehmsten Schauplätze der Welt. Das Objekt der Handlung ist ebenfalls hochkarätig: ein entwendetes Gemälde im Wert von glatten 30 Millionen Dollar. Dieses Buch ein Leichtgewicht zu nennen, erschiene ungerecht und ungehörig. Es wird viel gereist, es gibt viel Prunk und viele Gelegenheiten für Mayle, Paris und die Provence zu beschreiben, inklusive der vielen Leckereien, die hier wie dort zu finden sind. Wer kann sich schon über einen Kriminalfall den Kopf zerbrechen, wenn das Essen so köstlich ist? -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ab, die Cote d' Azur!

André Kelly, New Yorker Starfotograf, freut sich auf seinen neuen Auftrag. Er soll das Haus der reichen Familie Denoyer für ein New Yorker Hochglanz-Magazin ablichten. Doch als er vor dem Anwesen steht, wird er Zeuge eines seltsamen Vorgangs: Der unbezahlbare Cézanne der Denoyers wird in einem Lieferwagen abtransportiert.

Aber wohin? Und was hat Andres Chefin mit der ganzen Sache zu tun? Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, die Andre durch die halbe Welt führt.

Klappentext

Der Starfotograf Andre Kelly hat allen Grund, sich über seinen neuen Auftrag zu freuen: Er soll für ein New Yorker Magazin die exklusive Villa der Famielie Denoyer an der Cote d`Azur ablichten. Doch als er vor dem Anwesen steht, wird er Zeuge eines merkwürdigen Vorgangs: Der unbezahlbare Cézanne der Denoyer wird in einem Lieferwagen abtransportiert. Aber wohin? Andre beschließt, der mysteriösen Sache auf den Grund zu gehen - und wird dabei in höchst turbulente Ereignisse verwickelt. Nur gut, daß französische Lebensart und die Wonnen der mediterranen Küche ihn für so manches entschädigen... "Leicht geschrieben, mit englischem Witz und französischen Charme!"

Stern "Ein köstlicher, appetitanregender Lesespaß!"

Journal für die Frau "Ein wunderbarer Schmöker, der einem das Wasser im Munde zusammentreibt!" Münchner Merkur

Umschlagtext

Starfotograf Andre Kelly, der für ein exklusives New Yorker Ambiente-Magazin zu einem Fototermin an die Côte d'Azur gereist ist, traut seinen Augen kaum: Denn als er vor dem Anwesen der Familie Denoyer in Cap Ferrat steht, muß er zusehen, wie deren kostbarer Cézanne (Frau mit Melonen) in einen verbeulten Lieferwagen verfrachtet und abtransportiert wird. Andre hat das deutliche Gefühl, daß hier etwas faul ist - erst recht, als seine Neuigkeit bei den Besitzern keineswegs besondere Aufregung verursacht.Was ist mit dem Cézanne geschehen? Ist ein solches Gemälde überhaupt verkäuflich? Und was hat Camilla, Andres kapriziöse Chefin, mit der Sache zu tun? Zusammen mit Lucy Walcott, seiner karamelbraunen Assistentin, und dem Kunsthändler und Genießer Cyrus Pine begibt sich der Fotograf auf die Fährte des Gemäldes. Rund um die Welt, von der Provence bis New York, von der Karibik bis Paris, jagt der Autor seine Helden dem kostbaren Gemälde hinterher - durch eine turbulente Story, zu farbigen Schauplätzen und zu endlosen Schlemmermahlzeiten, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen! »Wie ein Kir Royal - süffig, spritzig, prickelnd, elegant!«

Recklinghäuser Zeitung

Über den Autor

Peter Mayle wurde 1939 in Brighton/England geboren. Er war Kellner, Busfahrer und erfolgreicher Werbetexter, bevor er 1975 in die Provence zog und Schriftsteller wurde. Seine Bücher "Mein Jahr in der Provence" und "Toujours Provence" wurden Millionenbestseller. Auch sein letzter Roman, "Ein guter Jahrgang", stürmte die Bestellerlisten in aller Welt und wurde für das Kino verfilmt.

Auszug aus Cezanne gesucht!, Sonderausgabe von Peter Mayle, Ursula Bischoff. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Die Dame am Empfang paßte genau zur Inneneinrichtung: ein menschliches Accessoire, perfekt abgestimmt auf die verhaltene, fast strenge Eleganz des Ambientes. Mit makellosem Make-up, gekleidet in kühles Beige und Schwarz, sprach sie mit gedämpfter Stimme ins Telefon, wobei sie den zerzausten jungen Mann, der vor ihr stand, keines Blickes würdigte. Der Hauch eines Stirnrunzelns drohte die glatte kosmetische Fassade zu sprengen, als ihr Blick auf die abgewetzte, lederne Schultertasche fiel, die der Besucher auf ihrem ansonsten jungfräulich unberührten Schreibtisch aus schimmerndem Platanenholz abgestellt hatte. Sie legte den Hörer auf und strich eine blonde Haarsträhne zurück, um den goldenen Ohrring wieder anzuklipsen, den sie aus Gründen der Bequemlichkeit für die Dauer des Gesprächs abgenommen hatte. Ihre Augenbrauen, zu formvollendeten Bögen gezupft, schnellten fragend in die Höhe.

Der junge Mann lächelte. "Guten Morgen. Ich bin mit Camilla verabredet."

Die Augenbrauen blieben oben. "Ihr Name?"

"Andre Kelly. Sind Sie neu hier?"

Ohne ihre Zeit mit einer Antwort zu verschwenden, streifte die Vorzimmerdame ihren Ohrring wieder ab und griff zum Telefonhörer. Andre fragte sich, warum Camilla fortwährend Zimtzicken wie diese einstellte. Sie blieben selten länger als ein paar Monate und wurden dann gegen ein neues Modell ausgetauscht, das den Vorgängerinnen wie ein Ei dem anderen glich - herausgeputzt wie ein Weihnachtsbaum, schnippisch und gnadenlos herablassend. Wo sie wohl nach ihrer Kündigung ein neues Betätigungsfeld fanden? In der Kosmetikabteilung von Barney's? An der Rezeption eines gewieften Bestattungsunternehmers, als wandelndes Demonstrationsobjekt für die Schminkkünste des Etablissements? Oder in der Horizontalen, bei einem der zahllosen Freunde Camillas aus den niederen Gefilden des europäischen Adels?

"Sie ist noch in einer Besprechung." Der lustlos ausgestreckte Finger verwies auf die Sitzecke an der gegenüberliegenden Seite des Rezeptionsbereichs. "Sie können dort drüben warten."

Andre lächelte sie an und nahm seine Tasche. "Ist die Unfreundlichkeit bei Ihnen eigentlich angeboren, oder mußten Sie einen Kurs besuchen?"

Doch sein Spott stieß auf taube Ohren. Der Hörer war bereits unter den glänzenden Haarschopf geklemmt und die unterbrochene, gedämpfte Unterhaltung fortgesetzt worden. Andre nahm auf einem Sessel Platz und bereitete sich auf eine längere Wartezeit vor.

Camilla war bekannt für ihre sprichwörtliche Unpünktlichkeit - die manche sogar bewunderten -, aber auch für ihre Fähigkeit, auf zwei Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, was ihre Termine anging. Dabei war sie eine Meisterin in der Planung von Situationen, die sowohl ihr Charisma als Herausgeberin einer auflagenstarken Zeitschrift als auch ihre gesellschaftliche Bedeutung deutlich werden ließen. In der Welt des Powerplay, wo im Rahmen eines Arbeitsessens Entscheidungen von strategischer Bedeutung getroffen werden, hatte sie einen neuen Rekord aufgestellt, indem sie am selben Tag zur selben Stunde zwei Tische im Royalton bestellte. Dabei war es ihr spielend gelungen - ein Blättchen Rucola- und Endiviensalat hier, ein Schlückchen Evian-Tafelwasser da -, zwischen ihren Pflichten als Gastgeberin eines wichtigen Anzeigenkunden und der eines vielversprechenden Architekten aus Südamerika hin- und herzupendeln. Keiner der Betroffenen fühlte sich gekränkt, was sie mit Sicherheit auch ihrem sagenhaften Ruf zu verdanken hatte, und der Lunch im Doppelpack wurde zu einer Übung, die Camilla in ihr gesellschaftlich-geschäftliches Repertoire aufnahm, um bei Gelegenheit darauf zurückzugreifen.

Letztendlich ließ man ihr solche Eskapaden natürlich nur deshalb ungestraft durchgehen, weil sie Erfolg hatte, und den Erfolgreichen sieht man, zumindest in New York, jede nur erdenkliche Grille nach. Ihr war es gelungen, eine in die Jahre gekommene Zeitschrift vor dem Ableben zu bewahren, indem sie ihr ein zeitgemäßes Outfit und einen neuen Namen verpaßte, die altgediente Redaktionsriege aufs Altenteil schickte, einen zündenden, aber sozial engagierten Leitartikel mit der Überschrift "Brief eines Herausgebers" aus der Taufe hob und sowohl die Aufmachung der Titelseiten, das Schriftbild und Layout als eben auch das äußere Erscheinungsbild der Empfangsdame und des Empfangsbereichs auf Vordermann brachte. Die Auflage hatte sich seither verdreifacht, der Anzeigenteil wuchs ständig, und für die Inhaber des Verlagshauses war das Magazin zwar immer noch ein Verlustgeschäft, aber dafür sonnten sie sich im Glanz eines strahlenden neuen Sterns am Medienhimmel. Die Zeitschrift machte Furore, und Camilla Jameson Porter besaß, im Augenblick zumindest, Narrenfreiheit.

Der kometenhafte Aufstieg des Magazins war, obwohl zweifellos von den kosmetischen Korrekturen im äußeren Erscheinungsbild unterstützt, dennoch vor allem auf einen besonders tragfähigen Stützpfeiler des Erfolgs zurückzuführen: auf die Philosophie seiner neuen Herausgeberin.

Diese hatte auf sonderbare Weise Gestalt angenommen. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn als ehrgeizige, aber unbekannte Journalistin, zuständig für die K&T Seite (Klatsch und Tratsch) einer Londoner Boulevardzeitung mit sozialem Anspruch, war es ihr gelungen, sich einen gutbetuchten Ehemann aus der Oberschicht zu angeln - den hochgewachsenen, dunkelhaarigen und ansonsten völlig belanglosen Jeremy Jameson Porter. Camilla hatte sich sowohl seinen Namen (der um einiges besser klang als Camilla Boot, der Name, der ihr in die Wiege gelegt wurde) als auch seine Freunde angeeignet, die über nützliche Beziehungen verfügten. Bedauerlicherweise hatte sie aus einer dieser Beziehungen nach Dafürhalten ihres Göttergatten zu großen Nutzen gezogen und war dabei in flagranti erwischt worden. (...) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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