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Byzanz: Aufstieg und Fall eines Weltreichs Taschenbuch – 13. Februar 2006


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 712 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (13. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548606202
  • ISBN-13: 978-3548606200
  • Originaltitel: A Short History of Byzantium
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 390.882 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

John J. Norwich, geboren 1929, Nahostexperte, Diplomat und Autor zahlreicher Fernsehdokumentationen sowie maßgeblicher Veröffentlichungen zur Geschichte Venedigs und Siziliens. Mit seiner dreibändigen Geschichte des Byzantinischen Reiches legte er ein hoch gerühmtes Standardwerk vor.

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Kundenrezensionen

3.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kkbs am 10. Juni 2012
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Auf jeden Fall macht einem der Autor klar, dass die Position eines byzantinischen Herrschers nicht besonders erstrebenswert war. Die meistens endeten blutig, die Blendung galt noch als humane Lösung. Alle 88 byzantintischen Herrscher, inklusive deren Ableben, werden bei John. J. Norwich ziemlich ausführlich berücksichtigt. Dadurch fehlt dem Buch allerdings auch der Raum, sich mit Gegebenheiten außerhalb des Herrscherhauses und außerhalb der Hauptstadt zu widmen. Zeitweise bekommt man den Eindruck, dass das ganze Reich nur aus Konstantinopel bestand (was bekanntermaßen erst in der Schlussphase der Fall war). Bei der Geschichte beschränkt sich Norwich im wesentlichen auf Palast- und Kirchenintrigen, und auf Kriegszüge. Wirtschaftliche, soziale, kulturelle und regionale Entwicklungen in diesem Riesenreich kommen dabei kaum vor.
Norwich schreibt schon in seiner Einleitung, dass dieses Werk keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt (was sich auch am mit sieben Seiten sehr kurzen Kapitel mit Anmerkungen zeigt), dafür schreibt er sehr gut lesbar, teilweise spannend wie in einem Roman. Trotzdem fehlt mir ein etwas weiterer Blick auf das byzantinische Reich, nach der Lektüre habe ich den Eindruck, von wesentlichen Aspekten von Byzanz nichts gelesen zu haben.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A. Kränzle am 29. Januar 2010
Format: Taschenbuch
Wer die undankbare Aufgabe hat, auf nur 500 Seiten die Geschichte eines Reiches zu erzählen, welches über 1000 Jahre Bestand hatte, muss zwangsläufig einige Dinge zu kurz kommen lassen.

Man vergleiche das mit einer Chronik Deutscher Geschichte vom Jahre 1000 bis 2000 - auch hier kann ein einzelnes Buch nicht gleichzeitig die "ganze Geschichte" erzählen und zugleich fundiertes Nachschlagwerk für das Hohe Mittelalter, die Reformation, den Dreissigjährigen Krieg, Preussen und Hitlerdeutschland sein.

Von daher kann ich Rezensionen nicht verstehen, die John Norwich "Oberflächlichkeit" vorwerfen - er hat in der Kürze des Platzes ein bemerkenswertes, gut lesbares Buch über sämtliche Herrscher des Oströmischen Reiches verfasst, wobei auch immer wieder der politisch-militärische Blick über Konstantinopel hinaus nach Europa und Asien gewagt wird. Wer darüber hinaus z.B. etwas mehr über die Awaren, die Bulgaren, das römische Papsttum oder die Kreuzzüge wissen möchte, der muss zu einem weiteren Fachbuch greifen.
Dann wäre es vielleicht sogar Norwichs Verdienst, Appetit darauf gemacht zu haben?

Man hätte sich vielleicht noch den ein oder anderen Streifzug durch das einfache Volk gewünscht, die Beschreibung des byzantinischen Alltagslebens kommt bei allen Palastintrigen und -tragödien etwas zu kurz. Auch sind über 80 Kaiser nebst Gattinnen und Gegenspielern geistig schwer verdaulich - wohl dem Leser, der nach Zuklappen des Buches noch weiss, worin sich zum Henker Konstantin VII. von Konstantin XI. unterschieden hat - aber man soll das Buch und die Herrscher ja nicht auswendig lernen, sondern ein Panorama oströmischer Geschichte geniessen.

Dieses Panorama macht Lust auf mehr.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Geschichtspauker am 6. August 2013
Format: Taschenbuch
Leider muss ich mich der Meinung meines Vorrezensenten K. Götzer anschließen: Norwich gelangt in seiner Darstellung der byzantinischen Geschichte tatsächlich nicht über einen den Leser immer mehr ermüdenden anekdotenhaften, stark personenzentrierten Abriss von Intrigen, Lügen und Gewalt am byzantinischen Hof hinaus. Aber selbst für den, der sich hauptsächlich für diese Art von "Geschichtsschreibung" interessiert, werden die recht hölzerne Erzählweise und die Wiederkehr der immer gleichen Motive die Lektüre zu einem vermutlich recht eintönigen Erlebnis machen. Eine Darstellung der geistes-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Grundlagen fehlt dagegen fast völlig. Wer sich ernsthaft mit byzantinischer Geschichte beschäftigen will, sollte besser auf die Darstellungen von Johannes Lilie oder John Haldon zurückgreifen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von K. Götzer am 26. Januar 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
hier wird die Geschichte des Oströmischen/byzantinischen Reiches primär als Abfolge der Persönlichkeiten, ihrer Vorlieben und Schwächen, ihrer Intrigen und familiären Beziehungen dargestellt. Wer diese Darstellung interessant findet und geschichtliche Ereignisse primär als Ergebnis persönlicher Fähigkeiten oder Versagens interpretiert, ist hier gut aufgehoben. Wenn man aber Informationen über wirtschaftliche Hintergründe, das geopolitische Umfeld und Entwicklungen, internen Staatsaufbau und Struktur sucht und wie sich das auf die Entwicklung des Imperiums auswirkte, wird man hier enttäuscht.
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