Wirklich ein schlechter Film. Man hätte so viel aus diesem Thema machen können, stattdessen setzt Stahlberg auf den Einsatz von Fäkalien, die private Lebenstragödie seiner Frau (immer im Schatten des begabten Bruders gestanden usw), die eigentlich auch keinen interessiert, und wurschtelt irgendwie Aufnahmen von seiner Clique dazwischen. Besagte Clique entführt einen Berlusconi-Doppelgänger, der sich damit einverstanden erklärt, sperren ihn in einen Stall. Dabei wird der Film selbst und sein Aufnahmeprozess immer wieder thematisiert. So überlegen etwa die "Entführer", ob man die Politikgrößen Fini, Bossi und Co. für den Film zu Tick, Trick und Track umbenennen sollte, und streiten sich darüber, ob das albern ist. Gelungene Ansätze sind allenfalls die (sehr freizügigen, aber darin recht realistischen) satirischen Anspielungen auf das italienische Fernsehen sowie die Dokumentation von Behinderungen während der Dreharbeiten, die als Einschüchterungsversuche seitens der Regierung aufgefasst werden und somit natürlich ein Skandal sind. Ansonsten liefert Stahlberg nur Blödsinn. Schade, man hätte so viel aus diesem Thema machen können, um den allmächtigen Berlusconi und seine Machenschaften mal ins richtige Licht zu stellen. Aber dieser Film ist zu Recht nach seinem Erscheinen schnell wieder in der Versenkung verschwunden.