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Demoskopie war gestern. Die Zukunft gehört dem Neuromarketing. Dies hat Lindstorm mit seiner Studie eindrucksvoll bewiesen. Mit den modernsten Methoden der neuronalen Forschung und unter Einsatz der Magnetresonanztomographie hat er 2000 Probanden direkt in ihr zentrales Entscheidungsorgan – sprich: ins Gehirn – geschaut. Und was er dort zu sehen bekam, das dürfte nicht nur Marketingagenten das Gruseln lehren. Nur die Wenigsten offenbaren demnach ihre tatsächlichen Präferenzen, wenn sie danach gefragt werden. Mit anderen Worten: Wo es um Selbstauskünfte über eigene Meinungen oder Vorlieben geht, wird gelogen, was das Zeug hält. Ob nun vorsätzlich oder unbewusst, ob aus Wichtigtuerei oder Schadenfreude bleibt dahingestellt. Spielt im Grunde auch gar keine Rolle.
Buy-ology lautet der ebenso klangvolle wie treffliche Titel des Buches, in dem Lindstrom die nüchterne Faktenlage populärwissenschaftlich aufbereitet und aufgepeppt hat. Und dass es ihm dabei weniger um die Funktionsfähigkeit der Demokratie geht, versteht sich von selbst. Aber dennoch auch ein Buch mit hohem Erkenntniswert für all jene, denen es nicht nur um den schnöden Mammon geht. – Franz Klotz
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Geniale Selbstvermarktung mit weniger genialem Inhalt,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Buyology: Warum wir kaufen, was wir kaufen (Gebundene Ausgabe)
Was ist ein Erweckungserlebnis und wozu kann es führen? Wie kann ich auf einen fahrenden Zug aufspringen und innert kürzester Zeit im Führerstand stehen? Wie bringe ich Widersprüche in ein stimmiges Bild? Und wie stelle ich es am besten an, fremde Leistungen als meine eigenen auszugeben? Auf solche und ganz viele andere Fragen erhält der Leser in diesem Buch von Martin Lindstrom Antworten. Enttäuscht wird nur, wer glaubt, der Autor würde viel Neues erzählen und eine praktische Einführung in das faszinierende Gebiet Neuromarketing geben. Der Schlusssatz ist daher bezeichnend. Er lautet: "Wenn Sie diese Reise zum Verständnis Ihres Kaufverhaltens fortsetzen möchten, dann besuchen Sie meine Website und die Welt, die wir - mit allen ihren Wahrheiten und Lügen - eben erst zu verstehen beginnen."Fasst man den Inhalt auf einige Seiten zusammen und liest dann, dass sein Autor vom Time Magazin für seine Arbeit im Bereich Neuromarketing zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gekürt wurde, kann man ermessen, wie virtuos Martin Lindstrom alle Register des Selbstmarketing beherrscht. Brauchte Philip Kotler noch einige Jahrzehnte, zahlreiche Publikationen und den Harvard-Nimbus, um es zum Marketing-Guru zu schaffen, genügten dem pfiffigen Dänen ein paar Jährchen und wenige Publikation. Das ist zweifellos eine Leistung, auf die Lindstrom stolz sein darf. Und das ist er denn auch, weist er doch in regelmäßigen Abständen darauf hin, wie bahnbrechend seine Studien sind und dass er an 300 von 365 Tagen auf der ganzen Welt als Referent oder Berater auftritt. Und solle der Leser in einem Hotel Freude haben, wenn ihn zwei Spiegeleier-Dotter richtig anstrahlen, dann kann er auf Seite 155 nachlesen, wer ihm dieses Glück beschert hat. Inzwischen scheint der Autor tatsächlich selber davon überzeugt, dass ihm kein Berufskollege gewachsen ist und mit ihm zusammen auf der Bühne erscheinen darf. Daher gibt es selbstverständlich auch keine brauchbare Literaturliste. Die Angaben von Internetsites und die wenigen Titel in der prosaischen Danksagung an Informanten sind kein Ersatz. Im Gegenteil, sie suggerieren, Martin Lindstrom hätte sonst keine anderen Hilfen in Anspruch genommen. Dass er sogar "Corporate Religion" seines Landsmannes Jesper Kunde verschweigt, ist an der Grenze zur Unverschämtheit. Da Genies einen Sonderstatus genießen, könnte man Lindstrom seine Egomanie noch verzeihen, wenn er denn auch tatsächlich von Bahnbrechendem berichten würde. Tut er aber nicht. Auch wenn er mit dem Hinweis, dass er die weltweit größte Neuromarketing-Studie durchführte, solche Erwartungen weckt. Der weniger informierte Leser wird Lindstrom auch abnehmen, dass er der Erste war, der die Merkmale erfolgreicher Religionsgemeinschaften entdeckte. Stimmt natürlich ebenso wenig wie andere Behauptungen. Aber was soll's. Die Masche verfängt und bescherte ihm den angestrebten Ruhm. Und immerhin hat das den Vorteil, dass es die Lehre vom Homo oeconomicus künftig noch schwerer haben wird, Nachwuchsjünger zu rekrutieren. Denn auch wenn Martin Lindstrom alles andere als ein schlüssiges und praktikables Alternativmodell vorstellt, sagte er seinen Lesern doch klipp und klar, dass wir die Kraft des Unbewussten unterschätzen. Und vielleicht wird der eine oder andere ein ähnlichen Erweckungserlebnis wie Martin Lindstrom haben, als er den Leitartikel "In Search of the Buy Botton" in einer Ausgabe von Forbes las. Würde dies eintreffen, hätte sich die Lektüre ja schon gelohnt. Sicher einen Gewinn aus ihrer Lesearbeit beziehen auch all jene, die gerne wahre und legendenhafte Geschichten aus der Marketing- und Werbewelt haben. Und wer bisher keine Ahnung hatte, was er sich unter Spiegelneuronen, somatische Marker oder Neuroimaging vorstellen soll, wird zumindest mit ersten Erklärungsversuchen vertraut gemacht. Nur sollte er dem Autor nicht immer auf den Leim gehen, wenn dieser Ursache und Wirkung verwechselt oder Studienergebnisse vom Einzelfall aufs Allgemeine ausweitet. Schlüssige Beweisführungen sind ohnehin nicht das Ding von Martin Lindstrom, wie er mit der Zigarretten-Studie selber eindrücklich beweist. So warnt er am Anfang seines Buches davor, mit Angst zu operieren, um dann gegen den Schluss hin mit Beispielen aufzuwarten, wo dies bestens funktioniert. Nebst der aufdringlichen Eigenwerbung sind es die vielen argumentativen Ungenauigkeiten, die mich stören. Wer Michail Gorbatschow als Beispiel anführt, dass sich Produkte auch mit physisch weniger attraktiven Menschen verkaufen lassen, sollte dem Leser auch noch etwas über die Anziehungskraft von Macht erzählen. Mein Fazit: Seit "Marken-Kids", dem Erweckungserlebnis von Martin Lindstrom und eigenen Begegnungen mit ihm sind lediglich sechs Jahre vergangen. Aber bei der Lektüre des neusten Buches wurde ich das Gefühl nicht los, dass er inzwischen mehr damit beschäftigt ist, sich selber zur Marke zu machen als den Gründen nachzugehen, warum neurowissenschaftliche Erkenntnisse einem Unternehmen beim Aufbau seiner Marke helfen können. Das Buch richtet zwar keinen Schaden an, bringt aber auch keine bahnbrechenden Erkenntnisse. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Unglaublich.....,
Von Peter Wolf (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Buyology: Warum wir kaufen, was wir kaufen (Gebundene Ausgabe)
...wie man mit Flachsinn zu den 100 einflussreichsten Menschen....werden kann. Das Buch beschreibt wirklich keinen einzigen neuen Aspekt zum Thema: Neurowissenschaften und Marketing, den man nicht schon woanders gelesen hätte. Zusammenhänge werden nicht aufgeklärt, gelegentlich eingestreute "Fachbegriffe" wie der nucelus accumbens nicht erklärt. Pseudowissenschaft. Leicht zu lesen - leicht zu entsorgen. Unterhaltungswert gering, Erkenntniswert Null. Geldverschwendung !!!
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
No Buy-ology: Zu Risiken und Nebenwirkungen...,
Von Dr. Karsten Kilian "Markenexperte, Markenlexi... (Baden-Württemberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Buyology: Warum wir kaufen, was wir kaufen (Gebundene Ausgabe)
Zu Risiken und Nebenwirkungen ... lesen Sie bitte die vollauf zutreffende Rezension meines hochgeschätzten Kollegen, Dr. Werner Fuchs, oder fragen Sie einen Buchhändler Ihres Vertrauens. Ergänzend möchte ich noch ein paar Kostproben (aus der englischen Originalausgabe) zur Veranschaulichung der "Hybris des Martin Lindstrom" hinzufügen:> "The results ... [will] transform the way you think about how and why you buy." (S. 12) > "I felt I could help uncover our minds' truest motivations - and just maybe push human brain science forward at the same time." (S. 22f.) > "The brain scan study I decided to undertake would be the first attempt to examine not just a specific brand ... but to explore what the concept "brand" really means to our brains." (S. 33) > "It was the first time that anyone had tried to prove a scientific link between brands and the world's religions." (S. 121) > "Thanks to our brain-scan experiments, for the first time ever, we know the brain science behind why." (S. 190; referring to the use of sex and beauty in advertising) > "In this book, you've witnessed a historic meeting between science and marketing." (S. 194) > "My study has, I hope, helped to demystify much of what goes on in our subconscious minds." (S. 203) Schön wär's! Mein ganz persönliches Fazit: Buy-ology und mit ihm sein Autor sind an Oberflächlichkeit kaum noch zu überbieten! Was sich Lindstrom einbildet, und wie er sich zum Supermarketingexperten aufbläst, ist kaum noch zu toppen. Mir tun all die ehrbaren Wissenschaftler leid, deren Studienergebnisse er (meist) unter seinen Namen vermarktet! Rahel Willhardt hat es Anfang 2009 in der Absatzwirtschaft auf den Punkt gebracht: "Vielleicht ist das größte Manko des Buches seine (für europäisch sozialisierte Gehirnwindungen) zum Größenwahn neigende Vermarktung." (1/2009, S. 39) Damit muss endlich Schluss sein! Gute Bücher sind gefragt (und nicht nur gute Buchtitel). Deshalb meine Empfehlung: No Buy-ology!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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