Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend anders - überraschend gut, 23. Februar 2006
In diesem Sci-Fi-Thriller geht es um Evan (Ashton Kutcher), dem es möglich ist in die Vergangenheit zu reisen und somit seine eigenen Jugendsünden zu korrigieren. Jedoch hat - wie es der Filmtitel schon vermuten lässt (siehe auch: die Chaostheorie) - jede kleine Veränderungen meist noch schlimmere Folgen, die er dann - wieder zurückgekehrt in die Gegenwart - am eigenen Leib zu spüren bekommt und sie nun immer wieder durch neue "Reisen" ausmerzen muss... Der Film ist wirklich gut gemacht, man wird bestens unterhalten und es gibt viele unvorhergesehene Wendungen. Man kann dem Inhalt dennoch einigermaßen gut folgen. Ashton Kutcher spielt hier seine erste ernstere Rolle recht solide. Es gibt auch keine unnötigen Längen, die Wechsel zwischen ruhigeren und rasanteren Szenen sind genau richtig. "The Butterfly Effect" ist nicht nur spannend, sondern es macht richtig Spaß dem Handlungsverlauf zu folgen. Die Konsequenzen, die schon kleinste Abweichungen vom Handeln (hier: in der Vergangenheit) nach sich ziehen, sind enorm. Das wird hier erstaunlich deutlich, da einem mind. zwei verschiedene "Varianten" der Auswirkungen vor Augen geführt werden. Zum einen so wie es Evan ursprünglich erlebt hat und zum anderen eben so, wie es nach seinen Reisen in die Vergangenheit aussieht. Wird durch eine Korrektur das eine Unheil gemildert, so gibt es einen mind. ebenso verheerenden neuen Brandherd. Es ist also für Evan quasi eine wahre Sisyphus-Arbeit, denn es gibt eben nicht "die perfekte Vorgehensweise". Dies ist zwar sehr dramatisch, aber dennoch wirkt der Film sehr positiv - er kommt nicht schwermütig hochtrabend daher, sondern eher jugendlich leicht. Und das ist doch mal wirklich was anderes! Man kann diesen Film also auch als einen sehr philosophischen Film betrachten, der zum Nachdenken anregt. Dieser Film hat somit alles, was man für einen gelungenen Abend braucht: Spannung, Unterhaltungswert, eine intelligente Geschichte, philosophische Ansätze - und das alles gepaart mit einem gewissen Augenzwinkern. Also: Was will man mehr!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wurmloch der Erinnerung, 14. Februar 2006
Wenn man sich immer nur nach Hollywood-Blockbustern mit großen Namen orientiert, entgehen einem angenehme Filmüberraschungen wie der "Butterfly Effect". Psycho-Thriller und sensible Studie zugleich ist dieser Streifen, um einen jungen Mann, der in seine Erinnerungen "reisen" kann, um die Vergangenheit zu verändern. Danach bewegt er sich wieder vorwärts im "Wurmloch" der Zeit und erntet, was er als Kind durch diese Schicksals-Manipulation gesäht hat. Wir sehen also die selbe Geschichte - mit mehreren verschiedenen Ausgängen. Eine faszinierende Konstruktion, die zwar stellenweise bewusst auf Thrill getrimmt ist, jedoch nur selten selbstzweckhaft ins Sensationelle abdriftet. Die Regisseure Gruber und Bress sind immer auch daran interessiert, was mit ihren Charakteren psychologisch geschieht. Die Figuren werden niemals vorgeführt, sind nicht nur Statisten für ein Psycho-Remmidemmi. Kein Zweifel, dass sich das Regisseuren-Duo mit diesem spannenden Film für die obere Kino-Liga qualifiziert.
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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unter die Haut gehender Psychotrip, 30. August 2006
Vom Ruf des Low-Budget Movies und der Hauptrolle des als MTV-Clown (PUNK'D) und Demi Moore Lover bekannten Ashton Kutcher hatte ich mich vom Kinobesuch abschrecken lassen. Großer Fehler, denn was diesem Mix aus Psychothriller, Horrortrip und Romantik an Geldmitteln fehlte, wird durch inszenatorisch brillante Einfälle und das clevere Skript mehr als wettgemacht. Während des kurzen Prologes der Kindheit des Hauptprotagonisten Evan wähnt man sich zunächst in einem wenig außergewöhnlichen Psychodrama. Nach Evans erstem Flashback und der ersten Änderung seines Lebenslaufes wird man jedoch bis zum Schluss gepackt durch die Was-wäre-wenn-Thematik, die lose auf der Chaostheorie (siehe den titelgebenden Schmetterlingseffekt - kleine Ursache, große Wirkung) fußt. Um den Filmgenuss für alle die, die sich jetzt veranlasst fühlen, knapp 10 bestens angelegte Euro für die Doppel-DVD zu investieren, nicht zu schmälern, vermeide ich zuviel von der Handlung preiszugeben. Nach dem ersten Ansehen drängen sich Vergleiche mit LOLA RENNT auf, in dem auch ein und derselbe Handlungsstrang in diversen Variationen durchgespielt wird. Dennoch ist man völlig unvorbereitet darauf, was einem im Laufe des Films an emotionalen und schockierenden Szenarien geboten wird. Ashton Kutcher und Amy Smart schlüpfen dabei in verschiedene Rollen und hätten meiner unmaßgeblichen Meinung nach zumindest eine Oscarnominierung verdient. Selten genug sieht man derart reife Darbietungen von vergleichbaren Jungschauspielern. Auch wenn das Ende der Kinoversion weit vom üblichen Mainstream Happy End entfernt ist, lohnt sich ein Blick auf das konsequentere, Gänsehaut erzeugende Finale des Director's Cut (ohne Synchro als zweite Disc auf DVD). Und ich bin sehr sicher, dass man diesen Streifen mehr als einmal konsumieren wird.
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