"But I'm A Cheerleader" zeigt in äußerst unterhaltsamer Weise, wie Amerika's Postkartenfamiliengesellschaft aus einem angeblich homophil orientierten Mädchen wieder eine gute, integere, und vor allem heterosexuelle Vorstadt-Amerikanerin zu machen versucht und damit genau das Gegenteil bewirkt, nämlich dass sich die bezaubernde Hauptdarstellerin Natasha Lyonne im Rehabilitierungszentrum "True Directions" in die rebellische Clea DuVall verliebt. Obgleich der Film zahlreiche Klischees beansprucht (die Jungs müssen im Camp Autos reparieren und Football spielen, während die Mädchen durch Staubsaugen und Kochen wieder straight gemacht werden sollen), so schaffte es Jamie Babbit trotzdem, eine voll und ganz gelungene, unpeinliche Komödie in Szene zu setzen, die mit Charme und viel Witz an das Thema herangeht und mich nahezu alle 89 min. lang zum Lachen gebracht hat.