Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
Auszug aus Der Businessplan als Entscheidungsgrundlage für Kapitalgeber von Patrick Greaney. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Mit dem Zusammenbruch des Neuen Marktes Anfang 2000 wurde ebenfalls ein
Nebenprodukt des damaligen Zeitgeistes zu Grabe getragen: der klassische
New Economy
Businessplan. Die Devise lautetet: erst der Markt, dann die Gewinne. Die
Prognosen waren oft aberwitzig. Dreistellige Umsatzzuwächse pro Jahr, die
Unternehmensbewertung eines bis dahin noch nicht gegründeten Unternehmens
kam direkt nach der Executive Summary. Die Berechnung der ewigen Rente -
dem Fortführungswert - gab auch der letztem Start Up die Legitimation, die
Kosten für die Roadshow und den Börsen-prospekt ins dritte Jahr des
Liquiditätsplans einzustellen.
Der Grundstein für das z.T. schlechte Image eines Businessplans wurde in
jener Zeit gelegt, als dieser meist durch Wunschdenken anstelle einer
konsistente Planung zustande kam oder sogar viel Geld für externe Berater
bezahlt wurde, um einen (meist schlechten) Businessplan erstellen zu
lassen. Und trotzdem diente er Kapitalgebern - Banken wie Venture Capital
Gebern -als Entscheidungsgrundlage, mit den bekannten Folgen.
Diese Zeiten sind ein für allemal vorbei und es kann festgestellt werden,
dass sich die Qualität der Businesspläne seither merklich verbessert hat.
Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur. So sind zahlreiche
Businessplanwettbewerbe darum bestrebt, den Gedanken der seriösen und
konsistenten Geschäftsplanung bei angehenden und potenziellen
Existenzgründern aber auch etablierten Unternehmern zu verbreiten - mit
einigem Erfolg, wie die wachsenden Teilnehmerzahlen belegen. Aber auch die
öffentliche
Förderung von Beratertagen z.B. durch das Technologie Coaching Center oder
Beteiligungen seitens der tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH im
Rahmen des
BTU-Frühphasenprogramms dienen der fundierten Erstellung eines prüffähigen
Businessplans - in diesen Fällen allerdings nur für technologieorientierte
und innovative Unternehmensgründungen. Aber auch für angehende
Unternehmensgründer in traditionellen Branchen wie dem Handwerk gibt es
adäquate Anlaufstellen, von Investitionsbanken der Länder bis zu den
Industrie- und Handelskammern, welche regelmäßig Exis-tenzgründerkurse
anbieten. Auch ist auffällig, dass die Literatur das Thema durch aktuelle
Publikationen wieder vermehrt aufgreift und die grundsolide, konsistente
Planung dabei in den Vordergrund stellt anstatt think big zu predigen.
Trotz der Fördermaßnahmen, trotz der Kurse und guten Rategeber - es scheint
nicht zu reichen. Die Mehrheit der im Rahmen diese