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Bransons Imperium -- das mittlerweile Anteile an einer Fluglinie, Popmusik, Sprudelgetränke, E-Commerce und Finanzdienstleistungen umfaßt -- begann, als der damals 16jährige Legastheniker 1968 die Schule abbrach, um das britische Magazin Student zu gründen. Sein Schulleiter sagte: "Ich prophezeie dir, daß du entweder im Knast landest oder Millionär wirst." Nachdem er wegen eines Zollvergehens beim Verkauf von Schallplatten kurz im Gefängnis saß, verdiente Branson seine erste Million durch die Veröffentlichung von Tubular Bells, eine Alleingänger-Aufnahme von Mike Oldfield, die von allen spießigen Managern abgelehnt wurde. (Durch Tubular Bells III von 1998 stiegen die Verkaufszahlen dieser Serie auf über 20 Millionen.)
Trotz der wilden Geschichten von Bransons Partnertausch-Eskapaden und Keith Richards' Flucht aus Bransons Studio mit der Frau eines anderen (nackt und von einer Pistole bedroht), betreffen die schockierendsten Teile der Autobiographie die James-Bond-mäßige Schmutzkampagne von British Airways gegen Virgin Atlantic, die zum höchsten Schadensersatzzuspruch der britischen Geschichte führte.
Obwohl es nur so mit berühmten Namen, witzigen Zitaten und aufregenden Berichten von wahnwitzigen Ballonabenteuern gespickt ist, trifft das Buch in erster Linie als Business-Thriller ins Schwarze. Bransons instinktive Alles-oder-nichts-Taktik kann ihn ruinieren -- oder die nächste Milliarde verdienen lassen. So oder so, Branson wird wohl der unterhaltsamste Unternehmer Europas bleiben. --Tim Appelo
Das Werk macht auch jenen, die orthografische Schwierigkeiten haben oder sonst wie mit den Prinzipien der Schule nicht klar kommen, deutlich, dass auch aus ihnen später einmal etwas werden kann. Kleine Labelgründer werden inspiriert und erfahren etwas über die Erfolgsfaktoren im Musikbusiness. Musikliebhaber können den Aufstieg von Mike Oldfield, Boy George und anderen Künstlern nachlesen.
Man sollte diese Erzählung nicht als Selbstbeweihräucherung oder dergleichen abtun, denn wer will sich schon groß an seine schlechten Entscheidungen oder Fehlschläge erinnern. Und trotzdem sind selbst diese in der natürlich subjektiven Autobiographie enthalten. Gewürzt wird die Rückschau mit Verrücktheiten und Anekdoten des Autors, zum Beispiel über riskante Ballonfahrten, untergegangene Hausboote, dicke Freundschaften und Beziehungsdramen.
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