Kurzbeschreibung
Duzen oder Siezen, Small Talk im Fahrstuhl, Sitzordnung bei Geschäftsessen, Gastgeschenke und Finger Food - wer es im Beruf weiter bringen möchte braucht neben Sachwissen auch Manieren.
Gerade im Geschäftsleben fallen fehlende Umgangsformen unangenehm auf - mit diesem Knigge befinden Sie sich auf der sicheren Seite und vermeiden Unsicherheiten im Umgang mit Ihrem Gegenüber.
Der neue Business Knigge geht speziell auf die Benimm-Erwartungen, die im Geschäftsleben an Männer gestellt werden, ein.
Inhalte
- Zahlreichen Übungen zu Stil, Manieren und Umgangsformen im Business-Umfeld
- In jedem Kapitel finden Sie Übersichten von Do's und Don'ts.
- Lassen Sie sich von einem Stilprofi beraten - der Autor berät Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik in Sachen Stil.
Klappentext
- Paul Hörbinger, österreichischer Schauspieler
Gute Manieren gehören zu den Grundvoraussetzungen für beruflichen Erfolg. Auf dem Messestand, beim Geschäftsessen, im Lift oder in der Kantine: Wer sich nicht zu benehmen weiß, fällt unangenehm auf. Trainieren Sie zeitgemäße Umgangsformen für ein sicheres Auftreten im Beruf! Präsentationen und Meetings: Einladungen, Sitzordnungen und Pausen-Small Talk
- Business Dress Code: Von der richtigen Krawatte bis zum Casual Friday
- Internationales Business: Wichtige Regeln für die USA, Europa und Fernost
- Regeln bei Tisch: Vom Aperitif bis zum Fingerfood
- Brief- und Telefonanrede, Sushi-Lexikon, Raucher-Knigge, dem richtigen Händedruck und vielen anderen Regeln des guten Benehmens.
Über den Autor
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Der Geschäftsmann mit perfekten Umgangsformen lässt sich schon daran erkennen, wie er andere begrüßt oder miteinander bekannt macht. Gerade beim Bekanntmachen werden viele Fehler begangen. Da wird der Chef dem Mitarbeiter vorgestellt oder die Abteilungsleiterin der Auszubildenden. Lesen Sie dieses Kapitel, in dem wir Ihnen das richtige Begrüßungszeremoniell vorstellen, aber auch Ihre Merkfähigkeit für Namen erhöhen und sagen, was einen guten Händedruck ausmacht.
Wer grüßt wen zuerst?
Grundsätzlich grüßt der zuerst, der einen Raum betritt. Dies gilt sowohl im täglichen Leben als auch im Geschäftsleben. Im Berufsleben grüßt der Rangniedere den Ranghöheren, wenn sie sich z.B. auf dem Flur treffen. Achten Sie darauf, dass Sie einen Gruß mit möglichst den gleichen Worten erwidern. Es klingt eher belehrend, wenn Sie auf ein süddeutsches "Grüß Gott" mit "Guten Tag" antworten oder auf ein "Guten Morgen" mit "Guten Tag" reagieren, nur weil es bereits nach 11:00 Uhr ist. Sollte Ihr Gegenüber Sie standesgemäß als Erstes grüßen, tut es aber nicht, warten Sie nicht auf ihn. Grüßen ist im Zweifelsfall immer besser als Nichtgrüßen.
"Mahlzeit!" ist out
Der Gruß "Mahlzeit" hat nichts in unserer heutigen Geschäftswelt zu suchen. Mahlzeit ist eine Abkürzung für "Gesegnete Mahlzeit" und gehört nicht in die Kategorie Tagesgruß. Es gibt auch kaum eine sinnvolle Antwort auf diesen Gruß, außer einem "Danke, Ihnen auch". Dieser Ausdruck passt also höchstens in die Kantine, aber nicht ins Büro. Die Autorin Christina Tabernig hat während ihrer Lehrzeit den Kommentar zu hören bekommen: "Sie hält sich wohl für was Besseres ...", da sie diesen Gruß nicht erwiderte, sondern nur nickte und Danke sagte.
Sollten Sie auf alle Meinungen Wert legen, können Sie natürlich den Gruß erwidern.
Tipp: Achten Sie immer auf den Rang Ihres Gegenübers! Ein Angestellter sollte darauf warten, dass ihm nach seiner verbalen Begrüßung die Hand vom Vorgesetzten entgegengestreckt wird. Genauso sollte ein Bewerber, der den Raum betritt, "Guten Tag" sagen, aber abwarten, ob sein potenzieller zukünftiger Vorgesetzter ihm die Hand gibt. Das Reichen der Hand entspricht einer Aufforderung zum Gespräch. Haben Sie keine Zeit, ein Gespräch zu führen, und treffen einen Kollegen auf dem Gang, den Sie seit Wochen nicht gesehen haben, lassen Sie ihn vorbeiziehen mit den Worten: "Wir sprechen uns später - ich bin leider in Eile." Die Hand zu reichen, ohne ein paar Worte zu sagen, gilt als unhöflich.
Hände drücken ist Arbeit
Ein Geschäftsführer empfing einen Berater als Gast in seinem Unternehmen. Als dieser ihm die Hand reichen wollte (was hier als Gast durchaus seine "Aufgabe" war), entgegnete der Geschäftsführer: Ich gebe Ihnen nicht die Hand, sonst müsste ich ja am Tag hunderte von Händen drücken ...". Ob diese doch so ehrliche Aussage freundlich und beziehungsförderlich war, sei dahingestellt. Grundsätzlich sollten Sie einen Händedruck immer erwidern.
Übung 4:
Sie haben dem Ranghöheren zuerst die Hand gereicht und er zögert. Wie verhalten Sie sich am besten?
Übung 5:
Man reicht Ihnen die Hand, doch der Händedruck fühlt sich lasch an. Wie reagieren Sie?
Übung 6:
Beobachten Sie an einem normalen Geschäftstag, wann und in welchen Situation sich Personen grüßen und notieren Sie diese.
Der Händedruck - kein Kraftakt
Ein Händedruck braucht Gefühl. Manche Männer zeigen - zumindest beim Hände drücken - nicht sehr viel davon. Sie praktizieren die Nussknacker-Methode: drücken, bis es knackt. Wenn Sie im Gesicht Ihres Gegenübers eine Spur von Schmerz erkennen, ist es also höchste Zeit, Ihren Händedruck zu korrigieren. Lasch sollten Sie Hände natürlich auch nicht drücken. Stellen Sie sich vor, jemand gibt Ihnen eine Hand, die kalt und feucht ist und sich so glitschig anfühlt, dass Sie meinen, einen toten Fisch in die Hand gelegt bekommen zu haben. Was halten Sie jetzt von Ihrem Gegenüber? Der Händedruck ist der gefühlte erste Eindruck. Ein Händedruck demonstriert Vertrauen. Dieses Entgegenbringen von Vertrauen sollte in einer bestimmten Form dargeboten werden.Tipp: Ein Händedruck sollte nicht zu soft, aber auch nicht zu hart sein. VermeidenSie:
- Gummihand oder Schraubzwinge
- Tätscheleien, d.h. mit der linken Hand den Rücken oder die Schulter tätscheln
- Doppelhandgriff
- Eine Hand in der Hosentasche
Achten Sie auch auf die Dauer des Händedrucks. Nichts ist unangenehmer als jemand, der Ihre Hand nicht mehr loslässt. Ein bis zwei Sekunden ist die optimale Dauer. Hände werden einander gereicht, nicht geschüttelt. Wenn Sie merken, dass Sie feuchte Hände haben, versuchen Sie die rechte Hand unauffällig zu trocknen, z.B in dem Sie so tun, als würden Sie einen kleinen Fussel auf Ihrem Anzug entfernen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht eine Hand in der Hosentasche haben, wenn Sie jemandem die andere Hand geben.
Jeder bekommt Ihre Hand!
Wenn Sie einer Person in einer kleineren Gruppe die Hand zur Begrüßung gereicht haben, bleiben Sie dabei und geben Sie jedem dieser Runde Ihre Hand. Es könnte sich sonst jemand zurückgesetzt fühlen. In größeren Runden begrüßen Sie denjenigen zuerst, der Sie eingeladen hat. Jetzt ist es an ihm, Sie den anderen Teilnehmern vorzustellen. Es gibt Situationen, in denen die Gruppe so groß ist, dass ein Händegeben zu zeitaufwändig wird. Hier ist oft ein begrüßendes Zunicken ausreichend.
Wie halten es die Ausländer mit dem Handschlag?
In England gibt man sich außer bei der ersten Vorstellung selten die Hand. Es gilt der Leitspruch "Don't touch personal things". Auch in den USA wahrt man größere körperliche Distanz als in Deutschland. Eine Begrüßung mit Handschlag ist dort eher unüblich.