Ich bin nicht sonderlich begeistert.
Beispiel 1
Aus dem Inhalt (gekürzt):
1. "[...] Adelstitel gehören zum Namen [...]
2. "[...] Graf von P. wird mit: 'Guten Tag Graf P.' angesprochen, also ohne 'Herr' und ohne 'von' [...]"
3. "[...] gilt folgende Reihenfolge: akademischer Grad, Adelstitel, Nachname [...]"
Als Erklärung zum Weglassen des "Herr" gaben die Autoren (zwei Damen) an, die Untergebenen des Adels hätten so früher ihre Herrschaft angesprochen.
Das zeigt für mich zumindest eine gewisse mögliche Verworrenheit, den gerade mit dem Weglassen des "Herr" macht an doch den Adelstitel zu etwas Besonderem. Wenn ein ehemaliger Adelstitel inzwischen gesetzlich zum Namen gehört, dann hat auch der Mensch mit einer adeligen Vergangenheit das Recht mit Herr oder Frau angesprochen zu werden UND das sein Namen vollständig genannt wird, also auch mit einem "von". Ansonsten wäre es ja mit einem "Guten Tag Schmidt" vergleichbar und das wäre bei uns doch ziemlich unhöflich.
Man stelle sich vor Steffi Graf würde nur mit "Guten Tag Graf" angesprochen werden, ;) Oder muss man vorher erst Familienregister durchstöbern um herauszubekommen ob der Gegenüber nun eine adelige Vergangenheit aufweisen kann oder nicht? Auch die ständige Erwähnung des Begriffes "Adelstitel" ermüdet, da es definitiv zumindest in Deutschland keinen Adelstitel mehr gibt. Womöglich entweder schlecht recherchiert oder royalistisch angehaucht.
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Beispiel 2
Für mich auch unklar, für wen dieses Buch überhaupt geschrieben wurde. In der Geschäftskorrespondenz solle man die Smileys weglassen? Ich empfinde diesen "Tipp" fast schon als beleidigend für die Intelligenz der möglichen Leser.
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Fazit
Diese beiden Beispiel könnten womöglich gedankliche Ausrutscher sein, trotzdem hinterlassen sie deutliche Zweifel inwieweit die restlichen "Tipps" und Regeln tatsächlich richtig und relevant sind. Vor allem jene Regeln und Tipps, zu denen man kein Vorwissen aufweist, folglich diese auch nur schwer überprüfen kann.