Kurzbeschreibung
Business Intelligence (BI) als Konzept der Managementunterstützung hat Konjunktur! Nach Überlegungen, die Gartner aus Befragungen von weltweit 900 Unternehmen abgeleitet und auf dem Business Intelligence Summit" in Chicago im März 2005 vorgestellt hat, planen viele Anwenderunternehmen große Business-Intelligence-Projekte, die in den nächsten zwei bis drei Jahren u.a. mehr als eine Verdoppelung der in den Unternehmen tätigen BI-Fachleute bewirken sollen.
Impulse kommen dabei sowohl von verschärften marktlichen und rechtlichen Anforderungen (Basel II, Sarbanes-Oxley Act etc.) als auch von der Verbreitung leistungsstarker Infrastrukturen zur Datenbereitstellung, -analyse und -aufbereitung, die neuartige BI-Ansätze möglich machen, etwa Analysen auf "Echtzeit-Daten" oder eine Datenhaltung auf Transaktionsebene, wie sie bspw. das analytische Customer Relationship Management erfordert.
Vor dem Hintergrund dieser Potenziale platzieren sich mittlerweile nicht mehr nur die einschlägigen Spezialanbieter wie Cognos, Hyperion, Informatica, MIS, NCR, das SAS Institute oder Teradata. Immer stärker dringen auch große Softwareanbieter von SAP über Oracle bis hin zu Microsoft in diesen Markt ein. Es ist also an der Zeit, dieses Thema erneut aufzugreifen.
Die Verbreitung von Business-Intelligence-Infrastrukturen ist auch Ausgangspunkt für neue Anwendungen im Bereich von Wettbewerbs- und Marktanalysen, die meist unter dem Stichwort "Competitive Intelligence" (CI) diskutiert werden. Der Schwerpunkt von Heft 247 verdeutlicht mit der Nennung beider Begriffe, dass sowohl unternehmensinterne als auch nach außen auf Markt und Wettbewerb gerichtete BI-Aufgaben einbezogen sind. Den mit CI-Anwendungen verbundenen Herausforderungen, insbes. der Notwendigkeit zur Analyse unstrukturiert-qualitativer Daten, kommt dabei besondere Aufmerksamkeit zu.
Heft 247 gibt im Anschluss an den Grundlagenbeitrag einen fundierten Überblick über aktuelle BI-/CI-Anwendungen, notwendige Voraussetzungen und Arbeitsschritte i.Z. mit der Datenbereitstellung werden erläutert, das Werkzeugangebot systematisiert und wie HMD-üblich eine Reihe von Erfahrungsberichten aus der Praxis geliefert.
Über den Autor
Frau Prof. Dr. Heidi Heilmann hat nach dem Studium (VWL und BWL) zunächst bei der IBM Deutschland GmbH und dann als geschäftsf. Gesellschafterin bei der Integrata AG gearbeitet. Danach wechselte sie an die Fachhochschule Furtwangen und war 14 Jahre am Betriebswirtschaftlichen Institut, Abteilung ABWL und Wirtschaftsinformati, der Universität Stuttgart tätig. Sie ist Schriftleiterin der Zeitschrift HMD - Praxis der Wirtschaftsinformatik.