R.L. BURNSIDE (Geboren 1926 in Oxford, MS, USA) zählt heute neben "B.B. King", "Buddy Guy" und "Etta James" zu den letzten noch lebenden Blues Legenden. Durch die bereits früh entdeckte Liebe zur Musik, führte der künstlerische Lebensweg des heute 75jährigen durch die Clubs und Bars von Mississippi wo er teils selbst, teils als Begleitmusiker verschiedener Blues Combos auftrat und sich als echte "Mississippi Swampsnake" einen Namen machte. Hierzulande war Burnside über all die Jahre, lediglich einer Hand voll eingefleischten "Die Hard Blues Fans" bekannt. Dies sollte sich jedoch durch die Bekanntschaft mit "John Spencer" und "Alec Empire" Ende der Neunziger Jahre schlagartig ändern. Mit seinem Album "Come On In" aus dem Jahre 1998, gelang Burnside das Kunststück, was bis dato jeder der einen einigermaßen klaren Kopf hatte, schlichtweg für unmöglich hielt: Den klassischen Blues durch Samples und Loops in elektronische Gefilde zu führen und somit einem der ältesten amerikanischen Musikstile den Sprung ins 21. Jahrhundert zu ermöglichen. Die Presse überschlug sich förmlich und plötzlich interessierte sich Gott und die Welt auch für all jene Sachen, die "R.L." in all den Jahren zuvor einspielte. "Burnside On Burnside" - sein erstes Live Album, wurde während seiner ausverkauften "2001 West Coast Tour" aufgenommen und zeigt R.L. von seiner intensivsten Seite. Auf 12 Tracks wird man als Hörer das Gefühl nicht los, auf einer Veranda irgendwo in den Südstaaten im Schaukelstuhl zu sitzen, während Burnside mit seiner Band nebenan im Garten am Fluss spielt. Um diesen Eindruck noch zu steigern, müsste man schon nach Mississippi ziehen.