Bewertung zur PC-Version des Spiels 'Burnout Paradise - The Ultimate Box'
Vertrieb: Eletronic Arts
Entwickler: Criterion Games
getestet mit:
PC mit CPU 'AMD Phenomen II X4 3,2 GHz'
Grafikkarte 'Asus AMD/ATI HD5770 mit 1 GB RAM'
Monitor 'Samsung SyncMaster 2233RZ mit 120Hz und 3ms Reaktionszeit'
Betriebsystem 'Windows XP mit SP3'
Länger war ich auf der Suche nach einem Arcarde-Rennspiel, bei dem man in einer frei befahrbaren Welt gut umher-"heizen" kann,
das zudem gut umgesetzt und gelungen ist.
Mit 'Burnout Paradise - The Ultimate Box' war ich endlich wieder fündig geworden.
Es hat eine sehr gute Grafik im Spiel (unter anderem die Landschaften außerhalb der Stadt), eine hohe und konstante Framerate (sehr flüssiges Gameplay), abwechselungsreiche Musik, macht Spaß und vor allem kommt die Geschwindigkeit der Fahrzeuge sehr gut "rüber" (kraftvoller PC und guter Monitor vorrausgesetzt).
Wichtig für mich war auch, das es ein Spiel ist, wo man 'Motion Blur' und dieses ganze andere übermäßige "Grafik-Matschig-Rechnen-Zeug" ausschalten kann (meiner Meinung eh ein Irrsinn: man kauft sich einen starken PC und Spiele nutzen das mehr an Rechenpower, um die Grafik unscharf, matschig und verwaschen aussehen zu lassen, um zu kaschieren, das man die Entwicklung einer besseren Grafik-Enginge mal wieder auf das nächste Jahr verschoben hat).
Als jemand der so einige Rennspiel kennt (Race Driver GRID, Dirt, FlatOut, Need For Speed) und einige Ansprüche an ein gutes
Arcarde-Rennspiel hat, hat mich 'Burnout Paradise - The Ultimate Box' zufrieden gestellt.
Bei diesem Spiel fallen einem 2 Sachen vor allem auf:
1)
die gelungene grafische Gestaltung der frei befahrbaren Welt, mit vielen liebevollen Details (fällt nicht gleich am Anfang ins Auge, aber später wenn man mehr von der frei befahrbaren Welt gesehen hat)
2)
das sehr gute Geschwindigkeits-Gefühl beim spielen (vor allem wenn man später schnelle Autos hat, am besten wenn man mit den frei wählbaren Motorrädern "rumheizt", denn die gehen so richtig ab !!!)
Spiel:
Nach der Installation von DVD sollte man gleich das Patch in der Version 1.1.0.0 runterladen und mit installieren (woher: einfach "googeln").
Nach dem Spiel-Start muss man kurz Online sein, damit sich das Spiel automatisch registrieren kann. Beim 2. Spiel-Start kann man bei Bedarf auf die Online-Verbindung verzichten.
Die EA-Online-Anmeldung zum Spiel-Start kann man sofort mit der 'Backspace'-Taste umgehen (2x). Die ist NICHT zwingend nötig.
Danach startet man über den Menüpunkt 'Paradise City' (Info: der Menüpunkt 'Party' ist nur für Kurz-Spiele gedacht).
Dann wählt man aus, ob man mit Autos oder Motorrädern fahren will. Hier sollte man erstmal Autos auswählen.
Wenn man dann im Spiel ist, stellt man am besten erstmal die Grafikeinstellungen so ein, das die Grafik bestmöglich aussieht (hohe Qualität), aber dennoch nicht zu viel, das immer auch 60 fps erreicht werden (Details dazu siehe bei 'Grafik').
Weiterhin verwendet man am besten die Ansicht 'Stoßstangen-Kamera' (schaltet man mit der 'C'-Taste um) und schaltet alle unnützen Einbelendungen aus, damit man eine "ungetrübte" Sicht nach vorne hat (Info: es lassen sich aber nicht alle abschalten).
Wichtig ist auch, die Tastenbelegung einzustellen, da Gas geben Standard-mäßig nicht auf der Pfeil nach oben-Taste liegt.
Die Tageszeit im Spiel, zu der man fahren möchte ist einstellbar: Nachts, Tagsüber, 24-Minuten-Tag, 48-Minuten-Tag, wie reale Zeit, immer Sonnenuntergang und weitere.
Ich fand, die Einstellung "Sonnenuntergang" gut.
Das Spiel selbst besteht daraus, in einer frei befahrbaren Welt Rennen gegen andere zu fahren und dadurch höhere Fahrlizenzen zu bekommen und damit immer bessere Fahrzeuge (ähnlich wie bei Spielen wie 'Need For Speed - Most Wanted', 'Need For Speed - World' etc.).
Im Gegensatz zu z.B. 'Need For Speed - Most Wanted' ist bei Rennen die Streckenführung nicht vorgegeben. Man kann sich selbst den schnellsten Weg suchen.
Es gibt Rennen, wo man der erste sein muss, bei anderen Rennen geht es darum in "einem Stück" heil ins Ziel zu kommen, da die Gegner versuchen einen zu "crashen".
Einen besonderen Tiefgang im Spiel gibt es nicht. Das Spiel ist mehr was für "zwischendurch", aber das ist gelungen.
Im Spiel sollte man erstmal bis zur C-Lizenz kommen. Dann hat man auch Autos, mit denen man gut rumheizen kann.
Wer schnelles rumheizen in einer frei befahrbaren Welt mag und man Besitzer eines schnellen PCs und Reaktionsschnellen Monitors ist, für den gibt es diesen Tipp: wenn man die Welt erstmal ein wenig mit den Autos kennengelernt hat, dann sollte man mal mit eines der schnellen Motorräder umherfahren. Die gehen so richtig ab !!!!!
Wenn man sich ein wenig an die schrägen Ansichten bei den Kurvenfahrten gewöhnt hat, will man nichts anderes mehr machen.
Damit in der frei befahrbaren Welt rumzuheizen macht am meisten Spaß, vor allem wenn man die Kurven mit gefühlten 200 km/h und extremer Schräglage spielend durchfährt und man sich an allen anderen Fahrzeugen einfach vorbei-schlängeln kann. Auf Straßen wo es länger geradeaus geht, kommt man sich vor, als säße man vorne auf einer fahrbaren Kanonenkugel.
Ganz nett: wenn man im Spiel länger nichts tut, schaltet sich eine Art "Bildschirm-Schoner" ein, der eine langsame virtuelle Fahrt
durch die Straßen macht und das mit Untermalung von klassischer Musik.
Grafik:
Sehr gut gelungen, vor allem die vielen liebevollen Details.
Auf meinen PC konnte ich bei den Grafikeinstellungen fast alles auf Maximum setzen, nur Anti-Aliasing sollte man nicht über 4-fach stellen.
Motion Blur gehört "natürlich" ausgeschaltet. Das Partikelsystem auch ausschalten (kostet nur extrem viel Rechen-Power).
Schatten dagegen kann man hier ruhig auf Maximum stellen.
Das wichtigste ist vor allem, das man auf 60 fps im Spiel kommt und das in jeder "Situation" (am besten mit dem Tool 'Fraps' austesten).
Nur damit kommt dann später die Geschwindigkeit beim fahren mit schnellen Fahrzeugen richtig gut rüber.
Anmerkung: das Spiel selbst hat wohl eine interen 60 fps-Begrenzung eingebaut. Das hatte mich auch erst stutzig gemacht, da ich von Spielen wie 'Race Driver GRID' eher 120 fps gewohnt bin. Aber die Grafik-Engine bei 'Burnout Paradise' scheint wirklich durchdacht zu sein, denn es wirkt sich kaum negativ auf das Geschwindigkeits-Gefühl beim schnellen fahren aus. Es ist 'Race Driver GRID' ebenbürtig, wenn nicht sogar einen Tick besser.
Musik:
Das Spiel bringt eine große Auswahl von eigenen Songs mit. Die reichen von Techno, Dancefloor über Hard-Rock bis Metal.
Im Spiel kann man mit der '0'-Taste vom Nummern-Zahlenblock zum nächsten Song gelangen.
Vor allem die Songs, die von 'Criterion Games' selbst sind, passen gut zum Spiel.
Passend: auch dabei ist der Song 'Paradise City' von Guns & Roses.
Bedienung:
Im Spiel ist die Tastenbelegung für die Menü-Wechsel etwas gewöhnungsbedürftig.
Aus dem Spiel kommt man mit der 'Escape'-Taste zum Menü und von dort drückt man dann einmal oder mehrmals die 'F1'-Taste, um
zwischen den mehreren Menü-Seiten durch zu navigieren.
Die Standard-Belegung zum Gas geben und bremsen sind nicht die Pfeil nach oben/unten-Tasten, das kann man aber entsprechend umstellen.
Fazit:
Erst war ich dem Spiel gegenüber skeptisch. Es hat mich aber überzeugt.
Je länger man es spielt, desto mehr erkennt man dessen Stärken.
Vor allem das rumheizen mit den schnellen Motorrädern in der frei befahrbaren Welt macht süchtig, wenn man den "Dreh" damit erstmal raus hat.