Als großer Fan der Band würde ich gerne ein uneingeschränktes Loblied auf das neue Album singen. Allerdings kann "Burnout Boulevard" nicht so glänzen wie sein direkter Vorgänger:
Negativ fällt vor allem die leicht sterile, etwas stumpfe Produktion auf, die weder den Gitarren den notwendigen Dreck erlaubt, noch dem Schlagzeug den nötigen Druck. Das vorherige Album hat dies wesentlich besser vorgemacht.
Weiterhin hat die Hit-Dichte etwas nachgelassen. So findet sich auf diesem Album mit "Flatline Fever" zwar der ultimative Club-Hit, darüberhinaus mangelt es allerdings an hervorstechenden Songs. Auf "Straight Flush Ghetto" fanden sich dagegen sicherlich vier, fünf gleichwertige
Höhepunkte.
Insgesamt fehlen dem Album ein wenig Drive und Rotz, die die früheren Produktionen ausmachten. "The Bones" streben leider ein bißchen in Richtung Mainstream-Akzeptanz, somit überragt die Melodie den Drang nach einem kraftvollen Sound.
Die "Bones" bieten zwar auch weiterhin exzellenten Punk 'n' Roll mit den Koordinaten "Ramones", "Motörhead" und "Elvis Presley" (letzteren in Nuancen!), könnten allerdings mit besseren Produzenten eine ganz andere Ebene erreichen. Somit fällt mein Urteil eher zwiespältig, aber letztendlich dennoch größtenteils positiv aus.